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Nordkorea: Nothilfe für Menschen in Flutgebieten

Es war die schlimmste Überschwemmung seit mehr als zwei Jahrzehnten, die Nordkorea Ende August 2016 heimsuchte. Die traurige Bilanz: über hundert Tote, 600.000 Betroffene – davon rund 70.000 Menschen ohne Obdach – und 30.000 zerstörte Häuser. Trotz des Ausmaßes der Zerstörung blieb die Katastrophe außerhalb Nordkoreas nahezu unbemerkt. Das DRK unterstützt die internationale Rotkreuzhilfe im Land.

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Mit 80 Euro können zwei Erwachsene schützende Winterkleidung erhalten.

Vor allem die Provinz Nord-Hamgyong im Nordosten Nordkoreas wurde von der Flut getroffen. In der nur schwer zugänglichen Grenzregion zu China fielen bis zu 300 mm Regen in 24 Stunden und ließen den Fluss Tuman übertreten. Die Wassermassen bahnten sich den Weg durch die bäuerlichen Gemeinden und hinterließen immense Zerstörung. Ganze Dörfer wurden weggeschwemmt.

Erste Hilfe und Hilfsgüter zum Überleben

Gemeinsam mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften war das Nordkoreanische Rote Kreuz sofort im Einsatz. Sie retteten Menschen, leisteten Erste Hilfe und psychosoziale Unterstützung. Freiwillige verteilten Hilfsgüter wie Zeltplanen, Bettdecken, Küchensets und Hygieneartikel an rund 30.000 Menschen. Das DRK beteiligte sich dabei insbesondere durch die Bereitstellung von Werkzeugen zum Bau von Notunterkünften für die Flutopfer.

Hilfsmaßnahmen für 330.000 Menschen

Doch angesichts der immensen Zahl von Betroffenen ist weit mehr Hilfe erforderlich. Das Deutsche Rote Kreuz beteiligt sich deshalb an dem internationalen Aufruf der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften mit dem Ziel, Hilfe für rund 330.000 Menschen zu bringen. „Unsere Helfer sind unermüdlich im Einsatz, oftmals gemeinsam mit den Betroffenen. Aber sie arbeiten gegen die Uhr. Wir bitten daher, die drohende humanitäre Notlage der Menschen zu erkennen und zu helfen. Internationale Hilfe ist unter diesen Umständen unerlässlich. Es kann in dieser Gegend bis zu minus 30 Grad kalt werden. Es fehlt vor allem an sicheren Unterkünften, Kleidung, Decken und Heizmaterial. Dafür benötigen wir dringend Spenden", so die die DRK-Helferin Marlene Fiedler in Nordkorea.

Unterkünfte und Kleidung, um den Winter zu überleben

Die Winter in Nordkorea sind bitterkalt – bis auf minus 30 Grad Celsius können die Temperaturen fallen und schon im Oktober kann es ersten Schnee geben. Deshalb planen wir für die am schwersten betroffenen Familien Material für Notunterkünfte zur Verfügung zu stellen und zudem Winterkleidung, Winterdecken sowie Kohle zum Kochen und Heizen zu verteilen. So können die von den Fluten Betroffenen den langen und kalten Winter überstehen.

Weitere Hilfen: Nahrung, Wasser und Gesundheitsförderung

Neben den Notunterkünften umfasst die internationale Rotkreuzhilfe weitere, zum Teil lebenswichtige Maßnahmen in folgenden Bereichen:

  • Gesundheit: Erste-Hilfe-Sets für freiwillige Helfer sowie Fortbildungen zur Ersten Hilfe und zur Gesundheitsvorsorge
  • Wasser- und Sanitärversorgung: Verteilung von Hygieneartikeln und Wasseraufbereitungstabletten sowie Bereitstellung von Trinkwasser und  Reparatur von Trinkwassersystemen
  • Lebensgrundlagen: Verteilung von Nahrungsmittelpaketen
  • Katastrophenvorsorge: Fortbildungen zu den Themen Frühwarnung, Evakuierung und Soforthilfe
  • Stärkung des Nordkoreanischen Roten Kreuzes: Neuanschaffung von Hilfsgütern, Bereitstellung von Ausrüstung und Fahrzeugen

Zusammenarbeit seit rund 20 Jahren

Bereits seit 1997 arbeiten wir über die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften kontinuierlich mit dem Nordkoreanischen Roten Kreuz zusammen. Aktuell führen wir zwei mehrjährige Projekte zur Katastrophenvorsorge und zur Ernährungssicherung in Nordkorea durch. In diesem Zuge bauen wir unter anderem Wasserleitungen, errichten und unterstützen Gewächshäuser sowie Pilzzuchtanlagen und pflanzen Bäume, um Bodenerosion vorzubeugen. Darüber hinaus bieten wir Fortbildungen zu Hygiene, Gesundheit, aber auch Erster Hilfe an. Wir führen Evakuierungsübungen und Katastrophensimulationen durch und stellen Hilfsgüter für den Ernstfall bereit.

Das Projekt

Region: Hoeryong City, Musan, Yonsa und weitere Bezirke in der Provinz Nord-Hamgyong
Projektvolumen: aktuell ca. 2 Millionen Euro
Finanzierung: Spenden
Partner: Nordkoreanisches Rotes Kreuz und  Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften

Nordkoreanische Frau steht in Trümmern nach der Flutkatastrophe. IFRK

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