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Uganda: Nothilfe und unterstützende Projekte

Der in Zentralafrika gelegene Staat Uganda ist von Bürgerkriegsfolgen, Dürreperioden, Missernten und Epidemien gezeichnet. Viele Menschen aus dem Südsudan flüchten nach Uganda. Doch das ostafrikanische Land kommt bei der Versorgung der Flüchtlinge an die Grenzen seiner Kapazitäten.

Das DRK unterstützt das Ugandische Rote Kreuz (URCS) in unterschiedlichen Aktionen, um die Folgen der Missstände besser abfangen zu können und die Wasser-, Hygiene- und Sanitärversorgung zu stabilisieren.

 


Starthilfe für den Neuanfang

Die Region Karamoja im Norden Ugandas war lange Zeit Schauplatz eines blutigen Bürgerkriegs sowie bewaffneter Stammeskonflikte. Viele Menschen mussten ihr Zuhause verlassen, kehren aber nach Ende des Krieges wieder in ihre Heimat zurück. Doch ihre einstigen Dörfer sind inzwischen verwildert.

Aufbau und Sicherung wichtiger Lebensgrundlagen

Karamoja ist eine der ärmsten und am wenigsten entwickelten Regionen in Uganda. Viele Menschen verließen infolge des Bürgerkriegs die Heimat, um in der Nähe wirtschaftlicher Zentren, die als deutlich sicherer galten, eine neue Zukunft aufzubauen.

Nach dem Ende des Bürgerkriegs verbesserte sich die Sicherheitslage, sodass die Flüchtlinge langsam wieder zurückkamen.
Dabei stellten sie fest, dass die grundlegende Infrastruktur, wie Gesundheitszentren und schulische Einrichtungen, nicht mehr vorhanden waren.

Es besteht also die Gefahr, dass die Rückkehrer ihre Heimat ein zweites Mal verlassen. Um dem entgegenzuwirken, greift das DRK auf Erfahrungen und Errungenschaften aus Vorgängerprojekten zurück.

Das DRK unterstützt die Bevölkerung in Karamoja beim Aufbau und der Sicherung wichtiger Lebensgrundlagen. Ziel ist es, die Selbsthilfekapazitäten der Menschen zu stärken. So existieren beispielsweise in Kotido und Abim bereits erste kleine Gemeinschaftsgebäude für Gemeindetreffen, die wieder instand gesetzt werden. In Kaabong wiederum unterstützen wir den Bau neuer Gemeinschaftshäuser.

Infrastruktur schaffen, Selbsthilfe stärken

Mit den Spenden für Uganda unterstützen Sie die Stärkung der Selbsthilfe

Außerdem hilft das Deutsche Rote Kreuz den Betroffenen dabei, neue Nutzungskonzepte für die Gebäude zu entwickeln - zum Beispiel selbst organisierte Kinderlernzentren, Getreidespeicher oder Räumlichkeiten für Gesundheitsteams.

Um die Umsetzung der Konzepte langfristig absichern zu können, werden Freiwillige des Ugandischen Roten Kreuzes in der praktischen Anwendung geschult. Diese Entwicklungen und Maßnahmen sind eng mit den Gemeinden und lokalen Behörden abgestimmt. Und durch die Sanierung des Rotkreuzgebäudes können die Helfer in Kaabong ihre Gemeinden besser unterstützen.

Im Distrikt Kaabong fehlt es an Brunnen, sodass eine ganzjährige Wasserversorgung der Bevölkerung nicht möglich ist. Aus diesem Grund entstehen in den elf Gemeinden neue Wasserquellen, während verlassene Quellen wieder instand gesetzt werden.

Zudem unterstützen wir Familien beim Bau eigener Latrinen, die für eine Verbesserung der sanitären Situation sorgen. Durch Sensibilisierungskampagnen, Schulungen und Theaterstücke erwerben die Rückkehrer wichtige Hygieneregeln. Neu gegründete Wasser-, Sanitär- und Hygienekomitees sorgen langfristig für die Pflege der Wasserquellen und vermitteln wertvolles Wissen über Hygiene und Krankheitsvorbeugung.

Erfahrungsaustausch zur Verbesserung der Ernährungssituation

Die Uganda Hilfe umfasst ebenfalls den Austausch von Erfahrungen

Die meisten Familien müssen nach der Rückkehr von vorn beginnen. Allerdings sind sie hierbei nicht allein. Die vor allem Ackerbau betreibende Bevölkerung in Kaabong wird von sogenannten Livelihood-Gruppen unterstützt.
Deren Ziel ist es, durch Erfahrungsaustausch, gemeinsames Werkzeug und gegenseitige Hilfe ihren Lebensunterhalt zu verbessern. In Schulungen erfahren die Livelihood-Gruppen, wie sie ihre Ernte durch verbesserte Anbaumethoden erhöhen können. Dafür erhalten sie unter anderem Zugochsen und Pflüge für die Bearbeitung der gemeinschaftlichen Felder.

Die Hauptzielgruppe des DRK sind aber Jugendliche und Frauen, die viele landwirtschaftliche Arbeiten erledigen müssen. An die Gruppen, aber auch an Familien verteilt das Deutsche Rote Kreuz zertifiziertes Saatgut sowie Spaten, Hacken und Eimer. Damit kann die landwirtschaftliche Produktion gesteigert oder ein eigener Garten anlegt werden, um die Ernährung zu sichern.

Bessere Gesundheit durch genug Wasser und Hygiene

Die Wasser- und Hygieneversorgung kann durch Ihre Spenden verbessert werden IFRC

Sowohl die südsudanesischen Flüchtlinge, als auch die lokale Bevölkerung in den Gastgemeinden leiden unter Trinkwassermangel. Um das zu ändern, stellen wir unter anderem eine mobile Trinkwasseraufbereitungsanlage bereit. Regenwasserspeicher sollen außerdem die Versorgung in Schulen und kommunalen Einrichtungen verbessern.
Zudem setzen wir in Gastgemeinden sowie Flüchtlingssiedlungen Brunnen instand und ergänzen einen Teil davon um Waschplätze sowie Abflussrinnen. Neu ausgebildete Wasserkomitees kümmern sich um deren Betrieb und Wartung.

Je mehr Menschen an einem Ort leben, desto schneller können Krankheiten entstehen und sich verbreiten.
Umso wichtiger sind – neben der Wasserversorgung – saubere Sanitäreinrichtungen und gutes Hygieneverhalten. Gemeinsam mit den Betroffenen bohrt das Deutsche Rote Kreuz auch neue Brunnen, um den Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen.

Außerdem unterstützt das DRK den Bau von Haushaltslatrinen mit Handwaschbecken, um die hygienische Situation zu verbessern. Dazu stellen wir den Betroffenen eine Grundausstattung an Material und Werkzeugen zur Verfügung. Die zukünftigen Nutzer bauen die Latrinen selbst und tragen lokale Materialien – etwa getrocknetes Gras für das Dach – zusammen. Sie werden dabei von Freiwilligen des Ugandischen Roten Kreuzes angeleitet. Für besonders bedürftige Haushalte mit alleinerziehenden Müttern, Kranken oder Menschen mit Behinderungen stellen unsere Helfer die Latrinen fertig.

Der Bau von Trinkwasseranlagen ermöglicht ein besseres Leben in Uganda

Damit die instandgesetzten Brunnen lange und verlässlich sauberes Trinkwasser geben, trainieren wir Wasserkomitees in den Dörfern. Die freiwilligen Gemeindemitglieder lernen, wie man einen Brunnen wartet und schützt. Sie werden in Zukunft dafür Sorge tragen, dass die Brunnen richtig genutzt, gewartet und sauber gehalten werden.

Ergänzend dazu erfahren Projektteilnehmer in Schulungen und Kinder in Schulen, wie einfache Hygieneregeln vor Durchfall- und Atemwegserkrankungen schützen.

Aufgrund des enormen Bedarfs an Trinkwasser haben wir gemeinsam mit dem Schwedischen und Österreichischen Roten Kreuzes im Februar 2017 unsere bisherige Tätigkeit mit einer größeren Trinkwasseranlage, mit der bis zu 60.000 Menschen versorgt werden können, sowie eines Expertenteams zum Aufbau und Betreiben der Anlage erweitert.

Mit bis zu einer Million Liter Wasser pro Tag stellt das DRK somit momentan in der Nothilfe in Norduganda die größte Menge an Trinkwasser bereit. Über diese Trinkwasseranlage hinaus konnte das DRK mit Unterstützung durch Lufthansa Cargo ebenfalls sechs Wasserpumpen sowie weiteres Equipment, zur Verbesserung der verschiedenen Trinkwasserversorgungsstandorten nach Norduganda senden. Zudem wurden vorhandene Brunnen repariert sowie neue gebohrt.

Tiefbrunnen für die Menschen im ugandischen Karamoja

Sensibilisierung für Hygiene und sauberes Wasser in Uganda


Bessere Gesundheit und Lernbedingungen für Kinder

Dreißig Jahre lang hat ein gewaltsamer Konflikt die Region Karamoja von der Entwicklung im übrigen Uganda abgeschnitten und die Gegend zur rückständigsten Region des Landes gemacht. Seit der Konflikt beigelegt ist, kehrt die vertriebene Bevölkerung in ihre Heimat zurück, dabei ist wichtige Infrastruktur noch nicht am neuen Bedarf ausgerichtet.

Schulen und Gesundheitseinrichtungen gibt es nur wenige. Das Rote Kreuz unterstützt die Gemeinden darin, den Bedarf in zehn ländlichen Gemeinden besser decken zu können.

Grundschulbildung durch Lernzentren in den Dörfern

Das DRK unterstützt die nachhaltige Schulbildung in Uganda

Dank der Initiative der Gemeindemitglieder wurden kommunale Lernzentren in vorhandenen Gemeinschaftshäusern eingerichtet. So können die Kinder eine Grundschulbildung erhalten. Zusammen mit dem Ugandischen Roten Kreuz haben wir dazu in jeder Gemeinde zwei freiwillige Lehrkräfte geschult und mit Fahrrädern, Taschen sowie Lehrmaterial ausgestattet.

Je nach Gemeinde unterrichten die freiwilligen Lehrkräfte – die vormals häufig bereits als Lehrer gearbeitet haben – zwischen 40 und 220 Kinder. Auch die Schüler haben wir mit Schreibmaterial, Büchern und Sportartikeln ausgestattet.

Für gesunde Lernbedingungen wurden zuvor in einem vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanzierten Projekt durch die Gemeindemitglieder Latrinen, Handwascheinrichtungen, Abfallgruben sowie Spielplätze eingerichtet bzw. erneuert.

Gesundheitshelfer leisten Erste Hilfe, klären auf und beraten

Medizinische Betreuung durch trainierte Gesundheitshelfer

Ohne medizinische Betreuung und Wissen können harmlose Erkrankungen und Alltagsverletzungen wie Schnittwunden lebensbedrohlich werden. Und wer Gesundheitsrisiken nicht kennt, kann sie nicht vermeiden.

Deshalb sollen Gesundheitshelfer in den Dörfern die Widerstandsfähigkeit der Menschen stärken, indem sie Erste Hilfe leisten und beraten, aber vor allem gezielte Gesundheitsaufklärung betreiben. Schließlich können einige Krankheiten bereits durch persönliche Hygiene und Nahrungsmittelhygiene vermieden werden. Darüber hinaus stellen die Gesundheitshelfer die Verbindung zu den lokalen Gesundheitsbehörden her und fordern Dienstleistungen – etwa Impfungen – für ihre Gemeinden ein.

Wir haben insgesamt 20 Gesundheitshelfer für ihre Aufgabe trainiert und mit notwendigen Materialien wie Erste-Hilfe-Sets ausgestattet. Für Hausbesuche haben sie jeweils ein Fahrrad und Schutzkleidung wie einen Regenmantel erhalten.

Unser Projekt ist eine Starthilfe. Sobald die Lernzentren und Gesundheitsposten voll funktionstüchtig und die Helfer eingespielt sind, beginnen wir, die Einrichtungen an die lokalen Verantwortlichen der zuständigen Behörden zu übergeben.


Nothilfe für geflüchtete Menschen

Nach dem erneuten Ausbruch von Kämpfen zwischen südsudanesischen Regierungskräften und bewaffneten Gruppen im Juli 2016 sind wieder hunderttausende Menschen auf der Flucht in die Nachbarländer – vor allem nach Uganda.
Bisher waren in Uganda bereits ca. 230.000 Vertriebene untergebracht, nach den jüngsten Ereignissen sind weitere 770.000 Flüchtlinge eingetroffen. Mehr als eine Million Flüchtlinge suchen demnach Schutz in Uganda – so viele wie in keinem anderen Land Afrikas. Das bringt das Land an die Grenzen seiner Kräfte: Für die Südsudanesen gibt es weder genug Unterkünfte, noch kann eine ausreichende Versorgung gewährleistet werden.

Dass ein Großteil der Geflüchteten bereits bei der Ankunft an Unterernährung leidet, macht die Lage zusätzlich prekär. Deshalb unterstützen wir gemeinsam mit dem Ugandischen Roten Kreuz die Menschen in Not.

Mehr als 60.000 Menschen fliehen vor Gewalt im Südsudan

Die Flüchtlinge in Uganda kommen aus dem Südsudan

Im Jahr 2014 entbrannten die Kämpfe zwischen Regierungstruppen und der Opposition im Südsudan. Die Folge war ein verheerender Bürgerkrieg, der viele Menschen in Uganda Zuflucht suchen ließ. Im selben Jahr entstanden allein im Distrikt Adjumani an der Grenze zum Südsudan zehn Flüchtlingssiedlungen.

Die meisten Menschen dort haben ihr gesamtes Hab und Gut verloren, benötigen entsprechend lebensnotwendige Hilfe sowie Wasser und Nahrungsmittel. Nur leidet auch die Bevölkerung in Uganda unter den ohnehin knappen Ressourcen. Dazu kommt, dass die lokale Infrastruktur nicht auf diese Menge an Menschen ausgerichtet ist. Das DRK will sowohl die Flüchtlinge aus dem Südsudan als auch die Menschen aus den Gemeinden vor Ort - etwa alleinerziehende Mütter oder elternlose Kinder - erreichen und unterstützen.
Das Ziel: Den Druck der Flüchtlingsströme auf die einheimische Bevölkerung lindern und mögliche Konflikte vermeiden.

Bei den Geflüchteten handelt es sich fast ausschließlich um Frauen und Kinder, ganze zwei Drittel von ihnen unter 18 Jahre alt. Viele der Ankommenden müssen lange an der Grenze ausharren, bis sie schließlich registriert werden. Da die Aufnahmelager völlig überfüllt sind, müssen viele Menschen schutzlos im Freien übernachten. Schwere Regenfälle und eine mangelnde Wasserversorgung verschlimmern ihre Lage und die Cholera-Gefahr ist hoch.

Um die Situation an den Grenzübergängen zu entschärfen, unterstützen wir die Registrierung der Flüchtlinge, bringen sie in Flüchtlingscamps und versorgen sie mit warmen Mahlzeiten. Darüber hinaus leisten wir die medizinische Notfallversorgung durch eine Ambulanz. Damit die Geflüchteten eine sichere Unterkunft erhalten, wird mit Unterstützung des DRK derzeit ein neues Aufnahmezentrum in Bidibidi, Yumbe-Distrikt, geplant.

Um Krankheiten vorzubeugen, unterstützen wir die Wasser- und Sanitärversorgung und bieten Hygienetrainings an. Dabei berücksichtigen wir besonders die Bedürfnisse von Frauen und Kindern.

Da die meisten Flüchtlinge nur das Hab und Gut besitzen, das sie tragen können, fangen sie in Uganda von Null an.

Mit einem sogenannten Non-Food-Item-Kit, das unter anderem Wasserkanister, Decken, Geschirr und Kochutensilien umfasst, erhalten 1.000 Familien deshalb eine Grundausstattung, um zu überleben.

Mehr Personen benötigen mehr natürliche Ressourcen – nicht nur bei der Wasserversorgung, auch beim Brennholz. Damit die Menschen durch energieeffiziente Kochmethoden Brennholz sparen, bauen Freiwillige des Ugandischen Roten Kreuzes gemeinsam mit Flüchtlingen und Anwohnern energiesparende Öfen aus lokal verfügbaren Materialien. Bleiben viele der Flüchtlinge in Uganda, werden Nahrung und Einkommen auf Dauer ebenfalls knapp werden.

Um das zu verhindern, unterstützt das Team des DRK die Menschen dabei, sich selbst um ihren Unterhalt zu kümmern. Dafür erhalten sie landwirtschaftliches Werkzeug wie Hacken, Spaten und Eimer sowie verbessertes Saatgut. Gleichzeitig erfahren sie in Schulungen, welche Anbaumethoden für Gemüsegärten am effektivsten sind und wie sie Obstbäume und landwirtschaftliche Nutzpflanzen sinnvoll miteinander kombinieren können.

Friedensarbeit sowie Schutz von Frauen und Kindern

Dank der Spenden kann der Schutz von Frauen und Kindern gewährleistet werden Gero Breloer/DRK

Wo viele Menschen aufeinandertreffen, gibt es auch Konflikte. Friedenskampagnen und Aufklärungsarbeit zur gewaltfreien Konfliktlösung sollen Spannungen innerhalb der Flüchtlingsgemeinden, aber auch zwischen Einheimischen und Schutzsuchenden vorbeugen. Dazu organisieren Freiwillige unter anderem Radiosendungen, Theaterstücke und Gesprächsrunden.

Mehr als 80 Prozent der Flüchtlinge sind Frauen und Kinder – als besonders verwundbare Gruppen werden sie häufiger Opfer von Gewalt und Missbrauch. Um Frauen und Kinder besser zu schützen, installieren wir Solarlampen an öffentlichen Orten, die wir gemeinsam mit den Betroffenen auswählen.

Das sind zum Beispiel Plätze vor Wasserpumpen, Latrinen, Gesundheits- oder Registierungszentren. Auch Informationsplakate zum Schutz von Kindern sowie zur Vorbeugung sexueller Gewalt werden dort angebracht.

Die schwierigen sozialen und hygienischen Verhältnisse in den Flüchtlingslagern gefährden Frauen und Mädchen besonders. Sie erhalten deshalb sogenannte Dignity-Kits mit Seife, Handtüchern, wiederverwendbaren Einlagen und anderen Hilfsgütern, die ihnen helfen, ihre Würde zu behalten. An schwangere Frauen verteilen die Schwestern in den Gesundheitszentren Entbindungssets, unter anderem mit Watte, Handtüchern, Nabelschnurklemme und Taschenlampe. Sie dienen als Anreiz für Schwangere, sich in medizinische Betreuung zu begeben, so dass Mutter und Kind besser geschützt sind.

Logistische Stärkung des Ugandischen Roten Kreuzes

Uganda ist ein sehr weitläufiges Land und die Flüchtlingsgemeinden liegen zumeist in abgelegen Gebieten. Um den Menschen gut beistehen zu können, ist eine angemessene Logistik erforderlich.
Deshalb unterstützt das DRK seine Schwesterorganisation mit einem Projektfahrzeug, einem LKW und Motorädern.

Neue Rettungswagen und Motorad-Dreiräder machen schnelle Kranken- und Patiententransporte möglich. Die neue Ausrüstung stärkt dank der Hilfe des DRK mit der finanziellen Unterstützung des Auswärtigen Amtes und Spenden das Ugandische Rote Kreuz langfristig, so dass die Helfer künftig besser auf Notlagen reagieren können.

 


Leben mit dem Klimawandel

Der in Zentralafrika gelegene Staat Uganda ist von Bürgerkriegsfolgen, Dürreperioden, Missernten und Epidemien gezeichnet. Das DRK unterstützt das Ugandische Rote Kreuz (URCS) in unterschiedlichen Aktionen, um die Folgen der Missstände besser abfangen zu können.

Wiederansiedlung der Bevölkerung

Die Bevölkerung wird für den Klimawandel vorbereitet

Die Zusammenarbeit ist sehr vertrauensvoll und beruht auf einer langjährigen Kooperation. Seit sechs Jahren unterstützt das DRK das URCS in der Realisierung seiner Projekte. So auch in den beiden Regionen Karamoja und Teso, die von mehreren Jahrzehnten bewaffneter Auseinandersetzungen geprägt sind.

Etwa 50% der Bevölkerung sind gegenwärtig Binnenvertriebene, dazu dauert die Wiederansiedlung noch an. Infolge des Klimawandels kommt es regelmäßig zu Erdrutschen, Sturzfluten und Dürren sowie einer starken Abholzung der Wälder.

Weitere Herausforderungen in Karamoja sind die chronische Nahrungsmittelknappheit, unsauberes Wasser und schlechte Hygienebedingungen. So können Krankheiten wie Haut- und Durchfallerkrankungen, Cholera und auch Hepatitis häufiger auftreten. Bisher konnten die Krankheiten jedoch in Kooperation mit der WHO und zuständigen staatlichen Stellen rasch eingedämmt werden.

Aufklärung und Unterstützung beim Klimawandel

Langfristige Projekte sollen als Übergangshilfe die von Ackerbau und Viehwirtschaft lebende Bevölkerung gezielt unterstützen, um besser mit den Folgen kriegerischer Auseinandersetzungen und des Klimawandels umgehen zu können. Innerhalb des Projektes werden die Gemeinden widerstandsfähiger gegenüber derartigen Auswirkungen.

Das Deutsche Rote Kreuz realisiert zusammen mit dem URCS in einem sechsjährigen Pilotprojekt folgende Maßnahmen:

  • Aufklärung der Bevölkerung über die Risiken des Klimawandels
  • zeitnahe Bekanntgabe von extremen Wetterereignissen
  • Analyse landwirtschaftlicher Methoden und bestehender Wasserverteilungssysteme
  • Entwicklung angepasster und verbesserter Techniken sowie Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur
  • Unterstützung der Bauern sowie Steigerung und Diversifizierung der Ernte durch klimaangepassten Anbau und verbesserte landwirtschaftliche Produktion
  • Stopp von Bodenerosion und Verschlammung von Dämmen und Wasserstellen
  • Gewährleistung von Zugängen zu sauberem Wasser für den persönlichen Verbrauch und die landwirtschaftliche Produktion
  • Eindämmung von Abholzung und Bodenerosion mittels Einführung energiesparender Methoden
  • Bewusstseinsentwicklung für klimabedingte Katastrophen sowie Entwicklung entsprechender Frühwarnsysteme und Notfallpläne
  • Bau von 2.000 überschwemmungssicheren Unterkünften.


3 Beispiele der Unterstützungsmaßnahmen in Uganda

  • Uganda - Spenden ermöglichen Unterstützung in der Landwirtschaft

    Mehr Ernteerträge, weniger Wasserverbrauch
    Die Bauern erlernen, wie sie ihre Erträge durch Gemüseanbau in Pflanzsäcken effektiv steigern können. Mittlerweile bilden einige von ihnen sogar andere Bauern in dieser wasser- und platzsparenden Anbaumethode aus. Die Haushalte erhalten Saatgut und weitere landwirtschaftliches Gerät - u. a.  Spaten, Hacken und Eimer.

  • Spenden für Uganda helfen beim Bau von Brunnen und Latrinen

    Wasserversorgung und Hygiene
    Das DRK erleichtert den Zugang zu sauberem Wasser, indem Brunnen instandgesetzt und Dämme repariert werden. Im Dorf Lopuyo im Bezirk Kotido konnte die Wasserversorgung für 130 Haushalte mit insgesamt 907 Menschen wieder hergestellt werden. Für den Bau von einfachen Latrinen erhalten die Dörfer vorgefertigte Abdeckplatten und Werkzeuge.

  • Spenden in Uganda ermöglichen die Anfertigung vin überschwemmungssicheren Hütten

    Überschwemmungssichere Hütten
    Die zwei Kernfragen lauten: Wo ist die Gefahr einer Überschwemmung am größten und wie kann man sich am besten davor schützen? Familien erhalten daher eine Bauanleitung sowie eine stabile Kunststoffplane, mit der sie Lehmhütten selbst errichten können. Diese sind am Boden wasserundurchlässig und entsprechen weitgehend der traditionellen Bauweise.

 


Hilfe für Uganda: Auszug aktueller und erfolgreich umgesetzter Projekte

Unterstützung für Heimkehrer

Region:Distrikte Abim, Kaabong, Kotido in Nordwest-Karamoja
Projektvolumen: 650.000 Euro
Finanzierung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Partner: Ugandisches Rotes Kreuz (URCS)

Bessere Gesundheit und Lernbedingungen für Kinder

Region: Karamoja, zehn Gemeinden in den Distrikten Kaabong und Kotido/Abim
Projektvolumen: 50.000 Euro
Finanzierung: DRK-Eigenmittel / Spenden
Partner: Ugandisches Rotes Kreu (URCS)

Aufklärung für den Klimawandel

Region: Karamoja und Teso (sowie in drei weiteren Distrikten)
Laufzeit: Januar 2013 bis Dezember 2018
Projektvolumen: 2,6 Millionen Euro
Finanzierung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Partner: Ugandisches Rotes Kreuz (URCS), Rotkreuz-Klimazentrum

Nothilfe für geflüchtete Menschen

Region: Distrikte Moyo, Adjumani und Yumbe
Projektvolumen: 174.000 Euro
Projektdauer: 08/2016 - 07/2017
Finanzierung: Spenden
Partner: Ugandisches Rotes Kreuz (URCS)

Versorgung von Flüchtlingen

Region: Norduganda/West Nile, Distrikt Adjumani
Projektvolumen: 1.190.000 Euro (950.000 Euro BMZ und 240.000 Euro DRK-Eigenmittel)
Finanzierung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Projektdauer: 09/2015 - 08/2019
Partner: Ugandisches Rotes Kreuz (URCS)

Wasser und Latrinen für Flüchtlingsgemeinden

Region: Adjumani, Schwerpunkt: Siedlung Mungula
Projektvolumen: 50.000 Euro
Projektdauer: 03/2016 - 12/2017
Finanzierung: Spenden
Partner: Ugandisches Rotes Kreuz (URCS)

Bessere Lebensbedingungen für Flüchtlinge

Region: Distrikte Adjumani und Yumbe
Projektvolumen: 1.026.260 Euro
Projektdauer: 11/2016 - 06/2017
Finanzierung: Auswärtiges Amt und Spenden
Partner: Ugandisches Rotes Kreuz (URCS)


Jede Spende für Uganda kommt den Menschen zugute W. Rose & K. Sjölander/IFRC

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