Togo Spenden und Hilfe
Sie befinden sich hier:
  1. Hilfe weltweit
  2. Wo wir helfen

Togo: Hilfsprojekte & Spenden

Das westafrikanische Land Togo ist zunehmend von extremen Wetterlagen betroffen, die mittlerweile unvorhersehbar geworden sind. Wasserversorgung und sanitäre Strukturen sind mangelhaft und führen sowohl zu niedrigen Ernteerträgen als auch aufgrund der fehlenden Hygiene zu unsauberen Wasser und Krankheiten.

Das DRK arbeitet mit dem Togoischen Roten Kreuz (CRT) sowie dem Rotkreuz-/Rothalbmond-Klimazentrum in Den Haag zusammen, um Maßnahmen zur Steigerung der Ernteerträge, Trinkwasser- bzw. Hygieneversorgung und Frühwarnsysteme bei Klimakatastrophen umzusetzen.

 


Trinkwasser und verbesserte Hygiene

In den ländlichen Gebieten ist der Zugang zu sauberem Trinkwasser oft gar nicht oder nur eingeschränkt vorhanden. Die Notdurft wird im Freien oder in "fliegende Toiletten" (sprich: in Plastiktüten) verrichtet. Jedes Jahr sterben Menschen an hygienebedingten Krankheiten wie Cholera, Typhus und anderen Erregern, die Durchfall verursachen.

Gemeinsam mit dem Togolesischen Roten Kreuz (TRK) und dem zuständigen Ministerium hat das DRK in einem von der EU-finanzierten Projekt die Wasserversorgung in 60 Dörfern durch Neubohrung bzw. Instandsetzung von Brunnen verbessert. Hygieneschulungen sowie Aufklärungsarbeit in den Gemeinden, besonders in den "Mütterclubs" und Frauengruppen, die von DRK und TRK initiiert wurden, sind erfolgreich durchgeführt worden.

Damit die Brunnen auch in Zukunft funktionieren, zahlt jeder Bewohner für deren Nutzung in eine Wasserkasse ein. Diese wird vom Brunnenkomitee verwaltet und das Geld für anfallende Reparaturen genutzt.

Bau von Brunnen und Latrinen

Trinkwasser in Togo durch Spenden bereitstellen

Um die Hygiene in den Dörfern zu verbessern, wurden mit Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes 2.210 Latrinen gebaut. Die Dorfbewohner beteiligten sich aktiv daran, in dem sie Sand und Lehmziegel zur Verfügung stellten.

Das in Togo gängige Modell, welches auch vom Ministerium empfohlen wird, sind EcoSan-Toiletten. Diese sind so konzipiert, dass feste und flüssige Bestandteile jeweils getrennt voneinander gesammelt werden.

Der mit Wasser vermischte Urin kann anschließend zur Düngung eingesetzt werden. Die Fäkalien andererseits trocknen mehrere Monate in einer Kammer unter der Toilette in der Sonne. Danach können auch diese zum Düngen verwendet werden.

Die Folgen: eine bessere Hygiene auf der einen sowie auf der anderen Seite höhere Erträge auf den Feldern.

Die neu gebauten Latrinen werden feierlich in den Dörfern abgenommen. DRK-Mitarbeiterin Andrea Kehrwald beschreibt eine solche Feier im DRK-Blog.

Lebensfreude und bessere Hygiene

In Togo helfen die Spenden zur Verbesserung der Hygiene und Trwinkwasserversorgung

Neben den baulichen Maßnahmen geht es vor allem darum, den Menschen das Thema Hygiene näher zu bringen. Besonders die Frauen in Togo sind diesbezüglich sehr aufgeschlossen und motiviert.

Wie Krankheiten mit unsauberem Wasser und fehlender Hygiene zusammenhängen, lernen sie mit großem Engagement von den Rotkreuz-Freiwilligen und geben dieses Wissen dann an die anderen Dorfbewohner weiter.

Dies geschieht in sehr aktiven Veranstaltungen mit Tänzen, Gesängen und kleinen Sketchen. Das Togolesische Rote Kreuz kann in diesem Bereich bereits auf langjährige Erfahrung verweisen.

 


Höhere Ernteerträge in der Region Maritime

Auf der Suche nach einem sicheren Einkommen verlassen Männer oftmals ihre ländliche Heimat und lassen ihre Frauen zurück - meist ohne formale Schulbildung und wirtschaftliche Sicherheit.

Der Hauptgrund dafür ist, dass fehlender Regen, zurückgehende Bodenfruchtbarkeit und Klimaveränderungen die Ernteerträge schrumpfen lassen und die Existenz der Menschen in Togo massiv bedrohen. Denn nur auf einem guten Boden können ausreichend Nahrungsmittel angebaut werden. Deshalb lautet das oberste Projektziel, die Bodenfruchtbarkeit in den Gemeinden zu erhöhen.

Effektive Ernteerträge, höheres Einkommen

Spenden in Togo helfen bei der Vermittlung von Wissen und erhöhen Ernteerträge

Neben 1.000 Haushalten mit ökologischen Latrinen, die vom DRK in einem Vorgängerprojekt gebaut worden sind, richten wir unser Anliegen vor allem an die Mitglieder der 50 Mütterclubs; Dort erfahren sie in Schulungen, wie sie Kompost aus Ernte- und Haushaltsabfällen herstellen und die Überreste aus den Latrinen richtig verwenden können, um den Boden fruchtbarer zu machen.

Außerdem werden Stickstoff anreichernde Pflanzen wie die spezielle Bohnenart Mucuna, die Straucherbse Cajanus oder die Akazienart Albizia eingeführt und ein verantwortungsvoller Einsatz von Dünger gelehrt.
In den für dieses Projekt angelegten Feldschulen vermitteln lokale Landwirtschaftsberater effektivere landwirtschaftliche Techniken, die die Kursteilnehmer dann auf ihren Familienfeldern anwenden können. Dafür erhalten sie verbessertes Saatgut und erfahren außerdem, wie sie Saatgut selbst herstellen. Auch für den Umwelt- und Ressourcenschutz werden die Teilnehmer sensibilisiert - etwa bei der Pflanzung und Pflege von Baumschulen.

Sobald sich die Ernteerträge der Familien erhöhen, können sie die Überschüsse verkaufen und ihre Lebensgrundlage wesentlich besser absichern. Um die landwirtschaftlichen Produkte möglichst gut zu vermarkten, vermittelt das Deutsche Rote Kreuz gemeinsam mit den Freiwilligen der togoischen Rotkreuzgesellschaft wichtiges Know-How, wie sie die Ernte am besten lagern und verarbeiten.

Im DRK-Blog beschreibt die DRK-Mitarbeiterin Andrea Kehrwald ihre Erfahrungen mit den neuen Anbaumethoden in Togo und berichtet von der Projektarbeit und das Warten auf Regen im Frühjahr 2016.

Mehr Unterstützung für Frauen

Togo - Spenden ermöglichen die unterstützung von Familien und Frauen

Die meisten Frauen, die im Projektgebiet leben, wissen wenig über die eigenen Rechte. In der Regel besitzen sie keine Geburtsurkunden bzw. Ausweise, weder für sich noch die Kinder.

Ebenso sind die Mütterclubs formal nicht als Vereinigung registriert und folglich rechtlich anerkannt. Der wirtschaftliche Spielraum und die Möglichkeit, Kredite oder Förderungen zu erhalten, sind für die Frauen sehr eingeschränkt.

Um ihren Status zu verbessern, erhalten sie Trainings zu ökonomischen Themen und werden darauf hingewiesen, ihre Kinder zu registrieren - beispielsweise für einen späteren Schulbesuch oder die Gesundheitsversorgung. Die Familien werden dadurch gestärkt und können damit ihre Zukunft besser in die eigenen Hände nehmen.

 


Frühwarnsystem bei Klimakatastrophen

Auf der einen Seite Trockenheit, auf der anderen Überschwemmungen: Mittlerweile wird es in Togo immer schwieriger, auf den Wechsel von Dürreperioden und Regenzeit adäquat zu reagieren. Das DRK unterstützt daher die Menschen, sich auf den Katastrophenfall vorzubereiten und dadurch besser mit den Folgen des Klimawandels umgehen zu können.

Dreifarbige Pegelmesssäulen säumen seit der Einführung des Frühwarnsystems im Jahr 2009 alle Flüsse Togos. Bei bedrohlichen Wasserständen alarmieren Freiwillige per Megaphon oder Notfallhandy sofort die eigenen und benachbarten Gemeinden. Aktuell nehmen bereits 112 Gemeinden mit rund 100.000 Personen entlang der Wasserläufe im ganzen Land an diesem Rotkreuz-Projekt teil.

Durch dieses Frühwarnsystem unterstützt das CRT den Togoischen Staat bei dessen Anstrengungen, die Bevölkerung besser auf Naturkatastrophen und auf die Auswirkungen des Klimawandels vorzubereiten. Aufgrund dessen Erfolgs ist dieses relativ einfache, aber effektive Frühwarnsystem bereits über die Grenzen Togos hinaus bekannt.

Wissenschaftliche Unterstützung

Spenden für Togo ermöglichen die Entwicklung von Frühwarnsystemen für Katastrophen

Momentan konzentriert sich die langjährige Kooperation zwischen dem CRT und dem DRK darauf, das gemeinsam entwickelte Frühwarnsystem durch eine noch verlässlichere Vorhersage und eine längere Vorwarnzeit zu optimieren.

Dies soll durch ein hydrologisches Rechenmodell, welches derzeit in Kooperation mit dem Rotkreuz-/Rothalbmond-Klimazentrum in Den Haag (RCCC) entwickelt wird, realisiert werden. Hierfür müssen vorab Daten gesammelt und aufbereitet werden, auf deren Basis später vor drohenden Überschwemmungen gewarnt werden kann. Die benötigten Daten werden derzeit von CRT-Freiwilligen mittels der bereits installierten und geeichten Pegelmesssäulen und Regenmessern erhoben und per SMS an einen Server übermittelt.
Zudem werden durch den Betreiber eines Staudammes in der Region weitere Daten zur Füllhöhe des Stausees sowie die geplanten Schleusenöffnungszeiten in das System eingepflegt. Das RCCC unterstützte das DRK/ CRT bei der Entwicklung dieses Systems.

Sobald der Betreiber des Staudamms das CRT über eine geplante Schleusenöffnung informiert, kann das hydrologische Rechenmodell mittels eines selbstlernenden Algorithmus relativ genaue Vorhersagen zu Überschwemmungen unterhalb des Staudammes treffen. Wenn aufgrund der vorliegenden Informationen schließlich eine Überschwemmung vorhergesagt wird, werden vorher festgelegte, standardisierte Verfahren durch das CRT eingeleitet.

Diese umfassen beispielsweise die Verteilung von Chlortabletten für die Aufbereitung von Trinkwasser, die Ausstrahlung von Radiosendungen zu empfohlenen Katastrophenvorsorgemaßnahmen, wie etwa die Befestigung von Häusern und Wegen und die sichere Verwahrung von Wertgegenständen, sowie ggf. auch Anleitungen für koordinierte Evakuierungsmaßnahmen.

Reduktion von Katastrophenrisiken und Anpassung an den Klimawandel

Spenden für Togo helfen bei der Umsetzung von Katastrophenvorsorgen

Zum Vorgehen innerhalb der Gemeinden: Das DRK beginnt in den Gemeinden als erstes mit einer Analyse der bestehenden Risiken. Bei der Risikoanalyse wird die lokale Bevölkerung befähigt, die Naturgefahren und Katastrophenrisiken, aber auch die bereits vorhandenen Selbsthilfekapazitäten vor Ort zu identifizieren.

Lokales Wissen und bereits etablierte Strukturen, wie z.B. Evakuierungswege, sichere Zufluchtspunkte oder funktionierende Dorfkomitees werden berücksichtigt und eingebunden. Anhand von Risikokarten lassen sich die gefährdeten und sicheren Gebiete im Projektgebiet ausweisen.

Mit dieser Analyse beginnt die Katastrophenvorsorge. In der Folge vereinbaren die Bewohner in den Projektgemeinden ihren Aktionsplan zur Reduzierung von Katastrophenrisiken, den die Bevölkerung zum Teil mit eigenen Mitteln umsetzen kann, und zum Teil mit der Unterstützung des CRT.

Die Dorfbewohner sind zudem in Mütterclubs und Hygienekomitees organisiert, von denen ein Teil der Mitglieder auch Rotkreuz-Freiwillige sind. Sie organisieren Aktionen und nutzen Techniken wie Theaterstücke, Sketche und Filme, um über die erhöhten Gesundheitsrisiken im Katastrophenfall aufzuklären und Lösungsmöglichkeiten zu vermitteln sowie um die Vorzüge von flutresistentem Hausbau, energieeffizientem Kochen oder Aufforstung als natürlichem Hochwasserschutz zu erläutern.

Auch Lehrer nehmen an diesen Veranstaltungen teil. Sie führen darüber hinaus mit ihren Schulkindern Niederschlagsmessungen durch, welche ebenfalls in das oben genannte, hydrologische Rechenmodell eingespeist werden. So formt das Projekt langfristig das Bewusstsein für die Auswirkungen des Klimawandels und verknüpft die wissenschaftliche Ebene mit der Lebensrealität in den Dörfern.

 


Hilfe für Togo: Auszug aktueller und erfolgreich umgesetzter Projekte

Ausbau der Trinkwasserversorgung und Hygiene

in der Region Maritime

Region: Togo, Maritime
Projektvolumen: 2,56 Mio Euro
Finanzierung: Deutsches Rotes Kreuz, EU und Spenden
Partner: Togolesisches Rotes Kreuz (TRK)

Steigerung der Ernteerträge in den Präfekturen Avé und Zio

Region: Präfekturen Avé und Zio, Maritime
Laufzeit: 01.02.2015 - 31.12.2018
Projektvolumen: 955.000 Euro
Finanzierung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)
Partner: Togolesisches Rotes Kreuz (TRK)

Etablierung von Frühwarnsystemen bei Klimakatastrophen

Region: Alle 5 Regionen Togos (Maritime, Plateaux, Central, Kara, Savannes)
Projektvolumen: 1,8 Mio Euro 
Finanzierung:  Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und Spenden 
Partner: Togolesisches Rotes Kreuz (TRK), Rotkreuz-/Rothalbmond-Klimazentrum


Spenden Sie für die Menschen in Togo

Helfen Sie mit einer Spende für Togo!

Jede kleine Spende für Togo hilft den notleidenden Menschen vor Ort!

Jetzt spenden!

zum Anfang

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Erfahren Sie mehr

OK