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Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung

Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung besteht aus drei Komponenten: dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK), der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (Internationale Föderation) sowie den nationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften. Die jeweiligen Mandate dieser drei Komponenten sowie die Funktion ihrer wichtigsten gemeinsamen Gremien sind in den Statuten der Bewegung festgelegt.

Internationales Komitee vom Roten Kreuz

Logo des ICRC
Das Zeichen des Internationales Komitees vom Roten Kreuz.

Gründungsorgan der Bewegung ist das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) mit Sitz in Genf. Das IKRK ist eine private, neutrale und unabhängige Schweizer Organisation mit dem humanitären Auftrag, sich weltweit für den Schutz der Opfer von bewaffneten Konflikten einzusetzen.

Es leitet und koordiniert internationale Hilfsaktionen in bewaffneten Konflikten, besucht Gefangene und organisiert einen Zentralen Suchdienst. Bei bewaffneten Auseinandersetzungen ruft das IKRK die Konfliktparteien zur Einhaltung des geltenden Rechts auf, um den Schutz der nicht am Konflikt Beteiligten und die Beachtung der Beschränkung bei Waffeneinsätzen und Kriegsführungsmethoden zu gewährleisten. Darüber hinaus spielt das IKRK eine wesentliche Rolle bei der Weiterentwicklung des humanitären Völkerrechts.

Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften

Die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (Internationale Föderation) hat ebenfalls ihren Sitz in Genf und ist der Dachverband der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften.

Sie unterstützt die Entwicklung Nationaler Gesellschaften sowie den Ausbau ihrer Dienste zugunsten der am meisten Schutz- und Hilfebedürftigen. Sie koordiniert die internationale Hilfe der nationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften im Fall von Natur- und technischen Katastrophen und fördert nationale Katastrophenschutzprogramme.

Nationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften

Das Rote Kreuz, der Rote Halbmond und der Rote Kristall. Grafik / IFRC
Das Rote Kreuz, der Rote Halbmond und der Rote Kristall.

Im Jahr 2016 verwirklichten 190 nationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften weltweit durch ihre Arbeit die Grundsätze der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung.

Nationale Gesellschaften sind in ihrem Staat als freiwillige Hilfsgesellschaften ("auxiliaries to the public authorities") anerkannt. Als solche erfüllen sie ein breites Spektrum an humanitären Aufgaben im Katastrophenschutz sowie im Gesundheits- und Sozialwesen. Im Bedarfsfall arbeiten die Nationalen Gesellschaften beim Zivilschutz mit und unterstützen den Sanitätsdienst der Streitkräfte ihres Landes.

International leisten die Nationalen Gesellschaften in bewaffneten Konflikten und Katastrophensituationen humanitäre Hilfe. Außerdem fördern sie durch ein weltweites Suchdienst-Netzwerk die Familienzusammenführung.

Die besondere rechtliche Stellung des Deutschen Roten Kreuzes und seine aus den Genfer Abkommen und ihren Zusatzprotokollen resultierenden Aufgaben sind in Deutschland durch ein eigenes Gesetz geregelt, das sogenannte DRK-Gesetz.


  • Kampagnen der Bewegung

    Informieren Sie sich hier über Kampagnen und Aktionen der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung zu wichtigen Themen der humanitären Arbeit.
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