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Sudan: Spenden und Hilfsprojekte

Der bereits über zehn Jahre andauernde Konflikt im Darfur hat verheerende Folgen für die Bevölkerung im Sudan. Da Infrastruktur, Dörfer und Felder weitgehend zerstört sind, ist die Versorgung mit Trinkwasser und ausreichenden Sanitäranlagen in weiten Teilen der Region nicht gewährleistet.

Die schlechte Hygienesituation führt häufig zu vermeidbaren Krankheiten. Trotz der schwierigen Sicherheitslage ist das DRK seit über zehn Jahren durchgehend im Darfur präsent. Es ist seit mehr als 20 Jahren im Sudan tätig und arbeitet dabei eng mit seiner Schwestergesellschaft, dem Sudanesischen Roten Halbmond (SRCS), zusammen.

 


Wasserversorgung und Hygiene

Die Folgen des Konflikts in Darfur sind neben wirtschaftlichen Schäden wie zerstörten Häusern, verwüsteten Feldern und beschädigter Infrastruktur großes menschliches Leid.

So mussten unzählige Menschen als Binnenvertriebene ihr Zuhause verlassen. Die vornehmlich von Oktober bis März herrschende Trockenheit verschlechtert die ohnehin mangelnde Versorgung mit Trinkwasser.

Unzureichende Hygienebedingungen führen häufig zu vermeidbaren Krankheiten, da ein Großteil der Basisinfrastruktur – u.a. angemessene Wasser- und Sanitärversorgung – im Konflikt zerstört wurde. Weiterhin werden die Siedlungen und deren Einwohner und Versorgungssysteme auch von stetigen Überschwemmungen gefährdet.

Die Probleme beziehen sich jedoch nicht nur auf kleine Siedlungen. In El Fasher, der Hauptstadt des sudanesischen Bundesstaats Darfur, suchen anhaltend Menschen aus ländlichen Gebieten Arbeit und Vertriebene aus den Konfliktregionen Darfurs eine neue Heimat. Die Stadt ist mit der Versorgung der vielen neuen Einwohner jedoch ebenfalls überfordert – besonders in den Außenbezirken. Das DRK unterstützt auch hier den Sudanesischen Roten Halbmond dabei, die Trinkwasser- und Sanitärversorgung sowie die Hygiene zu verbessern.

Zugang zum Wasser schaffen

Das DRK sammelt Spenden - Südsudan Juozas Cernius/ IFRC

Viele Menschen haben keinen Zugang zu Latrinen oder wissen nicht, wie diese zu nutzen und instand zu halten sind. Die Unterstützungsmaßnahmen haben u. a. zum Ziel, in Dörfern, Siedlungen und der Hauptstadt El Fasher die Versorgung mit Trinkwasser und Latrinen sicherzustellen und die Wasserqualität und Hygienesituation zu verbessern.
Wir binden Schulen, Haushalte und ganze Siedlungen in unser Projekt ein: Eine zentrale Rolle spielen dabei auch die Freiwilligen des SRCS aus den umliegenden Gemeinden. Sie führen in den Dörfern und Schulen Trainings für zukünftige Wasserkomitees durch, die sich um die langfristige Instandhaltung der Wasserversorgung kümmern.

Daneben werden von Handwerkern aus der Region Wasserstellen repariert und umzäunt, um der Verschmutzung durch Tiere vorzubeugen. Ferner werden die Handwerker im Latrinenbau ausgebildet und errichten Latrinen und Wasserreservoirs für Schulen und besonders bedürftige Haushalte.

Von Januar 2014 bis Januar 2015 wurde bereits sehr erfolgreich ein Projekt zur Verbesserung der Trinkwasser- und Hygienesituation in der Region Mellit im Nord-Darfur mit Mitteln der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) umgesetzt.
Die Unterstützungsmaßnahmen werden in weiteren Dörfern fortgeführt, wobei u. a. auch Schulen mit je sechs Latrinen für Schüler und Lehrer versorgt werden. Um in den Schulen neben der Sanitär- auch die Wasserversorgung sicher zu stellen, werden dort auch Wasserreservoire gebaut.

Ferner werden besonders bedürftige Haushalte, etwa alleinstehende Frauen und ältere Menschen, mit Materialien und Expertise beim Eigenbau von Haushaltslatrinen unterstützt. Schulen erhalten neben den Latrinen zusätzlich auch Handwascheinrichtungen mit Seife und Putzmittel.
Der Aufbau und die Schulung von Wasserkomitees in den Dörfern soll dazu dienen, dass die Gemeinden auch nach Ende der Projektlaufzeit in der Lage sind, die Latrinen und Wasserstellen vor Verschmutzung zu schützen und instand zu halten.

Sensibilisierung für Hygienepraktiken

Spenden Sudan - Verbesserung der Hygiene durch Schulungen und Workshops

Schlechte hygienische Bedingungen erhöhen das Risiko vermeidbarer Krankheiten, insbesondere für Kinder. Im Projekt wollen wir die Bevölkerung für Hygienepraktiken sensibilisieren, um in den betroffenen Gemeinden bessere Gesundheitsstandards zu erreichen. Der Fokus liegt dabei auf Trainings- und Sensibilisierungsmaßnahmen zu Hygienethemen, an denen Mitarbeiter und Freiwillige des Sudanesischen Roten Halbmondes, aber auch die Bevölkerung teilnehmen.

Die Hygieneberater zeigen dabei, wie man sich durch einfache Hygieneregeln vor Krankheiten schützen kann – etwa wie man sich gründlich die Hände wäscht oder die für viele Betroffenen ungewohnten Latrinen nutzt.
Die Hygieneberater besuchen die Bevölkerung zuhause und führen Aufklärungskampagnen durch. Mit dem erworbenen Wissen können sich die Einwohner besser vor Infektionen schützen – im Alltag und besonders im Katastrophenfall kann das Leben retten.

Zusätzlich gibt es Schulungen für Lehrer und speziell angepasste Trainings für Schüler in 26 Schulen im Projektgebiet. Die Aufgabe der jeweils ausgebildeten Mitarbeiter, Freiwilligen, Lehrer und Schüler ist es dann, ihr Wissen an ihre Gemeindemitglieder sowie Familien weiterzugeben und so das Bewusstsein in der Bevölkerung zu erhöhen.

Neben den Schulungen unterstützen wir auch bei der Durchführung der Hygienemaßnahmen und gehen mit gutem Beispiel voran. So sorgen wir u. a. allein in El Fasher dafür, dass mehr als 25.000 Menschen regelmäßig ihren Müll entsorgen können und somit der Verbreitung von Ungeziefer und Krankheitserregern aktiv vorbeugen.

Katastrophenvorsorge für Überschwemmungen

Hilfe beim Schutz vor Überschwemmungen im Sudan

Neben der Mangelversorgung – sei es mit Trinkwasser, sanitären Anlagen oder Gesundheitseinrichtungen – sind einige Siedlungen immer wieder von Überschwemmungen betroffen.
Die daraus folgenden Schäden und Erkrankungen der Menschen belasten diese zusätzlich. In sieben Siedlungen in den Außenbezirken der Stadt setzt sich das DRK deshalb für eine bessere Hygiene, Wasserversorgung und Katastrophenvorsorge ein, um vor allem die bedürftigen Binnenvertriebenen und die vom Land zugezogenen Menschen zu stärken.

Die Einwohner der Siedlungen, die wiederholt von Überschwemmungen betroffen sind, unterstützen wir dabei, sich besser für den Notfall zu wappnen, so dass Schäden geringer ausfallen. In Schulungen lernen sie zum Beispiel, Gefahren rechtzeitig zu erkennen und sich selbst sowie ihr Hab und Gut angemessen zu schützen.

Dazu werden mit den Haushalten der Siedlungen Risikoanalysen durchgeführt und Notfallpläne erstellt. Im Bedarfsfall erhalten 500 Haushalte Notfallkits bestehend aus Hilfsgütern wie Moskitonetzen, Planen und Decken.

Maßnahmen des Roten Kreuzes vor Ort im Überblick

  • Kurse/Training von Rotkreuz-Gemeindevolontären in Hygienepromotion
  • Hygieneaufklärung in gezielten Gemeinden und Haushalten
  • Erarbeitung von Lehr- und Aufklärungsmaterialien für die freiwilligen Helfer und Gemeindemitglieder
  • Verteilung von Hygiene-Kits und Geräten zum Toilettenbau
  • Ausbildung von Rotkreuz-Volontären in den Gemeinden
  • Ausbildung von Projektmitarbeitern durch Anleitung und der Teilnahme an Hygienepromotion-Seminaren und Erste-Hilfe-Kursen
  • Errichtung von Latrinen und Handwascheinrichtungen
  • Unterstützung bei der Katastrophenvorsorge in überschwemmungsgefährdeten Siedlungen

 


Gesundheitsversorgung und Ernährungshilfe

Aufgrund zerstörter Infrastruktur, fehlendem medizinischen Fachpersonal und der schwierigen Sicherheitslage hat die ländliche Bevölkerung kaum Zugang zur Gesundheitsversorgung. Mangel- und Unterernährung stellen darüber hinaus erhebliche Gesundheitsrisiken dar.

Das DRK ist bereits seit über 20 Jahren im Sudan tätig und arbeitet eng mit seiner Schwesterorganisation, dem Sudanesischen Roten Halbmond, zusammen. Im Darfur ist das DRK trotz der schwierigen Sicherheitslage seit über zehn Jahren mit Projekten zu Gesundheitsversorgung und Ernährungssicherung präsent.

Medizinische Grundversorgung sicherstellen, Mangelernährung vorbeugen

Spenden im Südsudan ermöglichen verbesserte medizinische Versorgung

Insgesamt elf lokale Gesundheitsstationen ermöglichen, dass die Bevölkerung der umliegenden Dörfer erreicht werden kann.
Das DRK unterstützt die Gesundheitsversorgung in der Region unter anderem mit der Ausstattung der Gesundheitsstationen, mit Medikamenten sowie der Aus- und Weiterbildung des medizinischen Personals.

Neben der Behandlung von akut Erkrankten sind auch Impfprogramme und die umfassende Betreuung von Schwangeren ein wichtiger Bestandteil der medizinischen Arbeit. Um Krankheiten und Mangelernährung zu verhindern, und Hygiene und ausgewogene Ernährung zu fördern, werden Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagnen durchgeführt.
Dabei spielen insbesondere lokale Dorf-Gesundheitskomitees eine wichtige Rolle, die von den Freiwilligen des Sudanesischen Roten Halbmonds entsprechend geschult werden.

So können Krankheitsausbrüche und Nahrungsmittelengpässe frühzeitig erkannt werden. Die Freiwilligen des SRCS untersuchen darüber hinaus regelmäßig Kleinkinder auf Anzeichen von Unterernährung und sorgen bei betroffenen Kindern für die entsprechende weitere Versorgung.

Interview mit Hannelore Schnelzer, der ehemaligen DRK-Büroleiterin im Sudan
Über die medizinische Grundversorgung im Sudan und die Arbeit des DRK spricht Hannelore Schnelzer, ehemalige Büroleiterin des DRK im Sudan.

Gesundheit von Frauen und Kindern

Bessere Versorgung durch Spenden im Südsudan

Ein Indikator für die besorgniserregende Situation im Sudan ist beispielsweise die hohe Kindersterblichkeit. So werden nur 121 von eintausend geborenen Säuglingen ihren fünften Geburtstag feiern können.

Die Unterstützungen richten ihren Fokus deswegen auch besonders auf die Gesundheit von Frauen und Kindern. Speziell Frauen werden ermutigt positive gesundheitsfördernde Verhaltensänderungen vorzunehmen.

Das Ziel ist, den Dorfgemeindemitgliedern Informationen zum verbesserten Hygienemanagement zu vermitteln, die dann in der Gemeinde von den Dorfbewohnern entsprechend angewendet werden.
Durch Anleitung und aktive Teilnahme der Erarbeitungsschritte der verschiedenen Stufen der Projektimplementierung durch die Dorfbewohner selbst, kann das Vertrauen der Bevölkerung und somit die Nachhaltigkeit gestärkt werden.

Kampf gegen Cholera

Über 3100 Cholera-Fälle sind im Südsudan inzwischen bekannt, 70 Menschen sind zu Tode gekommen. Neben Juba gilt Torit als eines der Zentren des Cholera-Ausbruchs. Besonders wichtig ist es, die Bevölkerung mit sauberem Wasser zu versorgen und über präventive Maßnahmen aufzuklären, um eine weitere Ausbreitung der Cholera einzudämmen. Das Deutsche Rote Kreuz unterstützt einen internationalen Rot-Kreuz-Einsatz zur Bekämpfung des aktuellen Cholera-Ausbruchs.

Die DRK-Mitarbeiter sind Teil eines insgesamt rund 30-köpfigen internationalen Teams. Sie unterstützen den Betrieb einer leistungsstarken Trinkwasseraufbereitungsanlage in der Stadt Torit, südöstlich der Hauptstadt Juba. Mit dieser Anlage können rund 600.000 Liter Wasser für bis zu 40.000 Menschen am Tag gewonnen werden.

Zusätzlich verteilen die DRK-Mitarbeiter Hilfsgüter zur Trinkwasseraufbereitung in den einzelnen Haushalten, errichten Latrinen und klären die Bevölkerung über präventive Hygienemaßnahmen auf, um die weitere Ausbreitung der Cholera zu stoppen.

 


Landwirtschaft im Klimawandel

Die Menschen im Osten des Sudan sind stark von den Folgen des Klimawandels betroffen. Darunter leiden ihre landwirtschaftlichen Erträge und das Haupteinkommen ihrer Familien gerät somit unter Druck, denn Alternativen zur Landwirtschaft sind im Sudan rar gesät.

Seit einigen Jahren kommt es z. B. in Kassala im Osten des Sudans häufiger zu langanhaltenden Dürreperioden, die unter anderem auf den Klimawandel zurückzuführen sind. Die sinkenden Ernteerträge bedrohen auch hier die ansässigen Kleinbauern in ihrer Existenz. Auch führt die oftmals einseitige Ernährung zu Mangelerscheinungen und Unterernährung, vor allem Kinder sind betroffen.

Das DRK und der Sudanesische Rote Halbmond unterstützen die Bevölkerung dabei, ihre landwirtschaftliche Produktion an den Klimawandel anzupassen.

Ernährungssituation verbessern, lokale Strukturen stärken

Die Spenden für Südsudan verbessern die Ernährungssituation erheblich

Lange Zeit konnten sich die Bauern im Sudan auf regelmäßige Regenfälle verlassen, die für ertragreiche Ernten sorgten. Dieser Zustand gehört jedoch leider der Vergangenheit an.

Die Niederschläge kommen meist verspätet, dazu regnet es in kleineren Zeitabständen nunmehr wesentlich stärker als bisher, so dass die ausgebrachte Saat zum Teil weggespült wird. Die Kosten für die Produktion sind dadurch deutlich angestiegen. Viele Bauern haben jedoch kaum noch die Möglichkeit, sich hochwertiges Saatgut und Dünger zu kaufen, ohne dass sie sich dabei verschulden.

Problematisch ist in diesem Zusammenhang auch die sehr einseitige Ernährung der Familien, in denen vor allem Kinder an Mangel- und Unterernährung leiden. Um eine ausgewogenere Ernährung der Zielgruppen zu ermöglichen, werden die Haushalte beim Anlegen von Gemüsegärten angeleitet und unterstützt.

So erhalten sie Saatgut für verschiedene Kräuter- und Gemüsesorten und das notwendige Werkzeug für sie Aussaat und Ernte. Um auch in der Trockenzeit ausreichend frisches Gemüse ernten zu können, werden in den Gemeinden einfache Anlagen zur Speicherung von Regenwasser errichtet, um so jederzeit für genug Wasser für den Gemüseanbau zu sorgen.

In praktischen Übungen erprobt das Projektteam mit den Familien die Zubereitung von Gemüse. Durch diese Maßnahmen sollen Mangel- und Unterernährung reduziert und die Ernährungssituation der Bevölkerung verbessert werden.

Die Trainings in den Zielgemeinden erfolgen mit der Unterstützung von Freiwilligen des SRCS, die aus den Gemeinden stammen, sowie eines neu gegründeten Dorf-Projektkomitees. Die Freiwilligen und Vertreter des Dorf-Projektkomitees erhalten regelmäßig die Möglichkeit, an praxisorientierten Weiterbildungen teilzunehmen.

Das erlernte Wissen und Können wird so während der Projektlaufzeit an die Gemeinden weitergeben und bleibt auch über das Projektende hinaus in den Gemeinden erhalten.

Kleinbauern erweitern ihr Wissen und ihre Kapazitäten

Schulungen für Landwirtschaft als Hilfe im Sudan DRK

Wir unterstützen u. a. 800 Haushalte in vier Gemeinden des Bezirks Rural Kassala, deren Lebensunterhalt besonders abhängig von der kleinbäuerlichen Landwirtschaft ist. In sogenannten Farmer Field Schools – landwirtschaftliche Feldschulen – erproben die Teilnehmer gemeinsam mit dem Projektteam verbesserte Anbaumethoden und die Aussaat dürreresistenter Getreidesorten. Die Familien lernen für eine ausgewogene Ernährung Gemüse anzubauen.

Viele Haushalte schließen sich zu Kooperativen zusammen und bewirtschaften gemeinsam ihre Gemüsegärten. Besonders bedürftige Haushalte erhalten Werkzeug und Saatgut, um ihre Ernteerträge zu verbessern.

Einzelne Familienmitglieder werden als Freiwillige des Sudanesischen Roten Halbmonds ausgebildet. In Schulungen lernen sie Lebensmittel sicher und richtig zu lagern, sauber zu verarbeiten und zu kochen. 

Sie vermitteln ihre neu erlangten Kenntnisse nicht nur während des Projekts, sondern auch darüber hinaus und längerfristig in ihren Gemeinden. Zusätzlich wird in jedem der Dörfer ein Projektkomitee aufgebaut, das die Gemeindemitglieder für Projektaktivitäten mobilisiert und mit ihnen gemeinsam Ernährungspläne entwickelt, um zukünftige Nahrungsengpässe zu verhindern.

Spenden helfen in den Krisenzeiten

Im Januar 2016 hat das Deutsche Rote Kreuz den 800 Haushalten in Kassala einmalig Bargeld zur Verfügung gestellt, um während einer besonders schweren, vom Klimaphänomen El Niño verursachten Dürre Hilfe bei den Einkommensverlusten zu leisten, und die Menschen dabei zu unterstützen, die Krisenzeit zu überbrücken.

Vorab erarbeitete das Projektteam mit den Familien verschiedene Möglichkeiten, das Geld mit nachhaltigem Nutzen für die Haushalte zu investieren und zur Verbesserung ihrer Ernährungslage einzusetzen.

 


Unterstützung von Flüchtlingen

Konflikte, Armut und Klimaextreme: Die Menschen in vielen Teilen Sudans kämpfen mit großen Problemen, mehr als 5 Millionen Einwohner sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Trotz der Not nimmt das Land nach wie vor viele Flüchtlinge auf – aus Eritrea, Äthiopien oder Somalia – und gelangt bei der Versorgung der Menschen an seine Grenzen.

Deshalb unterstützen das DRK und der Sudanesische Rote Halbmond die Bewohner von drei Flüchtlingscamps sowie die lokale Bevölkerung dabei, ihre Sanitär- und Hygienesituation zu verbessern. Darüber hinaus ermöglichen wir die medizinische Versorgung in zwei Erstaufnahmezentren.

Mehr als 160.000 Flüchtlinge im Osten des Sudans

Sudan Flüchtlinge werden geschult um die Hygienesituation im Sudan zu verbessern

Im Osten des Landes ist die humanitäre Lage besonders schwierig: Laut UNHCR befinden sich derzeit rund 167.000 Flüchtlinge im Ostsudan, der Großteil von ihnen im Bundesstaat Kassala. Die Mehrzahl der geflüchteten Menschen leben in abgeschiedenen Camps.
Dort teilen sie sich die kargen Ressourcen mit den Bewohnern der umliegenden Dörfer. In den Camps, aber in auch den Gastgemeinden sind die hygienischen und gesundheitlichen Verhältnisse äußerst kritisch – nahezu jede Familie ist regelmäßig von Haut- und Durchfallerkrankungen sowie Augenentzündungen betroffen.

Um die Hygienesituation und ihre Gesundheit zu verbessern unterstützen das DRK und der Sudanesische Rote Halbmond die Bewohner der drei Flüchtlingslager Shagarab, Abuda und Umgargour sowie der anliegenden Gemeinden. So stellen wir bedürftigen Familien Material zum Bau von Latrinen bereit und beraten sie  bei der Umsetzung. Auch für die Wartung erhalten die Menschen Schulungen. 

Weil es keine funktionierende Abfallentsorgung gibt, haben sich in der Vergangenheit Insekten und Schädlinge als Krankheitsüberträger vermehrt. Um das einzudämmen, stellen wir Werkzeuge zur Müllbeseitigung bereit und unterstützen die Bewohner dabei, die Insekten zu bekämpfen.

Erste-Hilfe-Stationen in Erstaufnahmezentren

Der Flüchtlingsstrom in den Sudan reißt nicht ab. Deshalb gibt es Aufnahmezentren an der Grenze, in denen die Flüchtlinge registriert und dann weiterverteilt werden. Dort erhalten die Neuankömmlinge eine Grundversorgung, etwa mit Wasser und Nahrung.

Doch es gibt keine medizinische Hilfe, obwohl viele Flüchtlinge Wunden haben oder verletzt sind. Um gesundheitlichen Komplikationen vorzubeugen errichten wir in den Aufnahmezentren Hamdayeb und Garguf Erste-Hilfe-Stationen und statten diese aus. Freiwillige erhalten Erste-Hilfe-Schulungen, um die Verletzten erstversorgen zu können. Auch die ansässige Bevölkerung findet dort medizinische Unterstützung.

 


Hilfe im Sudan: Auszug aktueller und erfolgreich umgesetzter Projekte

Hannelore Schnelzer, ehemalige Büroleiterin des DRK im Sudan, beschreibt die Gesundheitsprojekte im Sudan: Zum Interview

 

Bessere Hygiene in El Fasher

Region: Stadt El Fasher, Nord-Darfur
Projektvolumen:  1.000.000 Euro
Finanzierung: Auswärtiges Amt und Spenden
Partner: Sudanesischer Roter Halbmond (SRCS)

Verbesserung der Gesundheit von Frauen und Kindern

Region: Western Equatoria, Greater Mundri
Projektvolumen: 120.000 Euro
Finanzierung: Spenden
Partner: Südsudanesisches Rotes Kreuz (SRCS)

Verbesserung von Trinkwasser und Hygiene

Region: Sudan, Nord-Darfur
Projektvolumen: 200.000 Euro
Finanzierung: Regionalfonds zur Förderung der Zivilgesellschaft in Somalia und Sudan (GIZ im Auftrag des BMZ)
Partner: Sudanesischer Roter Halbmond (SRCS)

Anpassung der Landwirtschaft an den Klimawandel

Region: Kassala, Sudan
Projektvolumen: 650.000 Euro
Finanzierung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und Spenden
Partner: Sudanesischer Roter Halbmond (SRCS)

Medizinische Grundversorgung und Ernährungshilfe

Region: Mellit, Nord-Darfur
Projektvolumen: 350.000 Euro
Finanzierung: Generaldirektion für Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO), Spenden
Partner: Sudanesischer Roter Halbmond (SRCS)

Stärkung der Landwirtschaft

Region: Gedaref, Sudan
Projektvolumen: 1.111.111 Euro
Finanzierung: EU, Spenden
Partner: Sudanesischer Roter Halbmond (SRCS)

Ausbau der Sanitärversorgung im Nord-Darfur

Region: Sudan, Nord-Darfur; Mellit
Projektvolumen: 100.000 €
Finanzierung: DRK, Spenden
Partner: Sudanesischer Roter Halbmond (SRCS)

Bessere Hygiene für Flüchtlinge und Gemeinden

Region: Girba, Kassala, Sudan
Projektvolumen: 840.000 Euro
Finanzierung: Auswärtiges Amt und Spenden 
Partner: Sudanesischer Roter Halbmond (SRCS)


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