Frau und Tochter mit Hlfsgütern auf den Philippinen

Katastrophenschutz auf den Philippinen

Die Philippinen sind eines der am stärksten von Naturkatastrophen betroffenen Länder weltweit. Jedes Jahr sind die Menschen dort mit extremen Situationen wie Taifunen, Flutwellen und Erdrutschen konfrontiert. Das hohe Katastrophenrisiko verschärft sich durch die Folgen des Klimawandels. Das DRK unterstützt mit Projekten zur Katastrophenvorsorge und Klimaanpassung, um langfristig die Lebensgrundlagen der Menschen zu schützen. 

Nothilfe, Wiederaufbau, nachhaltige Zusammenarbeit

Die anhaltende Gefahr durch Naturkatastrophen bedroht die Unversehrtheit und Existenzgrundlagen der Bevölkerung massiv. Das Deutsche Rote Kreuz und das Philippinische Rote Kreuz arbeiten daher eng mit den gefährdeten Gemeinden zusammen, um direkt vor Ort im Katastrophenfall schnelle Nothilfe zu leisten, den Wiederaufbau zu unterstützen und vorsorglich einen wirksamen Katastrophenschutz einzurichten. Es ist das Ziel unserer Zusammenarbeit, durch eine verbesserte Anpassung an Klimaveränderungen langfristig sichere Lebensperspektiven für die Menschen auf den Philippinen zu schaffen. 

Mitarbeiter des Philippinischen Roten Kreuzes im Einsatz auf den Phlippinen

Katastrophenvorsorge

Mit Soforthilfe in akuten Krisen und langfristigen Projekten zur Katastrophenvorsorge und Klimaanpassung leistet das DRK - in Zusammenarbeit mit dem Philippinischen Roten Kreuz und in Kooperation mit der Regierung und anderen relevanten Akteuren - einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung des Katastrophenschutzes und zur Stärkung der Resilienz in den Gemeinden gegenüber Naturkatastrophen. Dabei unterstützen wir insbesondere Menschen, die in abgelegenen oder von Krisen und Konflikten betroffenen Regionen leben. Langfristig tragen die Projekte zur Katastrophenvorsorge nicht nur dazu bei, Leben zu retten, sondern auch die Existenzgrundlagen zu sichern - gerade für Menschen, die von Landwirtschaft und Fischerei leben. 

Zusammenarbeit des DRK mit dem Philippinischen Roten Kreuz

Seit 2008 unterstützt das DRK die humanitäre Hilfe des Philippinischen Roten Kreuzes im Bereich Katastrophenschutz.

Soforthilfe nach starkem Erdbeben

Am 08. Juni 2026 erschütterte ein starkes Erdbeben die Provinz Sarangani (Mindanao). Über 100 Menschen verloren ihr Leben und mehr als 1.300 Menschen wurden verletzt. 

Das Erdbeben verursachte massive Schäden an Gebäuden und Verkehrswegen. Insgesamt mussten rund 90.000 Menschen aus teils schwer zugänglichen Regionen evakuiert werden. 

Das Philippinische Rote Kreuz war unmittelbar nach dem Erdbeben im Katastropheneinsatz und unterstütze die Menschen vor Ort mit medizinischer Erstversorgung, Nahrungsmitteln, Trinkwasser und Notunterkünften. 

Soforthilfe des DRK 

Das DRK unterstützt den Einsatz des Philippinsiche Rote Kreuzes für 4.000 Menschen in folgenden Bereichen: 

  • Bereitstellung von Hilfsgütern
  • Bargeldhilfen zur Deckung grundlegender Bedarfe
  • Unterstützung der Hilfslogistik 
  • Finanzierung von Personal- und Freiwilligenkosten des PRC 

Projektdaten

Region: Philippinen, Mindanao
Laufzeit: 01.07. – 31.12.2026
Finanzierung: Auswärtiges Amt 
Volumen: 157.500 €
Partner: Philippinisches Rotes Kreuz

Projekte auf den Philippinen

Vorausschauende humanitäre Hilfe

Das Projekt fördert das antizipative Handeln im Kontext von Krisen und Katastrophen: Es trägt dazu bei, dass Gemeinden und lokale Akteure auf der Grundlage von Frühwarnungen bereits vor dem Eintreten einer vorhersehbaren Katastrophe aktiv werden. Dadurch können Menschen frühzeitig geschützt und Schäden reduziert werden. Langfristig wird so die Widerstandsfähigkeit der Bevölkerung gegenüber den Folgen von Katastrophen gestärkt.  Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auch auf abgelegenen Regionen sowie den von Konflikten betroffenen Gebieten in Mindanao. 

  • Verbesserung und Verknüpfung von Frühwarn- und Vorsorgeplänen gemeinsam mit staatlichen Stellen, lokalen Behörden und Gemeinden
  • Trainings zum antizipativen Handeln im Katastrophenfall auf mehreren Ebenen (staatlich – lokal)
  • Aufklärungskampagnen für die Bevölkerung und Ausbildung von Response-Teams
  • Erarbeitung von Aktionsplänen, Trainings und Simulationsübungen in Gemeinden

Das Projekt

Institutionalisierung der vorausschauenden humanitären Hilfe auf den Philippinen, mit Fokus auf Lokalisierung und Anwendung in fragilen- und Konfliktgebieten 

Region

Philippinen, Mindanao

Laufzeit

2026 - 2028

Finanzierung

Auswärtiges Amt, DRK / Spenden

Projektvolumen 

450.000 €

Partner

Philippinisches Rotes Kreuz (PRK)

Stärkung der Resilienz

Das Projekt „Narra – Roots to Resilience“ stärkt die Widerstandsfähigkeit von Gemeinden in den Provinzen Tarlac und Eastern Samar. Im Zentrum steht die Zusammenarbeit zwischen lokalen Behörden, zivilgesellschaftlichen Organisationen und den Gemeinden. Gemeinsam entwickeln sie Lösungen, um Katastrophenrisiken zu verringern und sich besser an den Klimawandel anzupassen.

Ein Schwerpunkt liegt auf klimaangepassten und nachhaltigen Lebensgrundlagen. Bauern- und Fischergruppen erhalten Wissen, Schulungen und fortlaufende Unterstützung, um ihre Produktion den klimatischen Bedingungen gegenüber widerstandsfähiger zu gestalten. Dabei kommen u.a. naturbasierte Lösungen wie Aufforstung, Bodenschutz und nachhaltige Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen zum Einsatz. Auch kleine finanzielle Förderungen helfen lokalen Initiativen bei der Umsetzung.

Informationsveranstaltung des Philippinischen Roten Kreuzes

Gleichzeitig werden Gemeinden besser auf Taifune, Überschwemmungen und andere schnell eintretende Katastrophen vorbereitet: Risiken werden analysiert, lokale Notfall- und Vorsorgepläne optimiert und konkrete Schutzmaßnahmen umgesetzt. Ausgebildete Freiwillige des PRK unterstützen die Gemeinden dabei und tragen das Wissen direkt vor Ort weiter.

Das Projekt erreicht rund 20.500 Menschen in neun Gemeinden. Durch die Stärkung von Netzwerken zwischen lokalen Behörden und zivilgesellschaftlichen Organisationen werden Wissen, Erfahrungen und gemeinsame Lösungen zudem in einem größeren Rahmen verankert. So entstehen langfristig Strukturen, die Gemeinden helfen, sich selbst besser vor den Folgen von Katastrophen zu schützen.

Das Projekt

Stärkung der Resilienz der Gemeinden durch die Vernetzung zivilgesellschaftlicher Organisationen sowie Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge

Region

Philippinen, Tarlac und Eastern Samar
 

Laufzeit

01.02.2025 – 31.01.2028 

Finanzierung

Europäische Union, DRK / Spenden

Projektvolumen 

1.038.557 €

Partner

Philippinisches Rotes Kreuz

Abgeschlossene Projekte

Umsetzung eines integrativen gemeindegestützten Katastrophenrisikomanagements

Region: Nord-Luzon
Laufzeit: 2020 - 2022
Finanzierung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, DRK / Spenden
Volumen: 1.759.735 €
Partner: Philippinisches Rotes Kreuz 

Stärkung des Katastrophenschutzes in besonders vulnerablen Gemeinden in Konfliktregionen

Region: Lanao del Norte, Illigan und Lanao del Sur; Provinz Mindanao
Laufzeit: 11/2019 - 10/2022
Finanzierung: Auswärtiges Amt, DRK / Spenden
Volumen: 1.038.557 €
Partner: Philippinisches Rotes Kreuz

Hilfe konkret vor Ort

Philippinische Freiwillige laufen mit Rotkreuzregenschirmen

Erstellung von Karten: Daten, die Leben retten können

Die Philippinen sind oft von verheerenden Naturkatastrophen betroffen. Dank der Missing-Maps-Initiative arbeiten Ehrenamtliche gemeinsam an besseren Frühwarn- und Katastrophenschutzmaßnahmen.

Helferpärchen auf den Philippinen in Hütte

„Ich möchte unser Haus so umbauen, dass wir dort für immer bleiben können“

Rund drei Monate nachdem die Super-Taifune Goni und Vamco über die Philippinen hinwegfegten, sind Millionen betroffene Menschen beim Wiederaufbau ihrer Existenz. Goni, der weltweit heftigste Sturm des Jahres 2020, zerstörte am 1. November zum Beispiel Ackerland sowie Ernten und traf die Fischereiindustrie. Dennoch sind Millionen Menschen glücklich, dass sie überlebt haben, sie glauben an einen Neuanfang.

Wie wir helfen

Regale, Hilfsgüter und DRKler mit Gabelstapler

Im Katastrophen- und Krisenfall läuft beim DRK ein technisches und organisatorisches Uhrwerk an, das durch lange Erfahrung und in vielen Einsätzen perfektioniert wurde.

Kinder schützen ihre Köpfe mit Schulheften

Mit Projekten zur Katastrophenvorsorge setzt sich das DRK für eine Verbesserung der Widerstandsfähigkeit betroffener Bevölkerungsgruppen in Katastrophengebieten ein.

Drei Frauen legen Gemüsegarten im Südsudan an

Krisen und Extremwetter gefährden oder zerstören die Existenzgrundlagen vieler Menschen weltweit. Das DRK unterstützt die betroffene Bevölkerung dabei, ihre Lebensgrundlagen wiederherzustellen, zu sichern und nachhaltig zu stärken.

Regale, Hilfsgüter und DRKler mit Gabelstapler

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Hilfe nach den Taifunen Haiyan und Melor

Die Philippinen wurden in den letzten Jahren von einer Reihe schwerer Unwetterkatastrophen heimgesucht. Insbesondere Taifun Haiyan hinterließ 2013 eine Schneide der Verwüstung und traf die Bevölkerung der Inselgruppe Visayas hart.

Nach dem Taifun haben wir Nothilfe geleistet, die Grundversorgung gewährleistet, existentielle Lebensgrundlagen der Bevölkerung gesichert und zerstörte Infrastruktur wiederhergestellt.

Erhalten Sie einen genaueren Einblick in die humanitäre Hilfsleistung des DRK während und nach dem Taifun:

Philippinen: Hilfe nach Taifun „Haiyan“

Philippinen: Wiederaufbau nach Taifun Melor

Helfen Sie mit einer Spende für die Philippinen!

Die Menschen auf den Philippinen werden regelmäßig mit verheerenden Naturereignissen konfrontiert. Taifune und andere Katastrophen zerstören Lebensgrundlagen und verursachen unermessliches Leid. Doch mit der Hilfe von Spenden kann das DRK auf den Philippinen wichtige Katastrophenhilfe leisten.

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