Philippinen Hilfe: Helferinnen im Boot und Kind mit Hilfsgütern
Mollie Godinez/Philippines Red Cross; Pablo Reyes/IFRC
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Philippinen: Nothilfe und Katastrophenschutz

Die Philippinen sind eines der am stärksten von Naturkatastrophen betroffenen Länder weltweit. Jedes Jahr sind die Menschen dort mit fast allen Formen natürlicher Gefahren - wie Taifune, Flutwellen, Erdrutsche, Erdbeben, Vulkanausbrüche – konfrontiert. Das hohe Katastrophenrisiko verschärft sich durch die Folgen des Klimawandels.   

Nothilfe, Wiederaufbau, nachhaltige Zusammenarbeit

Die permanente Gefahr durch Naturkatastrophen bedroht die Unversehrtheit und Existenzgrundlagen der Bevölkerung massiv. Das Deutsche Rote Kreuz und das Philippinische Rote Kreuz arbeiten daher eng mit den gefährdeten Gemeinden zusammen, um direkt vor Ort im Katastrophenfall schnelle Nothilfe zu leisten, den Wiederaufbau zu unterstützen und vorsorglich einen besseren Katastrophenschutz einzurichten. Es ist das Ziel unserer Arbeit, den Menschen auf den Philippinen durch eine verbesserte Anpassung an Klimaveränderungen langfristig sichere Lebensperspektiven aufzuzeigen.

Situation auf den Philippinen

Der philippinische Archipel, bestehend aus 7.107 Inseln, ist aufgrund seiner Lage extrem anfällig für Naturgefahren. Der Klimawandel verstärkt das Katastrophenrisiko, insbesondere während der Regenzeit. Jährlich werden die Philippinen von etwa 20 Taifunen getroffen. Mindestens zehn Vulkane sind aktiv.

Die ständige Exposition der philippinischen Bevölkerung und besonders vulnerabler Gemeinden gegenüber Extremwettern bedroht deren Lebensgrundlagen und hemmt eine nachhaltige Entwicklung des Landes.

Das DRK ergreift in Zusammenarbeit mit dem Philippinischen Roten Kreuz und in Kooperation mit der Regierung und anderen relevanten Akteuren umfangreiche Maßnahmen zur Minderung des Katastrophenrisikos und zur Stärkung der Widerstandsfähigkeit der Menschen gegenüber Naturkatastrophen


Schwere Schäden nach Taifun Rai

Taifun Rai war am 16.12.2021 mit einer Windgeschwindigkeit von 195 Kilometern pro Stunde auf die Philippinen getroffen und hat eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Er riss Gebäude um, verursachte Sturzfluten und Erdrutsche. Der heftige Wirbelsturm traf die Inseln Bohol, Siargao, Mindanao sowie die Dinagat-Inseln und kostete über 375 Menschen das Leben. Über 50 Menschen werden noch vermisst.

2,4 Million Menschen sind von den Verwüstungen betroffen; schätzungsweise 684.000 mussten fliehen und ihre Häuser verlassen und 139.000 Häuser sind beschädigt worden. Die Infrastruktur ist massiv beschädigt: Strom- und Kommunikationsnetze wurden zerstört, die Wasserversorgung unterbrochen, Krankenhäuser und Flughäfen beschädigt.

4.500 Helferinnen und Helfer des Philippinischen Roten Kreuzes sind seit mehreren Tagen im Rettungseinsatz, versorgen Betroffene mit Trinkwasser, Lebensmitteln und medizinischer Hilfe. Das ganze Ausmaß der Zerstörung ist noch nicht erfasst, da der Zugang zu vielen Gebieten erschwert ist.

Das Philippinische Rote Kreuz und die Internationale Föderation vom Roten Kreuz (IFRC) benötigen dringend Unterstützung, um für 400.000 Menschen Nothilfe- und Wiederaufbau-Maßnahmen bereitstellen zu können.

Das DRK beteiligt sich an der Nothilfe zunächst mit 56.000 Euro, um den Betroffenen vor Ort schnellstmöglich in dieser schweren Krise zu helfen.

Seit Februar 2022 unterstützt das DRK mit einem vom Auswärtigen Amt geförderten Soforthilfe-Projekt (Projektsumme:  634.483 EUR) die besonders schwer von Taifun Rai betroffenen Regionen. Besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen werden mit lebensnotwendigen Gütern wie Hygieneartikeln, Moskitonetzen und Küchenutensilien versorgt.

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Hilfe zur Bewältigung der Corona-Krise

Insbesondere die Menschen in den ärmeren Regionen der Philippinen leiden unter den Folgen der Corona-Pandemie.

Die wirtschaftlichen Belastungen für den ärmsten Teil der philippinischen Bevölkerung aufgrund der strikten Corona-Maßnahmen sind enorm, die Impfquote in den abgelegenen Regionen noch sehr niedrig.

Die logistischen Herausforderungen der Impfkampagne sind auf dem Inselstaat sehr groß.

Mit einer Vielzahl von Aktivitäten unterstützt das DRK, in Zusammenarbeit mit dem Spanischen Roten Kreuz, das Philippinische Rote Kreuz vor Ort, um die Auswirkungen der Krise abzumildern.

Zum Projekt


Philippinen: Projekte zur Katastrophenvorsorge

Das Deutsche Rote Kreuz engagiert sich intensiv für die Katastrophenvorsorge auf den Philippinen und arbeitet gezielt an der Resilienz der Bevölkerung. Wir unterstützen besonders gefährdete Gemeinden, damit die Menschen sich vor Ort besser vor den wiederkehrenden Naturkatastrophen schützen und langfristig ihre Existenzgrundlagen sichern können.

 

Stärkung der Resilienz

Unser durch das Bundesentwicklungsministerium gefördertes Projekt zur Stärkung der Katastrophenvorsorge in der Region Nord-Luzon, dem katastrophenanfälligsten Gebiet des Landes, geht bereits in die dritte Phase. Durch ein umfangreiches Set an Hilfsmaßnahmen sollen die oft verheerenden Folgen für die dort lebenden Menschen gemindert werden, denn sie leiden zusätzlich unter Armut und sind in hohem Maße von Einkünften aus der Landwirtschaft abhängig. Langfristig tragen die Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge nicht nur dazu bei, Leben zu retten, sondern auch wirtschaftliche und ökologische Vermögenswerte zu erhalten.

  • Aufbau eines standardisierten Systems zur Katastrophenvorsorge in ausgewählten Gemeinden (auf der Grundlage des nationalen Katastrophenrisiko-Managements)
  • Erhöhung der Kapazitäten des Philippinischen Roten Kreuzes und Schulung von Freiwilligen
  • Ausbildung und Wissensverbreitung an Schulen
  • Vernetzung des Philippinischen Roten Kreuzes mit Regierungsinstitutionen und weiteren relevanten Akteuren 

Projektdaten

Befähigung des Philippinischen Roten Kreuzes, der Gemeinden und Regierungsstellen zur Konsolidierung und Umsetzung eines integrativen gemeindegestützten Katastrophenrisikomanagements

Region: Nord-Luzon
Laufzeit: 2020 bis 2022
Finanzierung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), DRK / Spenden
Projektvolumen: 1.759.735,89 Euro
Partner: Philippinisches Rotes Kreuz

Phase I und II des Projekts „Stärkung der Katastrophenvorsorge“, Region Nord-Luzon, Projekt BMZ, Philippinen

Phase I: Anpassung an den Klimawandel


Verbesserung des Katastrophenschutzes in Konfliktregionen

Mit einem durch das Auswärtige Amt geförderten Projekt zur Katastrophenvorsorge in der Provinz Mindanao hilft das DRK gemeinsam mit dem Philippinischen Roten Kreuz, die Widerstandsfähigkeit der einerseits durch bewaffnete Auseinandersetzungen und andererseits durch wiederkehrende Naturkatastrophen belasteten Bevölkerung zu stärken. Unsere Hilfsmaßnahmen konzentrieren sich auf die Verbesserung der Resilienz und Reaktionsfähigkeit besonders betroffener Gemeinden angesichts potenzieller Extremwetter. 

  • Katastrophenvorsorge-Trainings und Bereitstellung von Equipment für das Philippinische Rote Kreuz
  • Aufklärungskampagnen für die Bevölkerung und Ausbildung von Response-Teams
  • Schutzmaßnahmen in Gemeinden und Schulen 

Projektdaten

Stärkung des Katastrophenschutzes in besonders vulnerablen Gemeinden in Konfliktregionen

Region: Lanao del Norte, Illigan und Lanao del Sur; Provinz Mindanao
Laufzeit: 11/2019 bis 10/2022
Finanzierung: Auswärtiges Amt / Spenden
Projektvolumen: 1.038.557,19 Euro
Partner: Philippinisches Rotes Kreuz

 


Erdbeben-Simulation des Philippinischen Roten Kreuzes



Als Teil des Katastrophenvorsorge-Projekts, unterstützt durch das Auswärtige Amt, übte das Philippinische Rote Kreuz im Juli 2021 gemeinsam mit einem DRK-Mitarbeiter und wichtigen Partnerorganisationen den Ernstfall vor Ort.

Simuliert wurde unter anderem der Einsatz einer mobilen Sanitätseinheit für den Fall, dass ein großes Erdbeben eintritt – inmitten der COVID-19-Pandemie.


Hilfe nach Taifunen Haiyan und Melor

Die Philippinen wurden in den letzten Jahren von einer Reihe schwerer Unwetterkatastrophen heimgesucht. Insbesondere Taifun Haiyan hinterließ 2013 eine Schneide der Verwüstung und traf die Bevölkerung der Inselgruppe Visayas hart.

Nach dem Taifun haben wir Nothilfe geleistet, die Grundversorgung gewährleistet, existentielle Lebensgrundlagen der Bevölkerung gesichert und zerstörte Infrastruktur wiederhergestellt.

Erhalten Sie hier einen genaueren Einblick in die humanitäre Hilfsleistung des DRK während und nach dem Taifun:

Philippinen: Taifun Haiyan – Ihre Spenden sind angekommen

 

Im Jahr 2015 verwüstete Taifun Melor Teile der Inseln Samar und Sorsogon.

Gemeinsam mit dem Philippinischen Roten Kreuz und der Finanzierung durch die Generaldirektion Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz der Europäischen Kommission (ECHO) unterstütze das DRK den Neustart der Betroffenen mit Baumaterial, Unterkünften und Bargeldhilfen.

Philippinen: EU fördert Wiederaufbau nach Taifun Melor


Hilfe konkret: Beteiligte berichten von den Philippinen


Aktuelle DRK-Meldungen aus den Philippinen

Nach Taifun Rai: DRK unterstützt Hilfseinsatz  auf den Philippinen

Nach Taifun Rai: DRK unterstützt Hilfseinsatz auf den Philippinen

Berlin Auch Wochen nachdem Taifun „Rai“ (örtlich „Odette” genannt) große Verwüstungen in den Philippinen angerichtet hat, besteht immer noch enormer Bedarf an humanitärer Hilfe. Mehr als 8,3 Millionen… Weiterlesen

Taifun Rai ist am 16.12.2021 mit einer Windgeschwindigkeit von 195 Kilometern pro Stunde auf die Philippinen getroffen. Der heftige Wirbelsturm traf die Inseln Bohol, Siargao, Mindanao sowie die Dinagat-Inseln und kostete über 200 Menschen das Leben. Über 50 Menschen werden noch vermisst.

Internationale Nothilfe nach Taifun Rai auf den Philippinen

Berlin Am 16. Dezember traf Taifun „Rai“ (örtlich „Odette” genannt) auf den Südosten der Philippinen und verursachte auf seinem dreitägigen Weg durch das Land schwere Schäden. Der heftigste Wirbelsturm in… Weiterlesen

Philippinische Mutter mit Kind

Neu im Blog: Wiederaufbau auf den Philippinen

Philippinen Goni, der weltweit heftigste Sturm des Jahres 2020, zerstörte im November auf den Philippinen Häuser und Ernten. Millionen waren betroffen und benötigen nun Hilfe beim Wiederaufbau. Weiterlesen


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Die Menschen auf den Philippinen werden regelmäßig mit verheerenden Naturereignissen konfrontiert. Taifune und andere Katastrophen zerstören Lebensgrundlagen und verursachen unermessliches Leid. Doch mit der Hilfe von Spenden kann das Deutsche Rote Kreuz auf den Philippinen substantielle und nachhaltige Katastrophenhilfe leisten.

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