Deutsches Rotes Kreuz DRK, Gebaeude / Architektur / Immobilien, DRK Generalsekretariat Berlin Lichterfelde, ehemaliges Rittberg-, Aussenansichten, Rittberghaus, Rittberg-Haus, Eingang, Vorderansicht, Dämmerung, Mittelrisalit Joerg F. Mueller / DRK
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Das Präsidium

Das ehrenamtlich besetzte Präsidium des Bundesverbandes setzt verbandspolitische Ziele und führt Aufsicht über den Vorstand und die Verbandsgeschäftsführung Bund. Es ist für die strategische Ausrichtung des Deutschen Roten Kreuzes verantwortlich und fördert und koordiniert die Rotkreuzarbeit.

Zusammensetzung des Präsidiums

Das DRK-Präsidium Michael Handelmann
Gruppenaufnahme DRK-Präsidium am 01. Dezember 2017: 1. Reihe v.l.n.r. die Bundesleiterin der Wohlfahrts- und Sozialarbeit Ulrike Würth, DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt, Bundesarzt Prof. Dr. Peter Sefrin; 2. Reihe v.l.n.r. Bundesschatzmeister Dr. Norbert-C. Emmerich, Vertreter der Bergwacht Prof. Volker Lischke, die Generaloberin des Verbandes der Schwesternschaften Gabriele Müller-Stutzer, JRK-Bundesleiter Marcus Janßen; 3. Reihe v.l.n.r. Bundesbereitschaftsleiter Martin Bullermann, Vizepräsident Dr. Volkmar Schön, der Konventionsbeauftragte Eberhard Desch, Vizepräsidentin Donata Freifrau Schenck zu Schweinsberg (bis Juni 2018) in Berlin. Es fehlt der Vertreter der Wasserwacht im Präsidium, Andreas Geuther.

Das Präsidium besteht aus der Präsidentin, der Vizepräsidentin, dem Vizepräsidenten, dem Bundesarzt, dem Bundesschatzmeister, einem Vertreter jeder Gemeinschaft (Bereitschaften, Bergwacht, Jugendrotkreuz, Wasserwacht, Wohlfahrts- und Sozialarbeit), dem Bundeskonventionsbeauftragten sowie gegebenenfalls einem weiteren Mitglied, die von der Bundesversammlung für vier Jahre gewählt werden. Die Präsidentin des Verbandes der Schwesternschaften vom Deutschen Roten Kreuz e. V. wird kraft ihres Amtes automatisch Präsidiumsmitglied. Der Vorsitzende des Präsidialrates und der Vorsitzende des Vorstands nehmen an den Sitzungen des Präsidiums beratend teil.

Die Präsidentin ist die oberste Repräsentantin des Deutschen Roten Kreuzes. Sie setzt sich dafür ein, dass die Organe des DRK e. V. und die Mitgliedsverbände vertrauensvoll zusammenarbeiten und ihre Arbeit aufeinander abstimmen.

Die Amtszeit des Präsidiums beläuft sich auf vier Jahre; Wiederwahl ist möglich. Zur Beratung des Präsidiums in Fachfragen werden Ausschüsse der Gemeinschaften (Bereitschaften, Bergwacht, Jugendrotkreuz, Wasserwacht, Wohlfahrts- und Sozialarbeit) gebildet, in denen die Landesverbände vertreten sind. Aus ihren Reihen wird der Ausschuss Ehrenamtlicher Dienst gebildet, der die Interessen der Ehrenamtlichen gegenüber dem Präsidium vertritt. Weiterhin beruft das Präsidium zu seiner Beratung Fachausschüsse (z. B. Ausschuss Humanitäres Völkerrecht, Finanzausschuss, Rechtsausschuss).

Gerda Hasselfeldt

Gerada Hasselfeldt Michael Handelmann

Mit Gerda Hasselfeldt steht erstmals eine Frau an der Spitze des Deutschen Roten Kreuzes. Die DRK-Bundesversammlung wählte sie am 01. Dezember 2017 in Berlin einstimmig zur neuen Präsidentin. Die frühere Bundesministerin und ehemalige Bundestagsabgeordnete ist damit Nachfolgerin von Dr. Rudolf Seiters, der nach 14 Jahren aus dem Amt scheidet. „Ich freue mich sehr auf meine neue ehrenamtliche Aufgabe. Es ist mir eine Herzensangelegenheit, Menschen in Not zu helfen, ob in Deutschland oder in den vielen Krisen- und Katastrophenregionen der Welt. Immer mehr Menschen fliehen vor Krieg, Gewalt, Klimawandel, Hunger und Armut. Und auch wir in Deutschland müssen uns bei der Notfallversorgung der Bevölkerung auf neue Herausforderungen einstellen“, sagte die DRK-Präsidentin.

Die am 7. Juli 1950 in Straubing geborene Gerda Hasselfeldt war von 1989 bis 1991 Bundesministerin für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau sowie von 1991 bis 1992 Bundesgesundheitsministerin. Von 2005 bis 2011 bekleidete sie das Amt der Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, dem sie von 1987 bis zur Bundestagswahl im Herbst 2017 angehörte. Zuletzt war die Diplom-Volkswirtin Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag.

Dr. phil. Volkmar Schön

Dr. phil. Volkmar Schön

Der promovierte Archäologe Dr. Volkmar Schön gehört seit 1997 dem DRK-Präsidium an und ist seit 2006 Vizepräsident des Deutschen Roten Kreuzes. Schon 1971 wurde der gebürtige Hamburger Mitglied beim DRK und hat seitdem diverse Leitungs- und Führungsfunktionen in verschiedenen Rotkreuzgemeinschaften und Vorstandsebenen übernommen. Ein Jahr lang arbeitete Dr. Schön als Projektsachbearbeiter und Leiter der Leitungsgruppe Kurdenhilfe beim Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes. Von 2001 bis 2010 war er Chef der Senatskanzlei in Hamburg. Ein besonderes Anliegen ist Dr. Schön die Interkulturelle Öffnung des DRK und die Weiterentwicklung der Verbandsstrategie, insbesondere im Bereich des Ehrenamtes.

Prof. Dr. med. Peter Sefrin

Prof. Dr. med. Peter Sefrin

Der Anästhesist Prof. Dr. med. Peter Sefrin ist seit 2009 Bundesarzt beim Deutschen Roten Kreuz. Sefrin ist seit 1961 ehrenamtlich beim BRK tätig. Anfangs während des Medizinstudiums in der Jugendarbeit und dann bevorzugt im Bereich des Rettungsdienstes. Im wissenschaftlichen Bereich war er unter anderem Präsident der Deutschen Gesellschaft für Katastrophenmedizin. Bis zu seine Emeritierung leitete er die Sektion für präklinische Notfallmedizin der Universität Würzburg. Er ist Herausgeber des Buches Notfalltherapie und seit 1984 Schriftleiter der Zeitschrift "Der Notarzt - Notfallmedizinische Informationen". Die Arbeit des Roten Kreuzes ist ihm seit langem als Landesarzt des BRK bekannt, wobei sein Hauptaugenmerk auf der Ausbildung und Qualifikation liegt.

Dr. Norbert C. Emmerich

Dr. Norbert C. Emmerich

Der Betriebswirt Dr. Norbert C. Emmerich ist seit 2009 Bundesschatzmeister des Deutschen Roten Kreuzes. Zuvor war er Vorsitzender der DRK-Kreisverbände Lüdenscheid und Coesfeld sowie Landesschatzmeister beim DRK-Landesverband Westfalen-Lippe. Bis 2008 war der Wirtschaftswissenschaftler stellvertretender Vorsitzender des Vorstandes der WestLB AG. Mitglied beim DRK ist Dr. Emmerich schon seit 1987. "Mir ist es wichtig, bei einer international tätigen, politisch unabhängigen und überkonfessionellen Organisation mitzuarbeiten, die weltweit höchste Anerkennung hat", begründet Dr. Emmerich sein Engagement.

Martin Bullermann

Martin Bullermann

Nach 30 Jahren beim DRK, wurde Martin Bullermann in seinem ganz persönlichen Jubiläumsjahr zum Bundesbereitschaftsleiter gewählt. In sein Amt bringt der leidenschaftliche Laienschauspieler seine Erfahrungen aus 23 Jahren Bereitschaftsleitung und sieben Jahren Landesbereitschaftsleitung mit ein. In seiner neuen Position freut er sich vor allem auf die Arbeit an der strategischen Ausrichtung und die Wettbewerbe der Bereitschaften. Gerade hier hat er sich große Ziele gesteckt: er will die Strategie nach vier Jahren größtenteils umgesetzt sehen. Dabei wünscht er sich eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit, und dass die Zusammenarbeit zwischen den Gemeinschaften des Roten Kreuzes noch enger und einvernehmlicher wird. Seine Amtszeit sieht er ganz im Zeichen des Slogan: "Nicht ICH, sondern WIR sind gefragt."

Marcus Janßen

Marcus Janßen

Marcus Janßen ist seit seinem neunten Lebensjahr Mitglied im Jugendrotkreuz und hat sich seitdem auf allen Verbandsebenen für den Jugendverband engagiert, seit 2008 in der Bundesleitung, deren Vorsitz er im Herbst 2013 übernommen hat. "Mich begeistert es immer wieder aufs Neue, wie engagiert und selbstverständlich junge Menschen Verantwortung für sich und andere übernehmen wollen, und dadurch eine Heimat im Roten Kreuz finden.", sagt der gebürtige Rheinländer über seine Motivation in seinem Ehrenamt. Beruflich kümmert sich der Betriebswirt und Wirtschaftsjurist als Geschäftsführer des Berufsbildungswerkes der Versicherungswirtschaft Hamburg um die Aus- und Weiterbildung in der Branche.

Ulrike Würth

Ulrike Würth

Ulrike Würth aus Stuttgart wurde als Bundesleiterin der Wohlfahrts- und Sozialarbeit am 1. Dezember 2017 auf der DRK-Bundesversammlung in das Präsidium gewählt. Sie ist seit mehr als 20 Jahren im DRK. Die pensionierte Oberstudienrätin für Englisch und Mathematik hat bereits in vielen Rotkreuz-Gremien ihre Erfahrungen eingebracht, so zuletzt seit 2014 in Baden-Württemberg als Landesleiterin Sozialarbeit. Davor war sie lange Jahre in verschiedensten Ebenen im Jugendrotkreuz  tätig, seit 1987 Kreisjugendleiterin im JRK Stuttgart, ab1995 als Landesleiterin in Baden-Württemberg und 2001 bis 2004 als Bundesleiterin des JRK.

Andreas Geuther

Andreas Geuther

Andreas Geuther (Vertreter der Wasserwacht im Präsidium) aus Oberau im oberbayerischen Landkreis Garmisch-Partenkirchen ist seit 1977 beim Bayerischen Roten Kreuz. In der Wasserwacht hat er sich zum Rettungstaucher, Bootsführer und Sanitätsdienstausbilder sowie in zahlreichen Führungslehrgängen qualifiziert. In den vergangenen drei Jahrzehnten war er in zahlreichen Katastropheneinsätzen, ob Hochwasser oder Zugunglück, als Einsatzleiter vor Ort. Als Rotkreuzdelegierter brachte er auch bei Auslandseinsätzen in Kroatien, Haiti oder in Sri Lanka seine Erfahrungen ein.

Prof. Dr. med. Volker Lischke

Prof. Dr. Volker Lischke

Professor Dr. med. Volker Lischke (Vertreter der Bergwacht im Präsidium) aus Frankfurt am Main trat 1967 ins JRK Kronberg (Hessen) ein und wechselte 1971 zur Bergwacht, wo er seither in verschiedensten Funktionen tätig ist. Als Bergwacht-Bundesarzt und Mitglied der Bundesleitung Bergwacht setzt er sich besonders für die Aus- und Weiterbildung in der Bergwacht ein. Er vertritt die DRK-Bergwacht in verschiedenen internationalen Gremien und war auch bei internationalen Hilfsaktionen im Einsatz.  Sein Credo: „Zu jeder Zeit, bei jedem Wetter, an jedem Ort: Hilfe, wenn Hilfe notwendig ist.“

Eberhard Desch

Eberhard Desch

Am 28.11.2014 wählte die Bundesversammlung Herrn Eberhard Desch zum neuen Bundeskonventionsbeauftragten. Als Leiter des Referats für Völkerrecht, internationale Organisationen und internationale Gerichtsbarkeit des Bundesministeriums der Justiz, gehörte es zu seinen Aufgaben, aktuelle Fragen des Humanitären Völkerrechts in der Bundesregierung mit dem federführenden Auswärtigen Amt, dem Bundesministerium der Verteidigung und dem Bundesministerium des Innern zu besprechen. Eberhard Desch ist dem Deutschen Roten Kreuz seit langem eng verbunden, zum einen als Mitglied im Fachausschuss für Humanitäres Völkerrecht, zum anderen durch die Teilnahme an Fachtagungen, insbesondere denjenigen für Konventionsbeauftragte.

Bruno Most

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Auf einer außerordentlichen Bundesversammlung des DRK am 13. September 2018 ist Generalarzt Bruno Most zum neuen Beauftragten für zivilmilitärische Zusammenarbeit und Mitglied des Präsidiums gewählt worden. Bruno Most trat 1982 in die Bundeswehr ein. Er studierte Medizin in Göttingen und bekleidete nach seiner klinischen Ausbildung eine Vielzahl verschiedenster Stabs- und Führungsverwendungen im Sanitätsdienst der Bundeswehr und dem Bundesministerium der Verteidigung. Generalarzt Bruno Most nahm an mehreren Einsätzen der Bundeswehr in Mazedonien und Afghanistan teil. Er ist Direktor des Multinational Medical Coordination Centre in Koblenz, einem Zentrum, das seit April 2018 als Drehscheibe der europäischen militärischen Sanitätsdienste aufgestellt wird.

Gabriele Müller-Stutzer

Gabriele Müller-Stutzer

Seit Mai 2015 ist Generaloberin Gabriele Müller-Stutzer Präsidentin des Verbandes der Schwesternschaften vom DRK e.V. Bereits während ihrer zuvor ausgeübten Tätigkeit als Oberin der DRK-Schwesternschaft Marburg e.V. war die gelernte Krankenschwester lange im Verband der Schwesternschaften vom DRK e.V. (VdS) engagiert – unter anderem seit 2010 als Vizepräsidentin. Die besondere Rolle der DRK-Schwesternschaften und ihrer Mitglieder als Teil des DRK-Gesamtverbandes zu stärken, sieht sie als große Verpflichtung.

Seit ihrem Eintritt in die DRK-Schwesternschaft „Bonn“ e.V. im Jahr 1985 ist Gabriele Müller-Stutzer hauptberuflich als Mitglied von DRK-Schwesternschaften tätig. So auch in den Jahren zwischen 1992 und 1997 als Rotkreuz-Delegierte in diversen Einsätzen in Kriegs- und Krisensituationen mit dem IKRK und der IFRC, wo sie, von der Pflege Kriegsverletzter bis zur Leitung einer Delegation, unterschiedliche Aufgaben wahrnahm. In diesen prägenden Jahren wurden ihr der Stellenwert der größten humanitären Organisation der Welt und die gelebte Bedeutung unserer Grundsätze besonders bewusst: „Es ist und war mir immer eine große Ehre, Botschafterin der Rotkreuzidee sein zu dürfen!“

Hans Schwarz

Hans Schwarz

Hans Schwarz ist seit November 2013 Vorsitzender des Präsidialrats.
Im DRK ist er seit 2004 zunächst als Landesschatzmeister und seit 2008 als Präsident des Landesverbandes Nordrhein engagiert. Als Betriebswirt war er über 40 Jahre in Vorstandspositionen in der deutschen Sparkassenorganisation tätig, zuletzt als Vorstandsvorsitzender der Stadtsparkasse Düsseldorf. Der gebürtige Hannoveraner lebt seit 1996 in Düsseldorf. Er ist heute als Unternehmensberater und Aufsichtsrat engagiert und übt in mehreren kulturellen Einrichtungen ehrenamtliche Funktionen aus.
Sein Engagement im DRK sieht er als Chance, die Ideale und Ideen der Rotkreuzorganisation noch stärker zu verbreitern und damit die Gesellschaft positiv zu beeinflussen.

Ehrenpräsident Dr. h.c. Rudolf Seiters

Dr. h.c. Rudolf Seiters

Dr. Rudolf Seiters war von 2003 bis 2017 Präsident des Deutschen Roten Kreuzes. Davor war der Jurist über 30 Jahre lang Mitglied des Deutschen Bundestages. Dr. Seiters war unter anderem Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben sowie Vizepräsident des Deutschen Bundestages. Als Bundesminister des Inneren war er auch für den Zivil- und Katastrophenschutz in Deutschland verantwortlich. Im Rahmen dieser Tätigkeiten hatte Dr. Seiters stets engen Kontakt zum Deutschen Roten Kreuz. Nach seinem Ausscheiden als DRK-Präsident wurde er nach 14 Jahren im Amt zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Ehrenpräsident Professor Dr. med. Christoph Brückner

DRK-Ehrenpräsident Professor Dr. med. Christoph Brückner

Professor Dr. med. Christoph Brückner ist seit 1956 Mitglied des DRK und wurde im April 1990 zum Präsidenten des DRK der DDR gewählt. Er war Mitglied im Koordinierungsausschuss zur Vereinigung der beiden deutschen Rotkreuz-Gesellschaften und von der Vereinigung bis zum Herbst 2003 dreizehn Jahre lang Vizepräsident des Deutschen Roten Kreuzes. In dieser Funktion hat er wesentlich dazu beigetragen, neue leistungsfähige Strukturen des DRK in den neuen Bundesländern aufzubauen. Nach seinem Ausscheiden aus dem Amt als Vizepräsident wurde Professor Brückner auf der Bundesversammlung 2004 zum Ehrenpräsidenten ernannt.

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