Syrienkrise: Hilfe für Syrien
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10 Jahre Syrienkrise: 10 Jahre humanitäre Not

In der seit zehn Jahren anhaltenden Syrienkrise hat die Bevölkerung unermessliches Leid erfahren - und die Not ist gegenwärtig größer denn je:

13,4 Millionen Syrerinnen und Syrer benötigen humanitäre Hilfe infolge des andauernden Konflikts, der fragilen Wirtschaftslage und den Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Seit dem Jahr 2012 unterstützt das Deutsche Rote Kreuz den Syrischen Arabischen Roten Halbmond bei der Versorgung notleidender Menschen in den Bereichen Gesundheit, Unterkunft, Wasser und Hilfslogistik und leistet Hilfe in Syrien. 

 

Aktuelle Situation: Syrien liegt in Trümmern

13,4 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe. Sie leiden unter der mangelnden Grundversorgung mit Nahrung, Trinkwasser, Gesundheitsdiensten und Bildung: Nur die Hälfte der Gesundheitseinrichtungen ist funktionsfähig. Jedes dritte Kind kann keine Schule besuchen.

In Teilen des Landes ist die Bevölkerung nach wie vor Kampfhandlungen ausgesetzt, die zivile Opfer fordern und Menschen zur Flucht zwingen. Solange der Konflikt in Syrien nicht beendet ist und der Wiederaufbau nicht gelingt, bleibt humanitäre Nothilfe für Syrien lebensnotwendig für die betroffenen Menschen.

Das DRK leistet bereits seit 2012 humanitäre Hilfe in Syrien und den betroffenen Nachbarländern und arbeitet dabei eng mit seinen Nationalen Schwestergesellschaften wie dem Syrischen Arabischen Roten Halbmond (SARC) zusammen. Die Helfer*innen des SARC decken mehr als 60 Prozent der humanitären Hilfsleistungen in Syrien ab.


Syrien-Hilfe zum Schutz vor Corona

Das DRK hat den Syrischen Arabischen Roten Halbmond mit über 9.300 Einheiten an Schutzausrüstung und -materialien versorgt. Zudem unterstützt das DRK den Einsatz freiwilliger Helfer*innen  in verschiedenen besonders vulnerablen Gemeinden. Insgesamt 8.300 Mitarbeitende und Freiwillige des SARC sind im Rahmen der Eindämmung der COVID-19-Pandemie in Syrien aktiv.

Ihre Spende hilft!

Mit 60 € helfen Sie eine Familie für einen Monat mit den dringendsten Hygieneartikeln zu versorgen. 

Folgen der Krise für die Menschen in Syrien

Syrien befindet sich in einer der größten humanitären Katastrophen weltweit mit verheerenden Auswirkungen für die Zivilbevölkerung:

  • 6,7 Millionen Menschen sind innerhalb Syriens vertrieben, 5,6 Millionen haben Zuflucht in den Nachbarländern gesucht.
  • 90 Prozent der Bevölkerung leben in Armut; zwei Drittel davon in extremer Armut.
  • 12,4 Millionen Menschen können sich nicht ausreichend mit Lebensmitteln versorgen.
  • 2,4 Millionen Kinder können keine Schule besuchen.
  • 27 Prozent der Haushalte geben an, dass ihre Kinder Anzeichen psychischer Belastung zeigen.
  • 75 Prozent der Menschen mit Behinderung haben keinen Zugang zu medizinischer, wirtschaftlicher und sozialer Unterstützung.

Humanitäre Hilfe in Syrien

Die Hilfsansätze der DRK Schwestergesellschaft SARC sind vielfältig. Im Jahr 2020 erhielten insgesamt 6,2 Millionen Menschen humanitäre Hilfe in Syrien. Beispielsweise wurden 2,5 Millionen Menschen durchschnittlich im Monat mit Nahrungsmittelpaketen versorgt, und in Einrichtungen des SARC wurden 2,15 Millionen Gesundheitsdienste durchgeführt.

Neben fortlaufender Nothilfe unterhält SARC verschiedene Projekte in den Bereichen Wasser und Hygiene, Gesundheit, Sicherung der Lebensgrundlagen, Risikoaufklärung und Gemeindearbeit. Wesentlich hierfür ist ein funktionales Logistiksystem - zentraler Schwerpunkt der Zusammenarbeit zwischen dem DRK und SARC.

Der Syrische Arabische Rote Halbmond unterhält ein logistisches Netzwerk von 277 Lagerhäusern, das vom DRK unterstützt wird.

Im Rahmen der Syrien-Hilfe trägt das DRK für das zentrale Lagerhaus in Tartous beispielsweise die Betriebskosten und Gehälter sowie die Kosten der Gerätschaften und Ausstattung, wie z. B. Gabelstapler. Das Lagerhaus fungiert als zentrales Drehkreuz für alle importierten Hilfsgüter und beherbergt Lebensmittelpakete, Hygienepakete, Medizin und medizinisches Material.

Durch den Betrieb der Lagerhäuser ist es möglich, über 123 Gesundheitseinrichtungen und mobile Kliniken in ganz Syrien mit notwendigen Materialien zur medizinischen Versorgung zu beliefern.


10 Jahre Leid

 

Zehn Jahre nach Beginn der Syrienkrise stehen die Menschen vor einer schwierigen Zukunft in einem zerstörten Land. Das Video gibt einen Einblick in die Situation vor Ort.

 

Wir brauchen Ihre Unterstützung. Spenden Sie jetzt für Syrien!


Geflüchtete in angrenzenden Ländern

Die Syrienkrise hat direkte Auswirkungen auf die Nachbarstaaten. So sind rund 5 Millionen Menschen vor allem in die Türkei, den Libanon, Jordanien und den Irak geflohen. Allein der Libanon, ein Land mit vier Millionen Einwohnern, hat nahezu eine Million Flüchtlinge aufgenommen. Aber auch in den anderen Nachbarländern ist die Situation angespannt. Angesichts der Dauer des Syrienkrieges werden mittel- und langfristige Maßnahmen als Ergänzung der Sofort- und Nothilfe immer wichtiger. Ihre Spende wird auch deshalb dringend benötigt.

Das DRK ist in den jeweiligen Ländern vor Ort und stelllt mit seinen Partnern tagtäglich die Grundversorgung mit Nahrungsmitteln,Medikamenten und anderen lebensnotwendigen Hilfsgütern für die Geflüchteten sicher. Dazu erhalten Bedürftige neben direkten Hilfsgütern unter anderem Bargeldzahlungen, um selbst erwerben zu können, was sie am dringendsten zum Überleben brauchen.

Syrische Geflüchtete im Libanon

Situation
Fast 1 Million aus Syrien geflohene Menschen leben derzeit in dem kleinen Land. Das DRK unterstützt seine Schwestergesellschaft vor Ort u.a. mit Bargeldhilfen.

Hilfe des DRK im Libanon

  • Unterstützung des Rettungsdienstes des Libanesischen Roten Kreuzes
  • Unterstützung des Blutbank-Systems
  • Bargeldhilfen zur Deckung von Grundbedürfnissen
  • konfliktsensible Katastrophenvorsorge und Förderung der Resilienz

Zur DRK-Hilfe für Geflüchtete im Libanon

 

Hilfe für Geflüchtete im Irak

Situation
Zu den rund 240.000 Geflüchteten aus Syrien kommen über 1,2 Millionen intern vertriebene Iraker. Gemeinsam mit dem Irakischen Roten Halbmond und anderen Akteuren arbeitet das DRK an mittelfristigen Projekten zur Stärkung der Selbsthilfe- und Widerstandskräfte der Bevölkerung.

Hilfe des DRK im Irak

  • Beschaffung und Verteilung von Nothilfegütern
  • Bargeldhilfen zur Deckung von Grundbedürfnissen
  • Unterstützung beim Bau von Unterkünften für syrische Flüchtlinge
  • Erste-Hilfe-Trainings und Schulungen zur Brandvermeidung

Zur DRK-Nothilfe im Irak

 

Syrische Geflüchtete in der Türkei

Situation
In der Türkei leben derzeit offiziell 4 Millionen Geflüchtete – mehr als in jedem anderen Land der Welt. Konflikte in umliegenden Regionen, insbesondere in Syrien, zwingen immer mehr Menschen, ihre Heimat zu verlassen und in der Türkei Zuflucht suchen.

Hilfe des DRK in der Türkei
In Zusammenarbeit mit dem Türkischen Roten Halbmond unterstützt das DRK den den Betrieb von ambulanten Zentren für Psychotherapie und Psychiatrie in insgesamt zwölf urbanen Zentren in der Türkei.

Zur DRK-Hilfe für Geflüchtete in der Türkei


Spende für Syrien

Die Helferinnen und Helfer des Roten Kreuzes und Roten Halbmondes sagen „Danke“, denn mit Ihrer Spende für Syrien unterstützen Sie lebensnotwendige Maßnahmen.

Die humanitäre Lage der Bevölkerung ist dramatisch und von Entbehrungen geprägt. Der Großteil der Binnenvertriebenen in Syrien und der Geflüchteten in den Nachbarländern lebt in Notunterkünften oder Flüchtlingscamps.

Spenden Sie für Syrien, um denen Hilfe zukommen zu lassen, die sie am dringendsten benötigen – allen voran ältere Menschen, Frauen und Kinder.

Mit Ihren Spenden konnten wir bislang viel bewirken. Unterstützen Sie uns weiterhin mit Ihrer Online-Spende für die humanitäre Hilfe in Syrien.

Über unsere Aktionsseite10 Jahre Not in Syrien - Jede Spende zählt entscheiden Sie selbst, wofür Ihre Online-Spende letztlich verwendet wird: Mit 54 Euro können Sie drei syrische Familien in einer Notunterkunft mit je einer Matratze versorgen. Mit 96 Euro helfen Sie, 200 Atemschutzmasken für Syrer*innen zur Eindämmung von Corona zu beschaffen.

Dabei verpflichten wir uns zu absoluter Spendentransparenz. Ihre Spende kommt an und ist zudem steuerlich absetzbar.


Eindrücke aus Syrien

Im DRK-Blog lesen Sie Berichte aus Syrien sowie den Nachbarländern Libanon, Türkei und Irak – zur Wort kommen DRK-Mitarbeiter, Helfer der lokalen Rothalbmondgesellschaften und Menschen, die von uns Hilfe erhalten.

  • Syrien: DRK-Hilfe im Krisengebiet

    Im Camp für Binnenvertriebene im syrischen Jebreen hat DRK-Mitarbeiterin Oana Bara mit Hadra Ibrahim gesprochen. Die junge Mutter spricht von Verlust und einem Leben voller Entbehrungen. Das DRK unterstützt die Nothilfe des Syrischen Arabischen Roten Halbmonds für Menschen wie Hadra Ibrahim.

  • Syrien: „Es ist schwer, mein Land in dieser Krise zu sehen“

    Rouba Khwanda arbeitet seit acht Jahren für den SARC in Syrien, zuerst im Nothilfe-Team, jetzt im Wasser- und Hygienebereich. Es ist schwer für sie, ihr Land in dieser Krise zu sehen, doch sie sagt: „Es motiviert mich sehr zu sehen, dass unsere Hilfe ankommt.“ Wir stellen sie und andere Helfer im DRK-Blog vor.

  • Libanon: Das Leben ist hart, aber zumindest sicher

    Vor sechs Jahren ist Kaltoum Hammadi Hilal aus Aleppo, in den Libanon geflohen. Mit der ganzen Familie – sie hat sieben Kinder und ein Enkelkind. Heute leben sie alle zusammen in einem informellen Flüchtlingslager in Zahle, im Libanesischen Bekaa-Tal. DRK-Mitarbeiterin Oana Bara hat sie getroffen.


Weiterführende Informationen zu Syrien

Der Konflikt in Syrien ist ein komplexes Thema, das die Welt seit mehreren Jahren bewegt. Informationen über die Lage vor Ort sind teils schwer zu beschaffen.

Im Rahmen des übergreifenden und von der EU finanzierten MADAD-Programms, dessen Partner das DRK ist, erhalten syrische Flüchtlinge und Gastgemeinden in den Nachbarländern humanitäre Hilfe. Erfahren Sie hier mehr über das MADAD-Programm. 

Der interaktive Film "Brothers Across Borders", der im Zuge des MADAD-Programms entstanden ist, verdeutlicht die existenziellen Herausforderungen für Menschen auf der Flucht. Zum Film ist auch ein Leitfaden für Lehrkräfte mit verschiedenen Informationen und Übungen zur Thematisierung im Unterricht erschienen.

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