Mobile Geunsdheitsstation in Kolumbien
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Kolumbien: Gesundheit für geflüchtete Menschen aus Venezuela

Aufgrund der ökonomischen Krise in Venezuela überqueren immer mehr Menschen die Grenze nach Kolumbien in der Hoffnung damit ihre schwierigen Lebensbedingungen verbessern zu können. Menschen, die aufgrund der Krise in Venezuela und Mehrbelastung in Kolumbien medizinisch unterversorgt sind, erhalten an ambulanten und stationären Gesundheitsstationen medizinische und psychosoziale Hilfe durch das Kolumbianische Rote Kreuz mit Unterstützung des DRK.

Wegen der guten logistischen Anbindung an das venezolanische Straßennetz überqueren die meisten Menschen, darunter viele Kinder und ältere Menschen, die Grenze zu Kolumbien in Cúcuta, der Hauptstadt von Norte de Santander. Durch die katastrophale Lage des venezolanischen Gesundheitssystems und die zusätzlichen Strapazen auf der Flucht, ist der Bedarf der Betroffenen nach medizinischen Leistungen sehr hoch. Viele der Eingereisten suchen in Kolumbien zunächst medizinische Hilfe, was zu einer Überlastung des lokalen Gesundheitssystems führt. Hinzu kommt, dass der insbesondere in Norte de Santander andauernde interne Konflikt den Zugang zu Gesundheitsversorgung limitiert oder ganz unmöglich macht.

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300 € genügen, um den Einsatz einer Krankenschwester für eine Woche zu finanzieren.

Ambulante und stationäre Gesundheitsversorgung

Mit dem Betrieb einer mobilen Gesundheitsstation und einem stationären Gesundheitsposten in Norte de Santander sowie dem Einsatz von medizinischen Teams leistet das DRK einen wichtigen Beitrag zur gesundheitlichen Versorgung. Der Schwerpunkt ist hierbei, die Basisgesundheit von Menschen, die von der Migrationskrise und dem internen Konflikt in Kolumbien betroffen sind, sicherzustellen und ihnen zudem Kenntnisse zur Krankheitsvorbeugung zu vermitteln. 

Medizinische Hilfe am Grenzübergang

  • Training von medizinischen Teams für den mobilen und stationären Einsatz
  • medizinische Konsultationen in der mobilen Einheit und am stationären Gesundheitsposten
  • Diagnostik und Behandlung von bestehenden Krankheiten bzw. Verletzungen.
  • krankenpflegerische Leistungen (Vorabkontrollen, Wachstums- und Entwicklungskontrolle)
  • psychosoziale Konsultationen und zahnpflegerische Konsultationen in der mobilen Einheit
  • Erstellung von Aufklärungsmaterialien, die an die Patienten verteilt werden
  • Workshops zu Krankheitsvorbeugemaßnahmen, psychosoziale Gruppentherapien, Gespräche zu sexueller und reproduktiver Gesundheit   

Beratung und kommunikative Unterstützung

Entlang der Migrationsroute, auf der zahlreiche Venezolaner zu Fuß unterwegs sind, leistet das Rote Kreuz Erste Hilfe und bietet über Telefone und Internetverbindungen die Möglichkeit, Familienangehörige in Venezuela zu kontaktieren. Zudem erhalten sie Orientierungshilfe zu Migrationsrouten oder Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Strecke:

  • Erstellung und Verbreitung von Orientierungsmaterial für Migranten
  • Schulung der Rotkreuz-Mitarbeiter und Freiwilligen zu Migrationsprozeduren
  • Bereitstellung von mobilen Kommunikationsmöglichkeiten via Internet und Mobiltelefonie

Das Projekt

Regionen: Norte de Santander in Kolumbien
Projektvolumen: 825.000 Euro
Finanzierung:  Auswärtiges Amt und Spenden
Laufzeit: 01.10.2018 bis 30.09.2020
Partner: Kolumbianisches Rotes Kreuz

Ziel: Verbesserter Zugang zu Gesundheitsversorgung für 30.500 Menschen 

Hilfe für die Schwächsten an der Grenzregion von Venezuela nach Kolumbien

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