Ukraine: Hilfe für Binnenflüchtlinge

Hilfe für Binnenflüchtlinge in der Ostukraine

Die Ukraine, insbesondere der Osten des Landes, befindet sich seit mittlerweile sieben Jahren in einer Krise. Die Regionen Lugansk und Donetsk werden nicht mehr von der ukrainischen Regierung kontrolliert. Kampfhandlungen im Osten des Landes gefährden die Zivilbevölkerung und deren grundlegende Versorgung. Mit monatlichen Bargeldhilfen unterstützt das DRK seit 2017 besonders betroffene Menschen, die damit z.B. Lebensmittel und Medikamente erwerben können.

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In der ersten Phase des Projekts ab Februar 2017 unterstützte das DRK circa 5000  Binnenvertriebene mit monatlichen Geldleistungen: Sie erhielten monatlich einen Gutschein in Höhe von 20 Euro für Einkaufsmärkte und 10 Euro für Apotheken, um ihren Bedarf an alltäglichen Gütern selbstständig decken zu können.

Die Hilfe kam vorrangig Familien mit Kleinkindern, Alleinstehenden mit Kindern, Schwangeren und stillenden Müttern, Menschen mit Behinderungen und älteren Menschen zugute.
Mit dieser Auswahl berücksichtigte das DRK auch den besonderen Kontext dieses Konfliktes: Es handelte sich um eine besonders hohe Zahl von älteren Geflüchteten, darunter viele Frauen, die meisten weit über sechzig Jahre alt.

 

Ausweitung der Hilfen im medizinischen Bereich

Im Jahr 2018 unterstützte das DRK das Ukrainische Rote Kreuz in der Grenzregion zu Donbass mit drei mobilen medizinischen Versorgungseinheiten. Die Einheiten werden vom Ukrainischen Roten Kreuz betrieben, um die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zu verbessern.

Geldleistungen als flexible Hilfe

Seit Beginn des Hilfsprojekts wird der Ansatz monetärer Hilfsleistungen erfolgreich angewandt. In der humanitären Nothilfe werden zunehmend Geldtransfers eingesetzt. Gegenüber Sachleistungen haben sie den Vorteil, dass der logistische Aufwand für die Lagerhaltung der Hilfsgüter entfällt und die Geflüchteten als Empfänger selbst über ihren individuellen Bedarf entscheiden können.  

In der Phase II des Projekts unterstützt das DRK seit dem Jahr 2020 etwa 1.300 Menschen in der Ukraine mit monatlichen Bargeldhilfen in Höhe von rund 36 Euro in den Regionen Lugansk und Donetsk. Erreicht werden damit insbesondere alleinstehende Mütter und Väter, kinderreiche Familien, Menschen mit besonderen Bedürfnissen und Senioren.

Aufgrund der aktuellen Lage werden derzeit im ganzen Land überlebenswichtige Soforthilfemaßnahmen priorisiert. Wann nächste Geldtransfers an die bereits registrierten Familien und Einzelpersonen geleistet werden können, ist derzeit noch unklar.


Das Projekt:

Land: Ukraine
Region: Phase I: Charkov (Ostukraine), Phase II: Lugansk und Donetsk
Leistungen: Phase I: Verteilung von jeweils 140.000 Einkaufsgutscheinen und Apothekengutscheinen an 5000 Binnenvertriebene, Phase II: Verteilung von monatlichen Geldleistungen an 1.300 Menschen.
Projektlaufzeit: Phase I: Februar 2017 – Juni 2019, Phase II: Juli 2019 – Dezember 2022
Projektvolumen: Phase I: 4.800.000 Euro, Phase II: 1.220.000 Euro
Finanzierung: Auswärtiges Amt, Deutsches Rotes Kreuz / Spenden
Partner: Ukrainisches Rotes Kreuz



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