Rotkreuz-Hilfe nach der Explosion
Sie befinden sich hier:
  1. Hilfe weltweit
  2. Wo wir helfen
  3. Nahost

Explosion im Libanon: Rotes Kreuz im Einsatz

In der libanesischen Hauptstadt Beirut ereignete sich am 4. August 2020 eine gewaltige Explosion. Durch die Wucht der Explosion und die Druckwelle wurde der Hafen zerstört und umliegende Gebiete wurden schwer beschädigt. Etwa 6.000 Menschen wurden verletzt und mindestens 170 Personen getötet. 300.000 Menschen verloren durch die Katastrophe ihr Obdach. Mehrere Krankenhäuser der Stadt wurden zerstört beschädigtDas Deutsche Rote Kreuz (DRK) arbeitet bei seinem Hilfseinsatz eng mit seinem langjährigen Partner, dem Libanesischen Roten Kreuz (LRK), zusammen.

Helfen Sie uns mit einer Spende!

Jede noch so kleine Spende hilft dem DRK bei der Unterstützung von hilfsbedürftigen Menschen.

Explosionen in Beirut: Überblick der Lage

  • Das Libanesische Rote Kreuz (LRK) hatte unmittelbar nach der Explosion alle Einsatzkräfte des landesweiten Rettungsdienstes alarmiert. Insgesamt waren 75 Ambulanzen und 375 Rettungskräfte aus dem ganzen Land pausenlos im Einsatz.
  • Das DRK unterstützt das Libanesische Rote Kreuz (LRK) mit Soforthilfemaßnahmen. Ein erster Hilfsflug des DRK ist mit 43 Tonnen Hilfsgütern wurde am 9. August 2020 nach Beirut entsendet.

7 Tage nach der Katastrophe: DRK-Mitarbeiterin Oana Bara

Humanitäre Hilfe: Hilfsflug in den Libanon

Das DRK ist seit vielen Jahren vor Ort aktiv und steht in engem Austausch mit seinem langjährigen Partner dem Libanesischen Roten Kreuz. Ein  Hilfsflug mit 43 Tonnen Hilfsgüternwurde nach Beirut entsendet.  Insgesamt hat das Auswärtige Amt den DRK-Hilfsflug mit mehr als 1,5 Millionen Euro unterstützt. Die 43 Tonnen Hilfsgüter entsprechen in etwa der Ladung von sechs großen LKWs mit Anhänger. Mit an Bord waren:

  • Erste-Hilfe-Sets
  • Verbandsmaterialien
  • Decken
  • Werkzeuge für den Aufbau von Notunterkünften
  • Küchenutensilien
  • Hygienepakete
  • Medizinische Hilfsgüter
  • Covid-19-Schutzausstattung

Video: DRK-Hilfsflug

Mehrfache Krisensituation im Libanon

Das ohnehin bereits durch die COVID-19 Pandemie strapazierte Gesundheitssystem in Beirut ist durch die Schadenslage überlastet bzw. in Teilen zusammengebrochen. Das Land kämpft seit Jahren mit einer mehrfach gelagerten Krisensituation:

  • Der Wert der nationalen Währung (Libanesisches Pfund) ist in den vergangenen Monaten um 80% gefallen. Schon vor der Katastrophe befand sich das Land vor dem wirtschaftlichen Zusammenbruch, fast die Hälfte der Bevölkerung lebte bereits in Armut.
  • Politische Instabilitäten erschüttern das Land in regelmäßigen Abständen. Seit Herbst 2019 gab es immer wieder Demonstrationen gegen Misswirtschaft und Korruption in der Regierung.
  • Das Gesundheitssystem in Beirut ist bereits überlastet, die Zerstörung des Hafens zieht Nahrungsmittelknappheit und Inflation mit sich.
  • Es ist zu befürchten, dass die COVID-19 Infektionszahlen in Folge der Katastrophe und der desolaten medizinischen Versorgung weiter ansteigen werden. Darüber hinaus ist unklar, inwiefern die Weiterführung von COVID-19 Tests und Vorkehrungen zur Isolierung von positiv getesteten Menschen sowie zur Kontaktverfolgung als essentielle Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie in Beirut aufrechterhalten werden können.
  • Der Libanon ist auch betroffen von der anhaltenden Krise im Nachbarland Syrien. Das kleine Land mit ursprünglich 4 Mio. Einwohner hatte seit Beginn des Konflikts in Syrien zusätzlich über 1 Mio. Geflüchtete aufgenommen.

 


Helfen Sie mit einer Spende für Beirut!

Helfen Sie den Betroffenen vor Ort und unterstützen Sie mit Ihrer Spende die Soforthilfe in Beirut. Jeder Beitrag zählt.

Jetzt spenden!

zum Anfang