Helfer des Nordkoreanischen Roten Kreuzes mit Opfern der Flutkatastrophe
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Schwere Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Erdrutsche, Taifune und Dürren bedrohen Leib und Leben der Menschen in Nordkorea. Das DRK unterstützt das ostasiatische Land mit Maßnahmen der integrierten Katastrophenvorsorge und der Ernährungssicherung. Dazu arbeiten wir zusammen mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) und dem Nordkoreanischen Roten Kreuz (NKRK).

Mit 100 Euro kann ein kleiner Damm errichtet werden, der eine Gemeinde vor Überschwemmungen schützt.

Hochwasserschutz mit lokalen Frühwarnsystemen

Die Provinz Süd-Hamgyong im Osten von Nordkorea ist eine bergige Region, die durchzogen ist von stark überschwemmungsgefährdeten Flüssen. Hochwasser und Erdrutsche sind die Folge, mit oftmals katastrophalen Auswirkungen für die lokale Bevölkerung. Das DRK, in Zusammenarbeit mit seinen Partnern, hilft,  die Gefahren durch Naturkatastrophen zu reduzieren und die betroffenen Menschen besser auf Notfälle vorzubereiten. Hierzu bauen wir beispielsweise Entwässerungsgräben und Uferbefestigungen und helfen den Bewohnern, ein gemeinde-basiertes Frühwarn- und Evakuierungssystem aufzubauen und zu betreiben.

Integrierte Katastrophenvorsorge durch Wiederaufforstung

Neben dem Hochwasserschutz und lokalen Frühwarnsystemen ist die integrierte und langfristig gedachte Katastrophenvorsorge ein weiterer wichtiger Schwerpunkt unserer Arbeit in Nordkorea. Denn als Folge von Überschwemmungen und Erdrutschen sind die wertvollen landwirtschaftlichen Nutzflächen verkleinert und somit die lebenswichtige Versorgung mit Lebensmitteln gefährdet. Um die Bodenerosion und insbesondere die Abschwemmung von Hangflächen zu verringern, hilft das DRK daher bei der Wiederaufforstung durch verbesserte Agrartechniken und die Errichtung von Baumschulen.

Klimawandel bringt neue Herausforderungen

Regelmäßige Naturkatastrophen und deren unmittelbaren Folgen, die harschen klimatischen Bedingungen aber auch die neuen klimatischen Herausforderungen des Klimawandels stellen die Menschen in Nordkorea vor immer neue Herausforderungen. Die Versorgung mit Trinkwasser vor allem aber mit Lebensmitteln ist dabei eines der größten Probleme. Wir unterstützen daher auch den Aufbau von Selbsthilfekräften und Eigeninitiativen der lokalen Bevölkerung im Bereich der Lebensmittelversorgung. Dies geschieht beispielsweise durch den Bau von Gewächshäusern und Pilzzucht-Anlagen, die Einführung von verbesserten Produktionstechniken und durch entsprechende Fortbildungen.

Aktuell: Nothilfe nach Überschwemmungen

Die schweren Überschwemmungen im Norden von Nordkorea haben rund 600.000 Menschen direkt betroffen, 70.000 Menschen haben dabei ihre Häuser und ihr gesamte Habe in den Fluten verloren. Mit der einbrechenden Kälte und dem Winter vor der Tür warnt das DRK vor einer humanitären Katastrophe und bittet daher um Spenden für unsere Aktivitäten in Nordkorea.

Marlene Fiedler, DRK-Helferin in Nordkorea:

„Unsere Helfer sind unermüdlich im Einsatz, oftmals gemeinsam mit den Betroffenen. Aber sie arbeiten gegen die Uhr. Wir bitten daher, die drohende humanitäre Notlage der Menschen zu erkennen und zu helfen. Internationale Hilfe ist unter diesen Umständen unerlässlich. Es kann in dieser Gegend bis zu minus 30 Grad kalt werden. Es fehlt vor allem an sicheren Unterkünften, Kleidung, Decken und Heizmaterial", sagt Fiedler. "Das Nordkoreanische Rote Kreuz hatte mit Unterstützung des Deutschen Roten Kreuzes und anderer Rotkreuzgesellschaften unmittelbar Hilfe geleistet und Hilfsgüter wie Zeltplanen, Schlafsäcke, Küchensets und Hygieneartikel an 30.000 Menschen ausgegeben. Doch angesichts der immensen Zahl von Betroffenen ist weit mehr Hilfe erforderlich. Dafür benötigen wir dringend Spenden", fügt sie hinzu.

Das Projekt:

Region: Distrikte Hamju und Kumya, Provinz Süd-Hamgyong, im Osten von Nordkorea
Projektvolumen: 440.000 Euro
Finanzierung: Auswärtiges Amt und Spenden
Partner: Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften und Nordkoreanisches Rotes Kreuz

Ein Kind und eiN mann aus Nordkorea stehen in Trümmern nach einer Naturkatastrophe

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