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Kolumbien: Mobiles Gesundheitsteam hilft Menschen in Konfliktgebieten

Gewalt, Vertreibung und Kriminalität: Seit nunmehr 50 Jahren herrscht in Kolumbien ein unerbittlicher Bürgerkrieg. Für die zivile Bevölkerung in den betroffenen Gebieten ist ein normales Leben kaum möglich. Weil es an Ärzten und medizinischen Einrichtungen fehlt, erhalten die Menschen häufig nicht einmal eine Basisgesundheitsversorgung. Es mangelt an Trinkwasser und die sanitären Bedingungen sind unzureichend. Um den Menschen zu helfen, ist in dem besonders betroffenen Department Nariño ein mobiles Gesundheitsteam des Roten Kreuzes unterwegs.

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Mit 45 € können 3 Familien mit Filtern zur Wasseraufbereitung ausgestattet werden.

  • Medizinische Grundversorgung sichern und Krankheiten vorbeugen

    Wenn die Menschen in den Konfliktgebieten keine angemessene medizinische Versorgung erhalten, können einfache Verletzungen oder Krankheiten lebensbedrohlich werden. Gleichzeitig belasten seelische Wunden – Angst und traumatische Erlebnisse – die Betroffenen. Das DRK hat deshalb gemeinsam mit dem Kolumbianischem Roten Kreuz ein Team aus zwei Ärzten, einem Zahnarzt, einem Psychologen sowie anderen Fachkräften zusammengestellt, das in die Gemeinden fährt, um die Menschen zu behandeln, zu beraten und mit notwendigen Medikamenten zu versorgen. Mit dabei ist auch ein Wasser- und Sanitärexperte. Er sorgt dafür, dass die Betroffenen wissen, wie man sich vor vermeidbaren Krankheiten schützen kann. Einfache Maßnahmen, wie Hände waschen oder das Filtern von Wasser, können ein Infektionsrisiko bereits deutlich mindern. So verteilt das Rote Kreuz auch Wasserfilter an 1.300 Familien sowie 200 Schulen, Kindergärten und Gesundheitszentren.

  • Gesundheitskomitees helfen langfristig

    Damit die Betroffenen auch nach Abschluss des Projekts Beratung und Hilfe erhalten, werden Gesundheitskomitees ins Leben gerufen, geschult und ausgestattet. Diese freiwilligen Helfer vor Ort geben in ihren Gemeinden zum Beispiel Erste Hilfe-Kurse und Hygieneschulungen, die die Menschen langfristig stärken. Bei den Maßnahmen werden auch die örtlichen Gesundheitsbehörden stark in die Arbeit eingebunden, um ihnen wieder Zugang zu Gebieten zu verschaffen, in denen sie über lange Zeit gar nicht oder nur eingeschränkt tätig werden konnten.

  • Gute Ernährung fördert die Gesundheit

    Viele Menschen im Projektgebiet leiden an einer Unter- oder Fehlernährung. Denn durch den bewaffneten Konflikt und den illegalen Drogenanbau ist der Anbau von Lebensmitteln lokal erschwert. Zudem fehlt vielerorts das Bewusstsein für  nährstoffreiche und ausgewogene Ernährung. Weil eine ausgewogene Ernährung jedoch Voraussetzung für die Gesundheit ist, hilft das Rote Kreuz den Betroffenen, ihre Ernährung zu sichern. Dazu erhalten 200 bedürftige Familien Saatgut, Werkzeug sowie Kleintiere – etwa Hühner. Sie erfahren in Schulungen, welche Anbaumethoden in ihren Kleingärten Erfolg versprechend sind, wie sie Kleintiere am besten züchten und Nahrungsmittel sicher zubereiten. Die gesunde Selbstversorgung der Familien und eine erhöhte Ernährungssicherheit stärken die Widerstandsfähigkeit der Menschen langfristig.

  • Das Projekt

    Region: Munizipien Policarpa und Cumbitara im Department Nariño      
    Laufzeit: Oktober 2014 – Juli 2015
    Projektvolumen: 370.321 Euro
    Finanzierung: Förderung durch das Auswärtige Amt und Spenden
    Partner: Kolumbianisches Rotes Kreuz (KRK)


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