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Mobile Gesundheitseinheiten in Kolumbien

In Kolumbien ist der Zugang zur Gesundheitsversorgung keine Selbstverständlichkeit. Das Land ist seit Jahren von gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Regierung und linken Guerillagruppen geprägt. Letztere haben ganze Landstriche in ihrer Gewalt.

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Mit 45 € können 3 Familien mit Filtern zur Wasseraufbereitung ausgestattet werden.

Aus Angst vor Übergriffen findet sich kaum medizinisches Personal, das in diesen Gebieten arbeiten möchte. Daher hat die Bevölkerung keinen oder nur extrem eingeschränkten Zugang zur medizinischen Versorgung. Das Kolumbianische Rote Kreuz, das Niederländische Rote Kreuz, die Europäische Kommission und das Deutsche Rote Kreuz stellen sich diesem Problem mit Hilfe einer Mobilen Gesundheitsversorgung.

Gesundheitsversorgung mit Geländewagen

Das mobile Gesundheitsteam besteht aus Allgemeinmedizinern, Zahnärzten, Psychologen, Krankenpflegern, Fachkräften und Rotkreuzfreiwilligen. Mit Geländewagen und mobiler medizinischer Ausrüstung fahren sie in die Konfliktgebiete. Die Sicherheit des Teams während der Einsätze ist durch die von allen Konfliktparteien akzeptierte Neutralität des Roten Kreuzes in Kolumbien gesichert. Insgesamt bleibt das Team jeweils für circa zehn Tage in einer Gemeinde. Innerhalb dieser Zeit haben die Gemeindebewohner Zugang zu medizinischer und psychologischer Grundversorgung.

Die Teammitglieder geben zusätzlich während ihrer Zeit in der Gemeinde Workshops zu Erste-Hilfe-Maßnahmen, Hygiene und Gesundheitsvorsorge. Außerdem verteilen sie Mosquitonetze und Filter zur Wasserreinigung. Die Helfer erklären bei der Verteilung die Bedeutung der Netze und Filter für die Gesundheit und wie sie genutzt werden.

Psychologische Hilfe für die Kinder

Ein besonderer Schwerpunkt wird auf die psychologische Arbeit mit den Kindern gelegt. Sie sind häufig Zeugen von Schießereien, Explosionen und anderen gewaltsamen Auseinandersetzungen. Sie leiden psychisch unter den Folgen der Erlebnisse. Die Eltern wissen häufig nicht wie sie ihren Kindern helfen können. Im Rahmen der Besuche durch die Mobilen Gesundheitseinheiten kümmert sich eine ausgebildete Psychologin um die Kinder und versucht ihnen und den Eltern zu helfen. Bilder, welche von den Kindern gemalt werden, sprechen häufig für sich. Dank der Psychologin finden die Kinder einen Menschen, welcher ihnen und ihren Eltern professionelle Hilfe bieten kann.

Das Projekt

Region: Putumayo und Chocó
Laufzeit: April 2014 bis Oktober 2014
Projektvolumen: 600.000 Euro
Finanzierung: EU, Spenden
Partner: Kolumbianische Rote Kreuz, Niederländisches Rotes Kreuz, ECHO


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