Informationskampagne zu Corona des Roten Kreuzes
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  1. Hilfe weltweit

Corona-Auslandshilfe: #füreinander in der globalen Krise

Das Coronavirus hat sich zu einer globalen Pandemie entwickelt. Nur mit vereinten Kräften und globaler Solidarität ist es möglich, die ungehemmte Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen und damit Leben zu retten. Als Teil der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung unterstützt das DRK seine Schwestergesellschaften darin, besonders gefährdete Menschen in Krisenregionen vor dem Coronavirus zu schützen.

Eine starke lokale Hilfe als Antwort auf eine globale Pandemie

Die gemeinsamen Anstrengungen aller Komponenten der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung, des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK), der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRK) und der 192 Nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften haben zum Ziel, die Hilfsmaßnahmen zum Schutz vor dem Coronavirus für krisen- und katastrophenanfällige Länder und solche, die sich in bewaffneten Konflikten befinden, zu intensivieren. Durch die Aufstockung notwendiger Ressourcen zum Schutz vor COVID-19 können Risikoländer vor einer zusätzlichen humanitären Katastrophe bewahrt werden.

Weltweite Hilfe für Menschen in Corona-Risikogebieten

Insbesondere Menschen, die unter schwierigen hygienischen Bedingungen und unzureichender Gesundheitsversorgung leben, sind einer möglichen Infektion mit dem Coronavirus weitgehend schutzlos ausgesetzt. Das betrifft besonders Menschen in ärmeren Ländern oder Flüchtlingslagern. Internationale Hilfe ist dringend notwendig, um die lokalen Helferinnen und Helfer bei ihrer Arbeit vor Ort zu unterstützen.

Für die Corona Auslandshilfe spenden und Hilfsmaßnahmen gegen COVID-19 unterstützen

Der Schwerpunkt der internationalen Hilfe gegen das Coronavirus liegt in der Unterstützung von Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften inLändern, die unter bewaffneten Konflikten und wiederkehrenden Katastrophen leiden oder über nur schwache Gesundheitssysteme verfügen:

  • Verbesserung der personellen und materiellen Kapazitäten in der Gesundheitsversorgung
  • Sicherung des Zugangs zu medizinischer Hilfe für geflüchtete Menschen
  • Gewährleistung der Grundversorgung
  • Aufstockung und Bereitstellung von Hilfsgütern und medizinischem Material
  • Risikoaufklärung und Informationskampagnen, Erweiterung der Hygiene- und Sanitärmaßnahmen
  • Pandemie-Vorsorge und medizinische Dienste in Kommunen und Gemeinden
  • Implementierung der WHO-Richtlinien: Isolierung, Behandlung, Nachverfolgung von Infektionsfällen

Internationale Corona-Hilfe des DRK in Krisenländern

Das DRK unterstützt seine Schwestergesellschaften in Syrien, dem Libanon, Irak und in Palästina bei ihrem Einsatz gegen die Ausbreitung von COVID-19.

Internationale Corona-Hilfe in Syrien

Aufgrund des jahrelangen bewaffneten Konflikts in Syrien ist die Not der Menschen ohnehin sehr groß: 11,2 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen; 6,6 Millionen sind Binnenvertriebene. Das Gesundheitssystem ist zu 50 Prozent nicht funktionsfähig.

Der Syrische Arabische Rote Halbmond, unterstützt durch das DRK, hat folgende Vorkehrungen gegen COVID-19 getroffen:

  • Infektionsprävention und -kontrolle in 52 Gesundheitseinrichtungen, 45 Erste Hilfe-Zentren und 112 Ambulanzfahrzeugen
  • Landesweite Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagnen

Internationale Corona-Hilfe im Libanon

Im Libanon, leben 1,5 Millionen aus Syrien geflohene Menschen. Der Einsatz des Libanesischen Roten Kreuzes umfasst folgende Maßnahmen gegen COVID-19:

  • Ambulanzdienst mit Transport von Verdachtsfällen und bestätigten Fällen
  • Aufklärungs- und Sensibilisierungskampagnen, Verteilung von Informationsbroschüren
  • Verteilung von Schutzausrüstung und Materialien zur Desinfizierung
  • Aufsetzen von Hotlines und Feedback-Mechanismen für die Bevölkerung

Internationale Corona-Hilfe im Irak

Zu den rund 250.000 syrischen Flüchtlingen im Irak kommen über 3,3 Millionen intern vertriebene Iraker hinzu. Aufgrund vieler Krisen in der jüngeren Vergangenheit ist die soziale Infrastruktur nur noch stark eingeschränkt funktionsfähig.

Der Einsatz gegen COVID-19 des Irakischen Roten Halbmondes fokussiert sich derzeit auf die Aufklärung und Sensibilisierung der Bevölkerung, die Verteilung von Informationsbroschüren und Desinfektionsmitteln.

Internationale Corona-Hilfe in Palästina

In Palästina hat der Palästinensische Rote Halbmond im Gazastreifen bereits 25 Sensibilisierungskampagnen in lokalen Gemeinden durchgeführt. Komitees für Gesundheitsbewusstsein unterstützen ältere Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen durch Hausbesuche. Zudem hat die Bereitschaft des Al Quds-Krankenhaus in Gaza-Stadt ihr Personal mit zusätzlich 30 Freiwilligen mit medizinischem Hintergrund verstärkt. In Khan Younis und Gaza-Stadt wurden medizinische Stellen eingerichtet. Und ein Gästehaus in Khan Younis wird als Quarantänezentrum genutzt, in dem derzeit 45 Personen untergebracht sind.

Internationale Corona-Hilfe in Marokko

30 Zweigstellen des Marokkanischen Roten Halbmondes sind zu Bekämpfung von COVID-19 aktiv. Die Freiwilligen, die u.a. eine virtuelle Ausbildung in den Bereichen Selbstschutz, psychosoziale Betreuung und Gemeindegesundheit erhielten, helfen bei der Verteilung von Hilfsgütern und der Äufklärung der Bevölkerung. Zudem erhalten 21.000 bedürftige Familien Hilfspakete mit Nahrungsmitteln wie Öl, Mehl, Reis und Hülsenfrüchte.

Internationale Corona-Hilfe des DRK in Afrika, Südamerika, Europa und Asien

Corona-Vorsorge in Äthiopien

Mit Wasser- und Hygieneprojekten, Notfallambulanzen für den sicheren Patiententransport und Aufklärungskampagnen unterstützt das DRK das Äthiopische Rote Kreuz in der Corona-Vorsorge und -Nothilfe.

  • 320 Helferinnen und Helfer erhalten eine Schulung in Risikokommunikation und Hygieneaufklärung - 6400 Haushalte werden durch die Aufklärungskampagnen erreicht.
  • Fünf neue Quarantäne- und Behandlungszentren werden mit Wassertanks ausgerüstet, sauberem Wasser beliefert und mit zehn mobilen Sanitäranlagen ausgestattet - 25.000 Menschen kommt dies zugute.
  • 80 Stationen zum Händewaschen werden an kritischen Stellen in Äthiopien installiert – für den Einzugsbereich von 8000 Menschen.
  • 200 Hilfspakete mit Decken, Matratzen und Hygienematerial werden in Quarantänezentren verteilt.
  • 10 Ambulanzen, zur Versorgung von 6000 Patienten, werden regelmäßig desinfiziert und mit Erste Hilfe-Materialien beliefert.
  • Persönliche Schutzausrüstung wird an 130 Einsatzkräfte der Ambulanzen und Teams der Quarantänezentren verteilt.

Aufklärungsarbeit zum Schutz vor Corona in Somalia

Um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen, unterstützt das DRK die Somalische Rothalbmondgesellschaft bei Aufklärungskampagnen und Hygieneschulungen der Bevölkerung. Das DRK ist, aufgrund seiner Präsenz vor Ort und der langjährigen Zusammenarbeit mit der SRCS, in der Lage, effektiv und bedarfsgerecht auf die gegenwärtigen Anforderungen zu reagieren.

Das Projekt hat zum Ziel, mit geeigneten Aufklärungsprogrammen und Hygieneschulungen, die Mitglieder von 23 Gemeinden in Somalia im richtigen Verhalten zum Schutz vor Covid-19 zu schulen und so die Ausbreitung des Virus zu vermindern.  

Die Schulungen und Mobilisierungskampagnen finden mit Freiwilligen in den Gemeinden statt. Mit Lausprecherwagen und Tür-zu-Tür-Kampagnen werden die Menschen über richties Hygieneverhalten und Covid-19-Symptome aufgeklärt. 

  • Händewaschen
  • Abstand halten
  • Verhalten bei Husten und Niesen
  • Meldung von Symptomen an Gesundheitseinrichtungen

Soforthilfe für die Ukraine in der Coronakrise

Das DRK und das Ukrainische Rote Kreuz (URK) helfen durch gemeinsame Soforthilfemaßnahmen in der Ostukraine besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen. Die Soforthilfemaßnahmen konzentrieren sich besonders auf Menschen mit Behinderungen oder chronischen Krankheiten sowie ältere Menschen. 

Es besteht ein Bedarf an Lebensmittel- und Hygienepaketen für mindestens 25.000 Menschen sowie an Persönlicher Schutzausrüstung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ukrainischen Roten Kreuzes.

  • Beschaffung von Lebensmitteln und Hygiene-Kits vor Ort und Verteilung an mindestens 10.000 Begünstigte
  • Beschaffung von Persönlicher Schutzausrüstung für die URK-Mitarbeiter*innen und Freiwilligen
  • Online-Kampagne zur Risikokommunikation mit bereits erzielten 2,5 Millionen Aufrufen
  • Verteilung von Informationsmaterialien mit bisher 1 Million Abnahmen
  • Gemeinsame Hotline  mit dem Gesundheitsministerium zur Aufklärung der Bevölkerung über den Umgang mit Corona  
  • Screening und Kontaktverfolgung zum Infektionsschutz

Soforthilfe gegen Covid-19 in Uganda

Zahlreiche Menschen in Uganda – ob Einheimische oder Geflüchtete – leben unter unzureichenden hygienischen Bedingungen und auf beengtem Raum. Deshalb schulen wir Freiwillige, die die Menschen in den Dörfern und Flüchtlingssiedlungen beraten, aber vor allem gezielte Gesundheitsaufklärung betreiben.  An vielbesuchten Orten wie Marktplätzen, erhöht sich die Gefahr einer raschen Ausbreitung des Virus. Deshalb ist es enorm wichtig, weitere Infektionen durch Aufklärungs- und Sensibilisierungsarbeit zu vermeiden. Neben der Bereitstellung von Handwaschstationen wird beim Eingang der Märkte Fieber gemessen. Durch Lautsprecherwagen werden Marktbesucher über Coronasymptome und Prävention von Infektionskrankheiten aufgeklärt.


Blogbeitrag: Coronavirus im Libanon – persönliche Eindrücke von DRK-Mitarbeiterin Oana Bara

Oana ist seit drei Jahren für das DRK im Libanon und berichtet aus Projektländern rund um die Welt. Im Interview spricht sie über ihre Erfahrung inmitten der Corona-Pandemie fernab von zu Hause und über die Situation im Libanon – ein Land, das schon vor der Pandemie in einer schweren Wirtschaftskrise steckte.

» Beitrag lesen


Grenzenlose Hilfe

Die Auswirkungen von COVID-19 sind überall spürbar, aber die Menschen in Risikogebieten sind einer besonders hohen Gefahr ausgesetzt. Das Rote Kreuz betont, dass es eines koordinierten, grenz- und länderübergreifenden Hilfsansatzes bedarf, um einer ungehemmten und schnellen Ausbreitung des Coronavirus in Risikogebieten entgegenzuwirken. Wir sind alle gefordert, auf allen Ebenen zusammenzuarbeiten, um die weltweiten gesundheitlichen Folgen für Menschen so gering wie möglich zu halten.

Jede kleine Spende für die Corona-Auslandshilfe hilft den Menschen in Not!

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