Collage: Portrait Udo Ahrens und Dienstbuch
privat

„Und mein Freund hat mich mitgenommen und dadurch bin ich 1954 ins Jugendrotkreuz eingetreten.“

Udo Ahrens wird 1942 in Wesermünde, heute Bremerhaven, geboren. Nach der neunjährigen Schulausbildung lernt er von 1957 bis 1960 das Tischlerhandwerk. Später arbeitet er u.a. als Busfahrer, ehe er in die Verwaltung beim Magistrat der Stadt Bremerhaven wechselt, wo er den Großteil seines Berufslebens verbringt. Schon 1954 bringt ihn sein Freund zum Jugendrotkreuz im Kreisverband Bremerhaven. Bereitschaftseinsätze bei Fußballspielen und Theaterabenden gehören von da an zu seinem Rotkreuzleben.

"Es steht eine Sturmflut bevor. Kommst du zum Einsatzort?“ – „Ja, ist gut."

1960 tritt er in den Katastrophenschutz des DRK ein, um keinen Dienst bei der Bundeswehr leisten zu müssen. Als im Januar 1962 eine große Sturmflut Norddeutschland trifft, ist Udo Ahrens gerade zum Gruppenführer ernannt worden. Mit seinen Kameraden unterstützt er vor allem Feuerwehr und Bundeswehr bei ihren Einsätzen. Spätere Katastrophenschutzeinsätze des DRK führen ihn 1980 nach Süditalien zur Aufbauhilfe nach einem schweren Erdbeben, nur wenige Monate später unterstützt er die Polenhilfe des DRK. 1984 wird er Kreisbereitschaftsleiter des KV Bremerhaven und ist dort auch zuständig für die Ausbildung für Gruppenführer und Sanitätsausbilder. Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst gründet und leitet er ab 1993 die Althelferkameradschaft des KV Bremerhaven. Dort finden regelmäßige Treffen für ältere Ehrenamtliche der verschiedenen Bereitschaften des Deutschen Roten Kreuzes in Bremerhaven statt.

Das Gespräch mit Udo Ahrens wurde im Februar 2019 in Bremerhaven geführt.

 

Interview: Vom Jugendrotkreuz, über die Bereitschaft zum Katastrophenschutz

zum Anfang