„Ich wollte eigentlich Musik studieren, dann wurde meine Mutter krank und ich dachte: Du musst es lernen zu helfen. Gesagt, getan.“

Ingeborg wird 1926 in der Neumark geboren. Obwohl sie bereits ein Stipendium für ein Musikstudium hat, bewirbt sie sich um eine Ausbildung als Krankenschwester, um ihre kranke Mutter unterstützen zu können. Sie wird gefragt, ob sie sich einen Auslandseinsatz vorstellen könne und geht ins DRK-Krankenhaus nach Busan, Korea.

Ingeborg Westphal wird 1926 in Arensdorf/Neumark, heute ein Ortsteil von Libniewice in Polen, geboren. Während des Krieges zieht die Familie nach Mecklenburg, in die Heimat des Vaters.

Obwohl sie bereits ein Stipendium für ein Musikstudium hat, bewirbt sie sich um eine Ausbildung als Krankenschwester, um ihre kranke Mutter unterstützen zu können. Sie erlernt den Beruf von 1949 bis 1951 in Berlin, wohnt und arbeitet bei der Rittberg-Schwesternschaft in Berlin-Lichterfelde. Anschließend geht sie nach Bad Segeberg, arbeitet im OP und in der Kinderpflege.

"Würden Sie mit ins Ausland gehen? Und ruckzuck war ich in Südkorea."

Sie wird gefragt, ob sie sich einen Auslandseinsatz vorstellen könne und, nachdem ihr Vater zustimmt, geht sie ins DRK-Krankenhaus nach Busan, Korea. Der Einsatz dort ist anspruchsvoll, nicht nur das Klima ist gewöhnungsbedürftig, man muss die Sprache lernen und im medizinischen Einsatz improvisieren können.

Eindrücklich bleiben viele lebensrettende Maßnahmen und der Dank der koreanischen Patienten. Sie kommt 1956 zurück nach Deutschland, beginnt eine Weiterbildung an der Werner-Schule vom DRK, bevor sie gleich beim nächsten Hilfseinsatz in Ungarn dabei ist. Nach vielen Einsätzen in Deutschland und Europa geht sie 1987 in den Ruhestand.

Interview mit Ingeborg Westphal über ihre Zeit in Südkorea

Das Gespräch mit Ingeborg Westphal wurde im August 2021 in Berlin geführt.  

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