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Jemen: Überlebenshilfe im Krisengebiet

Menschen im Jemen leiden derzeit unter der größten humanitäre Krise der Welt. Seit mehr als drei Jahren herrscht Krieg im Land – mit katastrophalen Folgen für die Zivilbevölkerung: Mehr als 80 Prozent der Jeminitinnen und Jeminiten brauchen humanitäre Hilfe. 17,8 Millionen Menschen leiden unter Ernährungsunsicherheit. 2,9 Millionen Kinder sowie schwangere und stillende Frauen sind akut unterernährt. Mehr als eine Million Menschen stehen in Verdacht, an Cholera erkrankt zu sein. Das DRK leistet Überlebenshilfe.

  • 22.2 Mio.

    Menschen im Jemen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

  • 8.4 Mio.

    Menschen im Jemen sind akut vom Hungertod bedroht.

  • 1,2 Mio.

    Jemeniten sind bislang mutmaßlich an Cholera erkrankt.

  • 1,8 Mio.

    Millionen Kinder unter 5 Jahren sind akut mangelernährt.

Enormer Hilfsbedarf durch Konflikt, Hunger und Cholera

Ein normales Leben zu führen, ist für die Menschen im Jemen unmöglich. Wichtige Infrastruktur wie Wasserversorgungsnetze, Straßen und Häfen ist weitreichend beschädigt und die Importe von Lebensmitteln, Medikamenten und Treibstoff sind stark eingeschränkt. All das hat verheerende Auswirkungen: So haben fast 16 Millionen Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser und angemessenen sanitären Einrichtungen. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung ist auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen. Ebenso haben mehr als die Hälfte der Jeminitinnen und Jeminiten – 16,4 Millionen – keinen Zugang zur Basisgesundheitsversorgung. Seit Mai 2017 verschärft ein Cholera-Ausbruch die Lage, der sich aufgrund des desolaten Gesundheitssystems und der katastrophalen hygienischen Bedingungenverheerend auswirkt. Der Bedarf an Hilfe ist enorm.

Mit 50 € kann ein Freiwilliger
an einer Gesundheitsschulung
teilnehmen.

Für 75 € können wir einer Familie
Grundnahrungsmittel für einen Monat
bereitstellen.

220 € reichen aus,
um einen Dialysepatienten
für einen Monat zu versorgen.

Mit 230 € kann eine Schule
mit Krankenliegen und Erste-Hilfe-Kits
ausgestattet werden.

500 € genügen, um
22 Flaschen Sauerstoff für Patienten
in lokalen Krankenhäusern zu kaufen.


Was wir tun

Das Rote Kreuz ist eine der wenigen Hilfsorganisationen, die im Jemen noch landesweit agieren. Gemeinsam mit dem Jemenitischen Roten Halbmond versuchen wir, die Menschen in den besonders betroffenen Gebieten mit dem Notwendigsten zu versorgen und die Cholera einzudämmen:

  • Gesundheitsversorgung: Um die medizinische Versorgung zu stabilisieren, unterstützen wir Krankenhäuser und Gesundheitsstationen unter anderem mit Medikamenten, Impfstoffen und medizinischen Geräten sowie Generatoren und Treibstoff. Wir haben eine Notfallgeburtshilfestation sowie einen OP-Saal instand gesetzt und betreiben im Bezirk Taiz ein therapeutisches Ernährungszentrum für mangelernährte Kinder und Mütter. Seit Ende 2017 betreiben wir darüber hinaus eine mobile Gesundheitsstation in Maqbana. Dadurch erhält auch die Bevölkerung in abgelegenen Gemeinden medizinische Behandlungen. Ein Fokus unserer Arbeit im Gesundheitsbereich ist die Versorgung chronisch kranker Menschen, etwa Dialysepatienten. Besonders bedürftige Familien erhalten Hygienepakete. Insgesamt konnten so bisher über 95.000 Menschen medizinisch versorgt werden.
    Nach dem Ausbruch der Cholera haben wir unter anderem Cholera-Tests und Hygienekits verteilt, aber auch Medikamente zur Behandlung von Cholerakranken sowie Chlor und Tabletten zur Wasserreinigung beschafft.
    Mit Kampagnen zur Aufklärung über Gesundheitsfürsorge, Hygiene sowie Infektionen wie Cholera setzen wir uns für die Krankheitsvorbeugung ein und haben damit inzwischen über 135.000 Menschen erreicht.
  • Lebensmittelversorgung: Wir unterstützen besonders bedürftige Familien mit Nahrungsmittelpaketen und kümmern uns in unserem therapeutischen Ernährungszentrum um die Stärkung mangelernährter Kinder sowie stillender Mütter.
  • Wasserversorgung: In Sanaa sowie Amran, Hajjah und Taiz stellen wir mit Tanklastern Trinkwasser für die lokale Bevölkerung sowie innerhalb des Landes Vertriebene bereit.
  • Psychosoziale Betreuung: Vor allem Frauen und Kinder sind durch die permanente Gefahr und verstörende Erlebnisse traumatisiert. Geschulte Freiwillige des Roten Halsmonds bieten mit Unterstützung des DRK verschiedene Hilfen und Freizeitangebote an, um ihnen zu helfen, das Erlebte besser zu verarbeiten. Dazu fördern wir auch Schulungen und Coachings für die Mitarbeiter.
  • Resilienz der Bevölkerung: Wir fördern Menschen, sich – auch in Krisenzeiten – selbst verlässlich versorgen zu können. Damit sie künftig weniger abhängig von Importen sind, beraten wir sie zum Beispiel zu alternativen landwirtschaftlichen Anbaumethoden und unterstützen sie, ihre Einkommensquellen vielfältiger zu gestalten.

DRK-Projekte vor Ort

  • Jemen

    Seit Beginn der Kämpfe im Jemen in 2015 hat sich die Lage im Land dramatisch verschlechtert. Das DRK unterstützt die notleidende Bevölkerung mit Hilfsgütern und fördert die medizinische Versorgung insbesondere von Müttern sowie mangelernährten Kindern.
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  • Jemen: Gesundheitsversorgung

    Das DRK unterstützt seine Schwestergesellschaft, den Jemenitischen Roten Halbmond dabei, der Bevölkerung Zugang zur Gesundheitsversorgung zu ermöglichen sowie Mangelernährung zu reduzieren.
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  • Jemen: Kindergesundheit

    Die Hälfte der etwa 23,8 Millionen Jemeniten lebt in Armut, 13 Millionen haben keinen Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen, 2,2 Millionen Kinder sind unterernährt. Deshalb unterstützt das DRK unterstützt den Jemenitischen Roten Halbmond dabei, die Kindergesundheit an 21 Schulen zu verbessern.
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Rotkreuz-Helfer berichten über ihren Einsatz

  • Jemen: „Ich glaube an eine gute Zukunft“

    Foto: Rothalbmond-Mitarbeiter gibt Kind die Hand, das auf dem Arm seines Vater ist. Jeminitischer Roter Halbmond

    Der Rothalbmond-Freiwillige Ali Salah engagiert sich in einem Gesundheitszentrum und läuft dafür jeden Tag 15 km. Seine Motivation: seine vier Kinder und seine Hoffnung. Im DRK-Blog erzählt er über seine Arbeit und die Lage im Jemen.

  • Arbeiten unter extremen Bedingungen - für Kinder

    Rene Schulthoff / DRK

    Seit 2009 arbeitet das DRK gemeinsam mit dem Jemenitischen Roten Halbmond im Jemen. Dass die Arbeitsbedingungen für die Helfer immer schwieriger werden, weiß René Schulthoff im DRK-Blog zu berichten.

  • Wasser- und Hygieneprojekte des DRK

    Neben Mathematik und Sprache stehen dank des DRK in diversen jemenitischen Schulen auch Erste Hilfe und Hygiene im Stundenplan - eine wichtige Gesundheitsvorsorge. Auch neue Toiletten und Handwaschbecken sind gebaut.

Wir brauchen Sie, um Menschen in Not helfen zu können.

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