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UN-Klimakonferenz in Sharm El-Sheikh: DRK fordert zügige Umsetzung der Beschlüsse

Überschwemmungen in Pakistan
Überschwemmungen in Pakistan © Türkischer Roter Halbmond / IFRK

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) begrüßt das Ergebnis der 27. UN-Klimakonferenz in Sharm El-Sheikh, fordert aber die zügige Umsetzung der Vereinbarungen durch die Vertragsparteien und größere Anstrengungen beim Klimaschutz und bei der Klimaanpassung. Die im Abkommen enthaltene Einigung zur Schaffung eines eigenen Finanzierungsfonds zur Bewältigung klimawandelbedingter Verluste und Schäden setzt ein wichtiges Zeichen von historischer Bedeutung. Allerdings muss dieses Instrument auch mit den nötigen Mitteln ausgestattet werden. Das DRK fordert zum unverzüglichen Handeln auf. „Die Folgen der Klimakrise sind nicht gleichmäßig verteilt. Die Länder des Globalen Südens sind nur für einen geringen Teil der Treibhausgasemissionen verantwortlich und leiden gleichzeitig am meisten unter den klimatischen Folgen. Häufig fehlen die Mittel, sich auf klimatische Veränderungen und die zunehmenden Extremwetterereignisse vorzubereiten. Daher braucht es schon jetzt neben der finanziellen Ausstattung des neuen Klimafonds weiterhin größere Unterstützung in der Klimaanpassung und Katastrophenvorsorge,“ sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter.

Jüngste Untersuchungen der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRK) zeigen, dass vielen Ländern und Gemeinden die Mittel im Bereich Klimaanpassung und Katastrophenvorsorge fehlen. Nur mit einer stärkeren Unterstützung lokaler Strukturen und Akteure können diese Länder klimabedingten Verluste und Schäden begegnen.

„Die Vertragsparteien der UN-Klimakonferenz müssen auf die wachsende Nachfrage nach Finanzierung reagieren. Die Mittel müssen die lokale Ebene erreichen und betroffenen Gemeinden in der erforderlichen Größenordnung zugutekommen.“, betont Reuter. „Es ist jedoch dringend notwendig, nicht nur auf den Klimawandel zu reagieren, sondern auch vorausschauend zu handeln, um im Vorfeld die Wahrscheinlichkeit von Verlust und Schäden zu reduzieren.“

Das DRK unterstützt zahlreiche seiner Schwestergesellschaften vor Ort bei der Anpassung und Bewältigung der Klimakrise, etwa durch die vorausschauende humanitäre Hilfe. Hierbei werden finanzielle Mittel für humanitäre Hilfe schon vor Eintreten einer Katastrophe auf Basis von detaillierten Vorhersagen und Risikoanalysen bereitgestellt. In sogenannten Early Action Protocols (EAPs) sind Schwellenwerte vorab festgelegt bei deren Erreichen Hilfsgelder nach bestimmten Vorgaben Verwendung finden. Je eher eine Katastrophe vorhergesagt werden kann und je konkreter die Maßnahmen in dem Fall festgelegt sind, desto besser ist es möglich, menschliches Leid zu mindern.

„Die vorausschauende humanitäre Hilfe, die das DRK international leistet, trägt entscheidend dazu bei, Klimawandelanpassung und Bewältigung klimabedingter Verluste und Schäden voranzubringen. Deshalb fordern wir, dass die Vereinbarungen von Sharm El-Sheikh so schnell wie möglich umgesetzt werden, “ so Reuter.

Weitere Informationen zu den Klimaprojekten des DRK unter: https://www.drk.de/hilfe-weltweit/was-wir-tun/klimawandel-folgen/

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