Das Szenario der Übung spielt im Sommer 2027: Nach fünf Dürrejahren verschärft eine mehrwöchige Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 45 Grad die Lage. Die Folgen betreffen zahlreiche Lebensbereiche – von der Gesundheit der Bevölkerung über die Umwelt bis hin zu Verkehr und Ernährung. Die beteiligten Krisenstäbe müssen Informationen austauschen, die Lage einschätzen und strategische Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung abstimmen. An der LÜKEX 26 beteiligen sich fast 180 Organisationen, darunter Behörden auf Bundes- und Landesebene, Hilfsorganisationen und Betreiber Kritischer Infrastrukturen.
Im FüLZ laufen während der Übung Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammen – etwa von Ministerien, DRK-Landesverbänden und weiteren beteiligten Organisationen. Aus einzelnen Meldungen entsteht nach und nach ein Lagebild: „Im Krisenmanagement kommt es darauf an, auch bei unvollständigen Informationen den Überblick zu behalten, Entwicklungen richtig einzuordnen und die notwendigen Abstimmungen anzustoßen. Wir üben, wie wir Informationen aus unterschiedlichen Quellen zusammenführen und gemeinsam mit den Landesverbänden auf konkrete Bedarfe reagieren können“, sagt Philipp Wiesener, Bundesbeauftragter Katastrophenschutz beim DRK.
Die LÜKEX wird vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) koordiniert und findet alle paar Jahre statt. Die strategische Übung stärkt das übergreifende Krisenmanagement und die Zusammenarbeit über Zuständigkeitsgrenzen hinweg. Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollen helfen, die Krisenmanagementstrukturen langfristig weiterzuentwickeln.
