
Ein schweres Erdbeben erschütterte am 24. Juni 2026 den Norden Venezuelas. Das Rote Kreuz ist vor Ort im Einsatz, um den betroffenen Menschen zu helfen. Das DRK unterstützt mit dringend benötigten Hilfsgütern.
Innerhalb nur weniger Minuten ereigneten sich zwei sehr starke aufeinanderfolgende Erdbeben westlich von Caracas nahe der Region Valencia–Morón. Über 5.000 Menschen kamen ums Leben, mehr als 16.000 Menschen wurden verletzt.
530.000 Menschen sind von den Folgen der Erdbeben betroffen und benötigen dringend humanitäre Hilfe - allem voran medizinische Versorgung, Unterkünfte und Nahrungsmittel.
Das Venezolanische Rote Kreuz (VRK) aktivierte sofort seine Notfallmechanismen und unterstützte den Katastropheneinsatz der nationalen Behörden, u.a. im Bereich Rettungsdienst und Erste Hilfe.
Gemeinsam mit dem Kolumbianischen Roten Kreuz transportierte das DRK am 26. Juni wichtige Hilfsgüter über die Grenze nach Venezuela.
Die Hilfslieferung unterstützte die Soforthilfe des Venezolanischen Roten Kreuzes und umfasste Erste-Hilfe-Materialien, Traumakits, medizinische Verbrauchsgüter sowie Funk- und Telekommunikationstechnik.
Ergänzend wurden am 1. und 8. Juli zwei weitere Hilfstransporte mit medizinischem Material und Ausrüstung zur Notfallversorgung sowie stabile, große Zelte zum Aufbau mobiler Gesundheitsstationen in das Katastrophengebiet entsendet - unterstützt durch die Bundeswehr des Fliegerhorst Wunstorf.
Die Hilfslieferungen werden gefördert durch die Generaldirektion Europäischer Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe der EU sowie durch das Auswärtige Amt und private Spenden.
Hilfsgüter, Erste Hilfe, Unterkünfte und psychosoziale Unterstützung
Die Hilfslieferung des DRK beinhaltete zudem das digitale Gesundheits- und Patientenmanagementsystem der Internationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung: Das “Red Cross and Red Crescent Health Information System” (RCHIS) wurde durch das DRK mitentwickelt und vom Auswärtige Amt gefördert.
Das System erweitert vor Ort die Notfallklinik des Spanischen Roten Kreuzes. Gerade bei der Versorgung einer großen Anzahl verletzter Menschen verbessert es die Versorgung der Patienten durch die Digitalisierung des gesamten Behandlungsprozesses - von der Registrierung über die Behandlung bis zur Entlassung oder Überweisung.
Die Soforthilfe des DRK wird in enger Abstimmung mit dem Venezolanischen und dem Kolumbianischen Roten Kreuz umgesetzt. So ist sicher gestellt, dass den Menschen in dieser schweren Situation effizient geholfen wird.
Das DRK arbeitet seit vielen Jahren eng mit dem Venezolanischen Roten Kreuz zusammen. Gemeinsam stärken wir unter anderem die Gesundheitsversorgung und die Katastrophenvorsorge.