Nach aktuellen Schätzungen sind bis zu 1,4 Millionen Menschen von den Folgen der Erdbeben betroffen. Nach Angaben der venezolanischen Regierung kamen bislang mindestens 235 Menschen ums Leben, mehr als 4.300 Menschen wurden verletzt. „Der Schock sitzt tief, das Maß der Zerstörung ist noch immer unklar. Dank unserer langjährigen, engen Zusammenarbeit mit dem Kolumbianischen und dem VRK können wir bereits jetzt erste dringend benötigte Hilfsgüter in das Erdbebengebiet bringen, während genaue Bedarfserhebungen noch laufen“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter.
Die Hilfslieferung umfasst unter anderem Erste-Hilfe-Materialien, Traumakits, medizinische Verbrauchsgüter sowie Funk- und Telekommunikationstechnik. Darüber hinaus werden Computer für das Informationsmanagement sowie Schutzausrüstung und Einsatzkleidung für Helferinnen und Helfer bereitgestellt. Die Materialien stammen aus einer Vorhaltung in der Grenzregion zwischen Kolumbien und Venezuela und können deshalb jetzt umgehend eingesetzt werden.
„Dadurch, dass wir die Hilfsgüter bereits vor der Katastrophe gemeinsam mit unserer Schwestergesellschaft, dem Kolumbianischen Roten Kreuz, in der Grenzregion bevorratet haben, können wir nun die betroffenen Menschen schnell und bedarfsgerecht unterstützen. Solche Investitionen in die Katastrophenvorsorge zahlen sich im Ernstfall aus“, sagt Christian Reuter.
Die Hilfsmaßnahmen werden in enger Abstimmung mit dem Venezolanischen und dem Kolumbianischen Roten Kreuz umgesetzt. Unterstützt werden sie durch die Generaldirektion Europäischer Katastrophenschutz und humanitäre Hilfe der Europäischen Union sowie durch das Auswärtige Amt.
Die Lage in den Erdbebengebieten bleibt weiterhin angespannt. Die Such- und Rettungsarbeiten sowie die Schadensbewertungen dauern an, während das VRK die betroffenen Menschen mit medizinischer Versorgung, Erster Hilfe und weiteren lebensrettenden Maßnahmen unterstützt. Das DRK steht im engen Austausch mit seinen Schwestergesellschaften und passt die Hilfe fortlaufend an den weiteren Unterstützungsbedarf an.
Das DRK bittet um Spenden für die Betroffenen:
IBAN: DE63370205000005023307
BIC: BFSWDE33XXX
Stichwort: Erdbeben Venezuela
oder unter https://www.drk.de/erdbeben/
