Ukrainische Binnenflüchtlinge bei der Hilfsvergabe des Ukrainischen und Deutschen Roten Kreuzes Gero Breloer / DRK
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Ukraine: Unterstützung der Binnenflüchtlinge in der Region Charkov

Die Ukraine, insbesondere der Osten des Landes, befindet sich seit mittlerweile vier Jahren in einer Krise. Die umkämpften Regionen Lugansk und Donetsk werden nicht mehr von der ukrainischen Regierung  kontrolliert. 180.000 Binnenvertriebene suchen Schutz in der Großstadt Charkov. Über 5.000 besonders bedürftige Menschen unterstützt das Deutsche Rote Kreuz, gemeinsam mit dem Ukrainischen Roten Kreuz (URK), seit Februar 2016 monatlich mit Einkaufs- und Apothekengutscheinen.

Ausgabe von Apotheken- und Einkaufsgutscheinen
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Konzentration auf besonders Bedürftige

Flucht und Vertreibung erhöhen die Verwundbarkeit der Menschen. Daher hilft das DRK vor allem den Binnenvertriebenen, die besonders bedürftig sind, wie älteren Menschen, Erkrankten und Familien mit Kindern. Sie erhalten monatlich einen Gutschein in Höhe von 20 Euro für Einkaufsmärkte und 10 Euro für Apotheken, um ihren Bedarf an alltäglichen Gütern selbstständig decken zu können.

Die Apothekengutscheine wurden im Jahr 2016 eingeführt, um den Bedarf an Medikamenten von insbesondere älteren, chronisch erkrankten Menschen sicher zu stellen

Die Zuordnung erfolgt durch die Registrierung bei der örtlichen Verwaltung bzw. beim Ukrainischen Roten Kreuz anhand der folgenden Auswahlkriterien:

  • Alleinstehende mit Kindern unter 18 Jahren,
  • Kinderreiche Familien (mind. 3, unter 18 Jahren),
  • Familien mit Kleinkindern (unter 3 Jahren),
  • Schwangere und stillende Mütter,
  • Familien mit einem Kind mit Behinderungen,
  • Familien mit Pflegekindern,
  • Menschen mit Behinderungen,
  • Ältere Menschen (über 70 Jahre alt)

Mit dieser Auswahl berücksichtigt das DRK auch den besonderen Kontext dieses Konfliktes: Es handelt sich um eine besonders hohe Zahl  älterer Flüchtlinge, darunter viele Frauen, die meisten weit über sechzig Jahre alt.

Bereits zum dritten Mal wird in der Region um Charkov der Ansatz monetärer Hilfsleistungen erfolgreich angewandt. In der humanitären Nothilfe werden zunehmend Geldtransfers eingesetzt. Gegenüber Sachleistungen haben sie den Vorteil, dass die Empfänger selbst über ihren Bedarf entscheiden, und der logistische Aufwand für die Lagerhaltung der Hilfsgüter entfällt. So können die Gelder zielgerichteter zum Wohl der Notleidenden eingesetzt werden.

Ausweitung der Hilfen im medizinischen Bereich 2018

Aufgrund der Langfristigkeit der Krise ist der Bedarf an Hilfsleistungen ungebrochen – nicht nur in Charkov, sondern in der gesamten Ukraine und besonders in der Grenzregion zu Donbass. Hier unterstützt das DRK das Ukrainische Rote Kreuz mit drei mobilen medizinischen Versorgungseinheiten. Die Lieferung soll am 25. Juli in der Ukraine eintreffen. Die Einheiten werden vom Ukrainischen Roten Kreuz betrieben, um die Gesundheitsversorgung der Zivilbevölkerung zu verbessern.

Das Projekt:

Land: Ukraine
Region:
Charkov (Ostukraine)
Zielgruppe:
ca. 5.000 Binnenflüchtlinge
Leistungen:
Verteilung von jeweils 140.000  Einkaufsgutscheinen und Apothekengutscheinen
Projektlaufzeit:
28 Monate (Februar 2017 – Juni 2019)
Projektvolumen:
4.800.000 Euro
Finanzierung:
Auswärtiges Amt und Spenden
Partner:
Ukrainisches Rotes Kreuz


Eine Ukrainische Familie in Charkov

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