DRK-Mitarbeiter prüfen und verlegen neue Wasserleitungen

Griechenland: Hilfe für Flüchtlinge

Griechenland ist zu einer wichtigen Zwischenstation für Flüchtlinge in Richtung Europa geworden. Die Verhältnisse in den Flüchtlingslagern in Griechenland sind aufgrund der hohen Flüchtlingszahlen oftmals sehr schlecht. Die Gefahr sich ausbreitender Krankheiten wie COVID-19 und zunehmender Gewalt und Kriminalität ist zutiefst besorgniserregend. Das DRK setzt sich für eine Verbesserung der humanitären Situation der Flüchtlinge in Griechenland ein. Gemeinsam mit der Schwestergesellschaft, dem Griechischen Roten Kreuz, wird der Hilfsbedarf vor Ort geprüft, Hilfslieferungen auf die griechische Insel Lesbos geliefert und die Wasser- und Hygieneversorgung in den Lagern verbessert.

Kara Tepe: DRK verbessert Wasser- und Hygieneversorgung für Flüchtlinge in Griechenland

Im Flüchtlingslager Kara Tepe verbessert das Deutsche Rote Kreuz (DRK) die Wasser- und Hygieneversorgung für rund 7.300 Menschen. Neben der Bereitstellung von Trinkwasser hat das DRK rund 100 provisorische Duschen installiert.

Mehrere DRK-Delegierte sind in Kara Tepe im Einsatz und leisten Hilfe: Sie haben unter anderem neun Wassertanks und acht Wasserentnahmestellen aufgebaut, um die Wasserversorgung für die Flüchtlinge in Kara Tepe zu verbessern. Zusätzliche Waschgelegenheiten mit Warmwasser ermöglichen allen Geflüchteten jeden zweiten Tag warm zu duschen, was eine große Verbesserung in der noch immer sehr schwierigen Situation ist. Außerdem werden Leitungen verlegt, um das Zu- und Abwasser an das örtliche Netz anzuschließen. Ebenfalls werden Hygieneartikel wie Seife, Waschmittel und Zahnbürsten verteilt. Freiwillige schulen die Geflüchteten in Kara Tepe im Umgang mit den sanitären Anlagen und vermitteln wichtige Hygieneregeln, darunter auch Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus. Die bessere Wasser- und Hygieneversorgung im Flüchtlingscamp in Griechenland soll auch den Ausbruch von Durchfallerkrankungen wie Cholera sowie eine Verbreitung des Coronavirus verhindern.

Das DRK agiert in enger Zusammenarbeit und Abstimmung mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC), dem Griechischen Roten Kreuz sowie weiteren nicht-staatlichen Akteuren vor Ort.

Flüchtlingshilfe in Griechenland: DRK schickt erste Hilfsflüge nach Lesbos

Das Deutsche Rote Kreuz hat am 13. und 14.9.2020 insgesamt vier Flüge mit Zelten auf die griechische Insel Lesbos geschickt. Gemeinsam mit unserer Schwestergesellschaft, dem Griechischen Roten Kreuz, prüfen wir den genauen Hilfsbedarf vor Ort, um weitere Maßnahmen vorzubereiten. Diese sollen sowohl geflüchteten Menschen auf Lesbos als auch in anderen Regionen Griechenlands zugutekommen. 

„Nach dem schlimmen Feuer in Moria hat sich die Lage der geflüchteten Menschen auf der Insel abermals extrem verschlechtert. In Reaktion darauf hat das DRK gemeinsam mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften und dem Griechischen Roten Kreuz begonnen, erste dringend notwendige Hilfsmaßnahmen einzuleiten. In vier Flügen vom Flughafen Leipzig/Halle aus transportieren wir  insgesamt 500 Familienzelte nach Lesbos. An Bord des ersten Fluges war auch ein DRK-Mitarbeiter, der nun vor Ort den Einsatz mit koordiniert. Ermöglicht wird dieses schnelle Anlaufen der Hilfe des DRK durch eine großzügige Spende von fünf Millionen Euro des Volkswagen Konzerns und der Siemens AG“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter.

Die vom DRK in Kara Tepe aufgestellten Familienzelte verfügen über eine winterfeste Ausstattung mit isolierten Wänden und einer robusten Struktur, um Kälte und Regenfall abzuleiten. Die Helferinnen und Helfer vor Ort haben zudem die DRK-Zelte von unten durch Paletten angehoben, unter anderem um sie vor möglichem stagnierendem Regenwasser und Bodenkälte zu schützen.

Weitere Hilfe für Flüchtlinge auf Lesbos

Das DRK ist aktuell in der Abstimmung zur Lieferung weiterer dringend benötigter Hilfsgüter. Gemeinsam mit unserer Schwestergesellschaft, dem Griechischen Roten Kreuz, prüfen wir den genauen Bedarf vor Ort, um weitere Maßnahmen für die Flüchtlingshilfe in Griechenland vorzubereiten. Denn der humanitäre Bedarf dieser Menschen ist auch außerhalb von Lesbos groß.

Krankheiten wie COVID-19 und zunehmende Gewalt bedrohen die Flüchtlingslager in Griechenland

Helfen Sie mit!

Jede kleine Spende hilft Menschen in Not!

Allein auf der Insel Lesbos leben tausende Menschen unter völlig inakzeptablen Bedingungen in absolut überfüllten Lagern. Die Zustände beispielsweise im Flüchtlingslager Moria haben gravierende Auswirkungen auf die körperliche und mentale Gesundheit dieser Menschen. Die Gefahr sich ausbreitender Krankheiten wie COVID-19 und zunehmender Gewalt und Kriminalität ist zutiefst besorgniserregend. International Schutzsuchende müssen menschenwürdig behandelt und ihre Grundversorgung muss sichergestellt werden. Das Deutsche Rote Kreuz und die Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC) sind vor allem besorgt über die Situation der Kinder und Minderjährigen in den Flüchtlingslagern. Sie sind besonders gefährdet und schutzbedürftig. Kinder machen ein Drittel der Menschen aus, die in den Lagern auf den ostgriechischen Inseln leben, davon sind 15 Prozent unbegleitet oder von ihren Eltern getrennt worden. Schutz und Hilfe sind hier besonders wichtig.

IFRC-Präsident Francesco Rocca besuchte vom 4. bis 7. März Griechenland und die Ägäis-Inseln. Er traf dort Regierungsvertreter und die Führung des Griechischen Roten Kreuzes und forderte eine bessere humanitäre Lösung für die Menschen in den Flüchtlingslagern in Griechenland.

Das DRK ist mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Halbmondgesellschaften im Austausch über die Möglichkeiten zur Unterstützung ihrer Hilfsmaßnahmen für die Flüchtlinge in Griechenland.

Hygienepakete und Hilfe für Flüchtlinge in Griechenland

Das DRK hat in mehreren Projekten bis 2016 das Griechische Rote Kreuz vor Ort mit Hilfsmaßnahmen und Hygienepaketen unterstützt.

Ob aus Syrien, Afghanistan oder Irak: Immer mehr Menschen fliehen vor Gewalt und Tod aus ihrer Heimat. Sie nehmen einen oft langen Weg voller Leid auf sich, um Schutz zu finden. Für viele Menschen auf der Flucht ist Griechenland das Tor nach Europa, eine Welt ohne Angst und Not. Im Jahr 2015 ist die Zahl der in Griechenland ankommenden Flüchtlinge über 1700% gestiegen. So erreichen pro Tag tausende Schutz suchende Menschen das Land. In Zeiten der wirtschaftlichen und sozialen Krise stellt dieser Zustrom Griechenland vor enorme Herausforderungen.

Die Aufnahmezentren sind überfüllt und die Behörden überlastet. Die Situation für die Neuankömmlinge ist daher sehr schwierig. Es fehlt an medizinischer Versorgung, sauberem Wasser und Nahrungsmitteln, viele Menschen schlafen auf dem blanken Boden. Darunter leiden auch die hygienischen Bedingungen. Damit dies nicht zum Ausbruch von Krankheiten führt, leistet das DRK Hilfe für die Flüchtlinge in Griechenland und verteilt Hygienepakete.

Hygienepakete und weitere Hilfsgüter für 20.000 Flüchtlinge

Das DRK verteilte als Hilfsmaßnahme an die Geflüchteten in Griechenland schrittweise 5000 Parka-Jacken, 2000 Rucksäcke und 1000 Babytragen. Weshalb gerade Babytragen? Die Antwort ist einfach: Da viele Familien mehrere Kinder bei sich haben, können sie auf ihrem weiteren Weg in den Tragen ein Baby am Körper transportieren und weitere Kinder an die Hand nehmen. Das erleichtert die Reise und hilft, die Familie zusammenzuhalten.

Um dem Ausbruch von Krankheiten entgegenzuwirken, wurden außerdem rund 20.000 Hygienepakete mit Hygieneartikeln nach Griechenland gebracht und an Flüchtlinge verteilt. Männer und Frauen erhielten Waschmittel, Handtuch, Shampoo, Seife, Zahnpasta und Zahnbürste sowie Rasierer oder Damenbinden. Die Pakete für Babys enthielten Windeln, Baby-Seife, Wundcreme, ein Handtuch und eine runde Babynagelschere.

Unterstützung des Griechischen Roten Kreuzes

Das Projekt wurde von Mitarbeitern und Ehrenamtlichen des Griechischen Roten Kreuzes (GRK) im Bereich der Wohlfahrtspflege vor Ort umgesetzt. In Athen und der Region Attika wurden die Hilfsgüter in mehreren Aufnahmelagern an die Menschen verteilt. Außerdem unterstützte das DRK seine griechische Schwestergesellschaft beim Aufbau lokaler Strukturen. Neue freiwillige Helfer wurden gesucht und geschult, um die Einsatzstärke des Roten Kreuzes in Griechenland zu verbessern.

Fragen & Antworten: DRK-Einsatz in Kara Tepe II

Fragen und Antworten zum DRK-Einsatz in Kara Tepe II auf Lesbos/Griechenland finden Sie hier:

FAQ: DRK-Einsatz in Kara Tepe II


Aktuelles Projekt

Verbesserung der Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung (WASH)

Region: Insel Lesbos, Kara Tepe
Projektvolumen: 1.750.000 Euro
Finanzierung: Unternehmensspenden
Partner: Griechisches Rotes Kreuz (GRK), Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften (IFRC), weitere nicht-staatliche Akteure

Abgeschlossene Projekte

Region: Insel Lesbos, Attika und Athen
Projektvolumen: 400.000 Euro
Projektende: Februar 2016
Finanzierung: Auswärtiges Amt und Spenden
Partner: Griechisches Rotes Kreuz (GRK)


Helfen Sie mit!

Jede kleine Spende hilft den notleidenden Menschen dieser Welt!

Jetzt spenden!

Title

zum Anfang