DRK schult in Katastrophenvorsorge
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Katastrophenvorsorge – für den Notfall gewappnet

Wetterextreme und Naturkatastrophen bedrohen jährlich mehr als 200 Millionen Menschen, insbesondere in ärmeren Ländern. Mit vorbereitenden Maßnahmen hilft das DRK der betroffenen Bevölkerung, Katastrophen und die Auswirkungen des Klimawandels aus eigener Kraft besser zu bewältigen.

Klimawandel und Wetterextreme

Eine Folge des Klimawandels sind verstärkt auftretende Wetterextreme wie Wirbelstürme, Überflutungen und Dürren. 84 Prozent der weltweiten Rotkreuz- und Rothalbmondeinsätze sind mittlerweile den klimatischen Veränderungen geschuldet.

Die Zahl der Menschen, die nach Naturkatastrophen humanitäre Hilfe benötigen, steigt stetig. Besonders betroffen sind Menschen ärmerer Länder in Asien und Afrika, die ihre Existenzgrundlagen vorwiegend auf Landwirtschaft und Viehbeständen gründen und immer wieder mit Überschwemmungen und Hitzewellen kämpfen.

Extreme Wettereignisse bedrohen nicht nur das Leben der Bevölkerung, sondern zerstören Gebäude, Infrastrukturen und Ernteerträge betroffener Regionen.

Wir stärken die Widerstandskraft der Bevölkerung gegen die Folgen von Wetterextremen mit über 30 Projekten zur Katastrophenvorsorge in 18 Ländern.

 

Vorhersagebasierte Katastrophenvorsorge

Da Wetterextreme immer besser vorhergesagt werden können, hat das DRK ein innovatives Konzept, die vorhersagebasierte Katastrophenvorsorge, entwickelt - mit dem Ziel, Menschen schon im Vorfeld besser vor Naturkatastrophen zu schützen und ihre Resilienz zu erhöhen. Eine wichtige Rolle spielt dabei ein auf Wettervorhersagen basierendes Frühwarnsystem, das ab einem gewissen Schwellenwert Alarm schlägt und zu einer Reihe von Aktionen führt, die schon vorbereitet wurden.

Maßnahmen für katastrophenanfällige Regionen:

  • Finanzfonds, der bei Bedarf zur Verfügung steht und die Soforthilfe fazilitiert.
  • Lagerung von Nahrungsmitteln und Hilfsgütern, wie. z. B. Wasseraufbereitungstabletten, für den Katastrophenfall.
  • Einsatz von Frühwarnsystemen, Training von Evakuierungsrouten und richtigem Verhalten im Notfall.
  • Schulungen in Erste Hilfe und zum Schutz vor Krankheiten.
  • Methoden zur Klimaanpassung der Landwirtschaft, z. B. der Einsatz von dürreresistentem Saatgut.
  • Stabilisierung von Gebäuden und Verbesserung der Bausubstanz.

 

Ihre Spende hilft!

Mit 60 € finanzieren Sie dürreangepasstes Gemüsesaatgut für vier Familien.

Katastrophenvorsorge in drei Schritten

1. Risikoanalyse

Bei der Risikoanalyse wird die lokale Bevölkerung befähigt, die Naturgefahren und Katastrophenrisiken, aber auch die bereits vorhandenen Selbsthilfekapazitäten vor Ort zu identifizieren. Lokales Wissen und bereits etablierte Strukturen, wie z.B. Evakuierungswege, sichere Zufluchtspunkte oder funktionierende Dorfkomitees werden berücksichtigt und eingebunden. Anhand von Risikokarten lassen sich die gefährdeten und sicheren Gebiete im Projektgebiet ausweisen.

2. Katastrophenvorbeugung

Die Katastrophenvorbeugung des DRK beinhaltet Aktivitäten, die dazu beitragen, zukünftige Katastrophenfolgen mittel- bis langfristig zu verhindern bzw. zu mildern. Das DRK konzentriert sich dabei auf strukturelle und nicht-strukturelle Maßnahmen. Zu den strukturellen Maßnahmen zählen baulich-technische Aktivitäten, wie der Bau von sturmsicheren Gemeindezentren, Flutkanälen oder die Absicherung von erdrutschgefährdeten Hängen. Zu den nicht-strukturellen Maßnahmen zählen vor allem die Vermittlung von Fachwissen über Katastrophenvorsorge an Lehrer, die Produktion von entsprechenden Unterrichtsmaterialien sowie Gesundheits- und Hygieneaufklärungen.

3. Vorbereitung auf Katastrophenfälle

Bei der Vorbereitung auf zukünftige Katastrophenfälle unterstützt das DRK den Aufbau von lokalen Einsatzgruppen für Erste Hilfe sowie Suchen und Retten, die Erarbeitung von Notfall- und Evakuierungsplänen und die Durchführung von Evakuierungsübungen mit der gefährdeten Bevölkerung. Der Aufbau von lokalen Frühwarnsystemen bis auf die Dorfebene hat dabei eine besondere Bedeutung, da eine Frühwarnung nur dann effektiv zur Katastrophenvorsorge beitragen kann, wenn sie die gefährdete Bevölkerung rechtzeitig erreicht. Dem DRK sind hier geschlossene und schnelle Kommunikationsketten bis auf die Gemeindeebene besonders wichtig.

Broschüren zur internationalen Katastrophenvorsorge:

Broschüre zur Katastrophenvorsorge - am Beispiel Bangladesch:


Helfen Sie mit!

Jede kleine Spende verbessert den Katastrophenschutz in gefährdeten Ländern und ermöglicht die Katastrophenvorsorge!

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Katastrophen Resilienz Tagebuch

Das KATASTROPHEN-RESILIENZ-TAGEBUCH

Das KATASTROPHEN-RESILIENZ-TAGEBUCH hat den European Digital Communications Award 2015 in der Kategorie NGO gewonnen: Mehr unter http://www.digital-awards.eu/winnerlist2015/

Resilienz – das heißt: Wie gut kann ein Mensch oder z.B. ein Dorf die Folgen einer Katastrophe bewältigen? Unsere Widerstandsfähigkeit hängt von vielen Dingen ab: Wie sind wir vorbereitet, was wissen wir, welche Mittel und Methoden stehen uns zur Verfügung?

Das Katastrophen-Resilienz-Tagebuch ist interaktiv und zeigt,  wie sich Menschen, weltweit im Angesicht des Klimawandels aber auch sozialer, wirtschaftlicher und kultureller Veränderungen gegen Katastrophen wappnen.

Die 42 Geschichten handeln von Menschen, Gemeinden und Ländern auf der Suche nach Mitteln und Wegen, um gegen den nächsten Wirbelsturm, das nächste Hochwasser oder das nächste Erdbeben anzukämpfen. In Form von Foto- oder Videobeiträgen, Interviews, Spielen oder Ratespielen wird Interessierten das Thema Resilienz anschaulich und anhand von Beispielen näher gebracht. Jeder kann mitmachen und kann online seine eigene Geschichte erzählen.

Jeden Tag wird ein Beitrag über soziale Netzwerke, Blogs und Mundpropaganda verbreitet. So entsteht ein vielfältiges Bild: Vor welche Herausforderungen werden Gemeinschaften gestellt, die besonders durch Katastrophen gefährdet sind; welche Maßnahmen zur Katastrophenvorsorge ergreifen sie und wie können sie ihre Widerstandsfähigkeit verbessern?
Das 42 Tage-Katastrophen-Resilienz-Tagebuch ist Teil einer Online-Kampagne von zwölf europäischen Rotkreuzgesellschaften gemeinsam mit der Europäischen Kommission und der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften.

Das Tagebuch lebt auch von Deinen Geschichten. Erzähl uns, was in Deiner Welt passiert auf Facebook, Twitter oder Tumblr. #myDRJ #Katastrophen #Resilienz

www.disaster-resilience.com
www.disasterjournal.tumblr.com

 Download: Broschüre zum Resilienzansatz

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