Helfer des Jordanischen Roten Kreuzes

Humanitäre Hilfe

Humanitäre Hilfe ist der Grundpfeiler der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. In 192 Nationalen Gesellschaften arbeiten 13,6 Millionen freiwillige Helferinnen und Helfer – vor den unterschiedlichsten sozialen und kulturellen Hintergründen - auf Basis der sieben Grundsätze: Von Menschlichkeit getragen, unparteiisch in der Hilfe für Notleidende, politisch neutral, ausschließlich am Maß der Not orientiert.


Ludwig Trepte in Syrien

Schauspieler und DRK-Botschafter Ludwig Trepte besuchte Projekte des DRK und Syrischen Arabischen Roten Halbmonds in dem krisengebeutelten Land:

"Keiner kann sagen, wie die Corona-Pandemie sich weiterentwickelt. Für die Helferinnen und Helfer heißt das, unter noch erschwerteren Bedingungen humanitäre Hilfe zu leisten."

Welttag der humanitären Hilfe

Seit 2009 wird jedes Jahr am 19. August der Welttag der Humanitären Hilfe begangen, um die humanitären Helferinnen und Helfer zu würdigen, die weltweit im Einsatz für Menschen in Not ihr Leben riskieren. Zugleich wird an die weltweite Relevanz der humanitären Hilfe und die Einhaltung der humanitären Prinzipien erinnert.

#NotATarget

Pressemitteilung: Immer mehr Angriffe auf Gesundheitspersonal im Corona-Einsatz

Zum Welttag der Humanitären Hilfe mahnt das DRK, humanitäre Helferinnen und Helfer nicht aufgrund ihrer Arbeit zu stigmatisieren und Angriffe auf sie zu stoppen.

"Diese Menschen riskieren ihre eigene Gesundheit für uns alle, indem sie Covid-19-Patienten
behandeln und eine Weiterverbreitung des Virus verhindern"

DRK-Präsidentin Gerda Hasselfeldt


Humanitäre Helfer dürfen kein Angriffsziel sein

Voraussetzung für das Gelingen humanitärer Hilfe ist das Engagement von humanitären Helferinnen und Helfer. Tag für Tag begeben sie sich an gefährliche Orte, um Not zu lindern und riskieren dabei oft ihr Leben. Besonders gefährdet ist die Sicherheit in Syrien, dem Jemen und im Sudan. 

In den vergangenen Monaten wurde Gesundheitspersonal, das im Rahmen der Corona-Pandemie im Einsatz ist, vermehrt Opfer von verbaler und körperlicher Gewalt. Es wurden 611 Vorfälle in mehr als 40 Ländern Ostens dokumentiert, die in direktem Zusammenhang mit Covid-19 standen. Es ist unabdingbar, dass in allen Ländern seriös über das Virus informiert wird und Helferinnen und Helfer geschützt werden.

Coronaprojekte weltweit

Alle Menschen in humanitärer Not – die nach bewaffneten Konflikten, Erdbeben, Dürren und Überschwemmungen um ihr Überleben kämpfen – haben ein Recht auf Hilfe. Das Leid derer, die plötzlich nichts mehr haben oder im Begriff sind, alles zu verlieren, die um ihre Gesundheit bangen oder schon von Krankheit gezeichnet sind, ist kaum nachzuempfinden, wenn man nicht selbst betroffen ist – gerade deshalb ist es wichtig, weltweit allgemeinen Grundsätzen und Richtlinien für Humanitäre Hilfe zu folgen und entsprechende Ressourcen bereitzustellen.

Katastrophen- und Soforthilfe

Humanitäre Hilfe wird schnell in Verbindung mit Katastrophenhilfe gebracht, denn in diesem Extremfall zeigt sich ihre Wirksamkeit besonders. Das Rote Kreuz ist gerade durch seine weltweite Vernetzung sofort einsatzfähig und versorgt die Betroffenen mit dem Wichtigsten – mit Lebensmitteln, Medizin und Unterkünften.


Unterstützung beim Wiederaufbau

Humanitäre Hilfe umfasst dennoch viel mehr als Soforthilfe vor Ort. Bei Humanitärer Hilfe geht es auch um einen bestmöglichen Wiederaufbau mit nachhaltiger Wirkung für die betroffenen Regionen. Dazu braucht es geschulte Fachkräfte, eine gute Kenntnis des Landes, der Kultur, der Menschen, eine gekonnte Koordination mit allen relevanten Personen und Institutionen.

Katastrophenvorsorge

Extreme Wettereignisse und die Folgen des Klimawandels betreffen weniger industrialisierte Länder am stärksten, so dass die gezielte Vorbeugung von Katastrophen, z. B. Forecast-based Financing, und Projekte zur Klimaanpassung immer mehr in den Fokus der DRK-Auslandsarbeit rücken, beispielsweise mit Trainings zum richtigen Verhalten im Katastrophenfall oder der Etablierung von klimaangepassten Landwirtschaftsmethoden und Bauweisen in betroffenen Dorfgemeinschaften.


Widerstandsfähigkeit stärken

Ob Soforthilfe oder langfristige Entwicklungsarbeit – die humanitären Projekte des DRK verfolgen stets das Ziel, akutes menschliches Leid zu mindern und langfristig die Widerstandskraft der Betroffenen zu stärken.

Dafür sind wir mit bedarfsgerechten Hilfsprojekten weltweit in rund 50 Ländern aktiv und konnten damit im Jahr 2018 über 3.7 Millionen Menschen erreichen.

Erfahren Sie mehr über unsere Projekte:

  • Frauen in Mosambik warten auf die Verteilung von HIlfsgütern

    Mosambik

    Mosambik gehört zu den ärmsten Ländern der Welt und ist dazu besonders häufig von Naturkatastrophen betroffen. Wir unterstützen die Menschen dort mit Soforthilfe und Wiederaufbau-Maßnahmen wie im Fall von Wirbelsturm Idai sowie mit einem innovativen Katastrophenvorsorgesystem.
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  • Mutter mit Kind und Helferin

    Kolumbien: Hilfe für geflüchtete Menschen aus Venezuela

    Tausende Menschen aus dem politisch und ökonomisch instabilen Venezuela begeben sich täglich auf die Flucht nach Kolumbien, Peru und Ecuador. Das DRK unterstützt mit mobilen Gesundheitsstationen an Grenzübergängen und Erste Hilfe entlang der Migrationsrouten. Die Menschen erhalten zudem Trinkwasser, Nahrungsmittel und weitere Hilfen.
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  • Hilfe für geflüchtete Menschen aus Bangladesch

    Hilfe für die geflüchteten Rohingya

    Knapp 1 Millionen Menschen sind vor Gewalt in ihrer Heimat Myanmar in die südöstliche Region Cox's Bazar geflohen, darunter viele Frauen und Kinder. Das DRK unterstützt den Bangladeschischen Roten Halbmond seit Beginn der Krise bei der Gesundheits- und Wasserversorgung sowie mit Nahrung und Baumaterialien.
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  • Foto: Jeminitischer Junge an einer Wasserausgabestelle

    Jemen

    Seit Beginn der Kämpfe im Jemen in 2015 hat sich die Lage im Land dramatisch verschlechtert. 24 Millionen Menschen benötigen humanitäre Nothilfe. Das DRK unterstützt bei der Wasser- und Gesundheitsversorgung der Bevölkerung.
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  • Foto: Neues Schulgelände im Sudan

    Schulen für eine bessere Zukunft

    In Deutschland ist er für viele Kinder eine lästige Pflicht, in Darfur im Sudan hingegen ein großes Glück: der Schulbesuch. Dort sind hunderttausende Menschen vertrieben, darunter viele Kinder. Auf der Flucht können die Mädchen und Jungen keine Schule besuchen. Dabei ist Bildung ihre einzige Chance, sich eine nachhaltige Existenz aufzubauen.
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  • Zentralasien: Katastrophenvorsorge

    In Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan, Turkmenistan und Tadschikistan unterstützt das DRK die Bevölkerung, sich besser auf Naturkatastrophen vorzubereiten.
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Aus dem DRK-Blog: Erfahrungsberichte von vor Ort

  • Betroffene von Wirbelsturm Idai berichten über ihre Lage

    Wirbelsturm Idai fegte im März 2019 über Mosambik hinweg und hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Heftige Regenfälle überfluteten das Land. 483.000 Menschen verloren ihr Zuhause. Teresa, Sacai und Mateus der schwer betroffenen Region Manica berichten über ihre Lage und die Hilfe des Roten Kreuzes.

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  • „Endlich gehen meine Kinder nicht mehr hungrig schlafen“

    Im libanesischen Hermel hat DRK-Mitarbeiterin Oana-Bara Familie Alaziz Albredi getroffen. Die sechsköpfige Familie ist stark betroffen von den Auswirkungen der Syrien-Krise und wird vom Roten Kreuz mit Bargeld unterstützt. Vater Ali schildert, was die Unterstützung für ihn und seine Angehörigen bedeutet.

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  • Jemen: Gesundheitsfürsorge für Mütter und Kinder in Hajjah

    Nach mehr als drei Jahren unerbittlichen Konflikts sind noch 45 Prozent der Gesundheitseinrichtungen einsatzfähig. Sie sehen sich mit einem gravierenden Mangel an Medizin, Ausstattung und Personal konfrontiert. Fatima Khamisi hat diese Probleme hautnah erlebt. Eine Frage von Leben und Tod.

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