Foto: Mutter mit Baby in Mosambik IFRC/Corrie Butler
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Humanitäre Hilfe

Humanitäre Hilfe ist der Grundpfeiler der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung. In 191 Nationalen Gesellschaften arbeiten 13,6 Millionen freiwillige Helferinnen und Helfer – vor den unterschiedlichsten sozialen und kulturellen Hintergründen - auf Basis der sieben Grundsätze: Von Menschlichkeit getragen, unparteiisch in der Hilfe für Notleidende, politisch neutral, ausschließlich am Maß der Not orientiert.

Alle Menschen in humanitärer Not – die nach bewaffneten Konflikten, Erdbeben, Dürren und Überschwemmungen um ihr Überleben kämpfen – haben ein Recht auf Hilfe. Das Leid derer, die plötzlich nichts mehr haben oder im Begriff sind, alles zu verlieren, die um ihre Gesundheit bangen oder schon von Krankheit gezeichnet sind, ist kaum nachzuempfinden, wenn man nicht selbst betroffen ist – gerade deshalb ist es wichtig, weltweit allgemeinen Grundsätzen und Richtlinien für Humanitäre Hilfe zu folgen und entsprechende Ressourcen bereitzustellen.

Katastrophen- und Soforthilfe

Humanitäre Hilfe wird schnell in Verbindung mit Katastrophenhilfe gebracht, denn in diesem Extremfall zeigt sich ihre Wirksamkeit besonders. Das Rote Kreuz ist gerade durch seine weltweite Vernetzung sofort einsatzfähig und versorgt die Betroffenen mit dem Wichtigsten – mit Lebensmitteln, Medizin und Unterkünften.


Unterstützung beim Wiederaufbau

Humanitäre Hilfe umfasst dennoch viel mehr als Soforthilfe vor Ort. Bei Humanitärer Hilfe geht es auch um einen bestmöglichen Wiederaufbau mit nachhaltiger Wirkung für die betroffenen Regionen. Dazu braucht es geschulte Fachkräfte, eine gute Kenntnis des Landes, der Kultur, der Menschen, eine gekonnte Koordination mit allen relevanten Personen und Institutionen.

Katastrophenvorsorge

Extreme Wettereignisse und die Folgen des Klimawandels betreffen weniger industrialisierte Länder am stärksten, so dass die gezielte Vorbeugung von Katastrophen, z. B. Forecast-based Financing, und Projekte zur Klimaanpassung immer mehr in den Fokus der DRK-Auslandsarbeit rücken, beispielsweise mit Trainings zum richtigen Verhalten im Katastrophenfall oder der Etablierung von klimaangepassten Landwirtschaftsmethoden und Bauweisen in betroffenen Dorfgemeinschaften.


Widerstandsfähigkeit stärken

Ob Soforthilfe oder langfristige Entwicklungsarbeit – die humanitären Projekte des DRK verfolgen stets das Ziel, akutes menschliches Leid zu mindern und langfristig die Widerstandskraft der Betroffenen zu stärken.

Dafür sind wir mit bedarfsgerechten Hilfsprojekten weltweit in rund 50 Ländern aktiv und konnten damit im Jahr 2018 über 3.7 Millionen Menschen erreichen.

Humanitäre Helfer dürfen kein Angriffsziel sein

Voraussetzung für das Gelingen humanitärer Hilfe ist das Engagement von humanitären Helferinnen und Helfer. Tag für Tag begeben sie sich an gefährliche Orte, um Not zu lindern und riskieren dabei oft ihr Leben.

Im Jahr 2018 wurden 155 Helfer während ihres Einsatzes getötet. Besonders gefährdet ist die Sicherheit in Syrien, dem Jemen und im Sudan. 

Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung setzt sich konsequent auf Basis des Humanitären Völkerrechts dafür ein, auch in Zeiten von bewaffneten Konflikten, menschliches Leid zu begrenzen und Zivilisten zu schützen. Dafür ist es notwendig, dass Helfende selbst unter Schutz stehen und uneingeschränkt Zugang zu Notleidenen erhalten, um humanitäre Hilfe leisten zu können.

Lesen Sie mehr im Interview mit Christof Johnen, Leiter Internationale Zusammenarbeit.

Welttag der humanitären Hilfe

Seit 2009 wird jedes Jahr am 19. August der Welttag der Humanitären Hilfe begangen, um die humanitären Helferinnen und Helfer zu würdigen, die weltweit im Einsatz für Menschen in Not ihr Leben riskieren. Zugleich wird an die weltweite Relevanz der humanitären Hilfe und die Einhaltung der humanitären Prinzipien erinnert.

Erfahren Sie mehr über unsere Projekte:

  • Spenden für Togo

    Mosambik

    Mosambik gehört zu ärmsten Ländern der Welt und ist dazu besonders häufig von Naturkatastrophen betroffen. Wir unterstützen die Menschen dort mit Soforthilfe und Wiederaufbau-Maßnahmen wie im Fall von Wirbelsturm Idai sowie mit einem innovativen Katastrophenvorsorgesystem.
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  • Mutter mit Kind und Helferin

    Kolumbien: Hilfe für geflüchtete Menschen aus Venezuela

    Tausende Menschen aus dem politisch und ökonomisch instabilen Venezuela begeben sich täglich auf die Flucht nach Kolumbien, Peru und Ecuador. Das DRK unterstützt mit mobilen Gesundheitsstationen an Grenzübergängen und Erste Hilfe entlang der Migrationsrouten. Die Menschen erhalten zudem Trinkwasser, Nahrungsmittel und weitere Hilfen.
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  • Hilfe für geflüchtete Menschen aus Bangladesch

    Hilfe für die geflüchteten Rohingya

    Knapp 900.000 Menschen sind vor Gewalt in ihrer Heimat Myanmar in die südöstliche Region Cox's Bazar geflohen, darunter viele Frauen und Kinder. Das DRK unterstützt den Bangladeschischen Roten Halbmond seit Beginn der Krise bei der Gesundheits- und Wasserversorgung sowie mit Nahrung und Baumaterialien.
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  • Foto: Jeminitischer Junge an einer Wasserausgabestelle

    Jemen

    Seit Beginn der Kämpfe im Jemen in 2015 hat sich die Lage im Land dramatisch verschlechtert. Das DRK unterstützt die notleidende Bevölkerung mit Hilfsgütern und fördert die medizinische Versorgung insbesondere von Müttern sowie mangelernährten Kindern.
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  • Foto: Neues Schulgelände im Sudan

    Schulen für eine bessere Zukunft

    In Deutschland ist er für viele Kinder eine lästige Pflicht, in Darfur im Sudan hingegen ein großes Glück: der Schulbesuch. Dort sind hunderttausende Menschen vertrieben, darunter viele Kinder. Auf der Flucht können die Mädchen und Jungen keine Schule besuchen. Dabei ist Bildung ihre einzige Chance, sich eine nachhaltige Existenz aufzubauen.
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  • Zentralasien: Katastrophenvorsorge

    In Kasachstan, Kirgistan, Usbekistan, Turkmenistan und Tadschikistan unterstützt das DRK die Bevölkerung, sich besser auf Naturkatastrophen vorzubereiten.
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Aus dem DRK-Blog: Erfahrungsberichte von vor Ort

  • Betroffene von Wirbelsturm Idai berichten über ihre Lage

    DRK-Hilfe nach Wirbelsturm in Mosambik

    Wirbelsturm Idai fegte im März 2019 über Mosambik hinweg und hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Heftige Regenfälle überfluteten das Land. 483.000 Menschen verloren ihr Zuhause. Teresa, Sacai und Mateus der schwer betroffenen Region Manica berichten über ihre Lage und die Hilfe des Roten Kreuzes.

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  • „Endlich gehen meine Kinder nicht mehr hungrig schlafen“

    Foto: Portrait einer syrischen Flüchtlingsfamilie im Libanon

    Im libanesischen Hermel hat DRK-Mitarbeiterin Oana-Bara Familie Alaziz Albredi getroffen. Die sechsköpfige Familie ist stark betroffen von den Auswirkungen der Syrien-Krise und wird vom Roten Kreuz mit Bargeld unterstützt. Vater Ali schildert, was die Unterstützung für ihn und seine Angehörigen bedeutet.

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  • Jemen: Gesundheitsfürsorge für Mütter und Kinder in Hajjah

    Foto: FRH-Helfer kümmern sich um eine Frau und einen Jungen

    Nach mehr als drei Jahren unerbittlichen Konflikts sind noch 45 Prozent der Gesundheitseinrichtungen einsatzfähig. Sie sehen sich mit einem gravierenden Mangel an Medizin, Ausstattung und Personal konfrontiert. Fatima Khamisi hat diese Probleme hautnah erlebt. Eine Frage von Leben und Tod.

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