Emergency Response Units (ERU) des DRK

Als ERU-Delegierte gehören Sie zu den ersten internationalen Helfenden, die vor Ort in einer Katastrophenregion eintreffen. Unsere Nothilfe-Einheiten sind innerhalb von 72 Stunden weltweit einsetzbar.

Was sind die Emergency Response Units des DRK?

In der internationalen Katastrophenhilfe sind sie unerlässlich: Die Emergency Response Units (ERU) des Deutschen Roten Kreuzes. Sie dienen im Katastrophenfall als standardisierte Hilfseinheit der Koordination von nationalen Gesellschaften. Die Ausrüstung lagert transportfähig vor Ort, um spätestens nach 72 Stunden im Katastrophengebiet einsatzfähig zu sein, wenn die lokalen Hilfskapazitäten überstiegen sind. Befindet sich das betroffene Gebiet in einem Kriegsgebiet, ist jedoch das Internationale Komitee vom Roten Kreuz zuständig. 

Bevor die Emergency Response Units zum Einsatz kommen können, muss ein Hilfsgesuch an die IFRC gestellt werden. Dieses klärt, welche Einsatzkräfte zur Verfügung stehen und wie der Einsatz finanziert wird. Zudem entsendet es die Field Assessment Coordination Teams (FACT), welche sich vor Ort einen Überblick verschaffen. Anschließend koordiniert das IFRC den geplanten Einsatz und entsendet entsprechend ERUs des DRK. Ein Emergency Response Units Team bleibt für eine Einsatzdauer von ca. fünf Wochen. Bei einem Einsatz von bis zu vier Monaten sind somit fünf Teams notwendig.

In 5 Schritten zum Einsatz

Beim DRK bewerben und Katastrophenhilfe leisten

1. Die Anforderungen

Emergency Response Unit sollten körperlich fit sein
Hohe körperliche und psychische Belastbarkeit
ERU-Delegierte sollten für Notfälle kurzfristig verfügbar sein
Schnelle Einsatzfähigkeit und kurzfristige Verfügbarkeit für vier bis sechs Wochen

Im Einsatz sind gute Kommunikationsfähigkeiten erforderlich
Gute Kenntnisse in Fremdsprachen (Englisch, Französisch, Spanisch, etc.)
Medizinisches Studium oder Berufserfahrung ist im Einsatz von Vorteil
Ausbildung/ Studium in einem medizin. oder techn. Beruf und mehrjährige Berufserfahrung

2. Registrierung und Bewerbung auf Trainings

Bewerben Sie sich online für die Emergency Response Unit des DRK

Erfüllen Sie die Voraussetzungen und möchten sich in den Nothilfe-Einheiten des DRK engagieren?

Dann registrieren Sie sich unter https://ifrc.csod.com/client/ifrc/default.aspx und bewerben sich für die ERU-Grundlehrgänge in den Bereichen Gesundheit bzw. Trinkwasser und Hygiene:

  • ERU Health Training
  • ERU WatSan M15 Training (Voraussetzung: TWA-Grundlehrgang)

3. Trainings durch das DRK

Nothilfe-Einheiten lernen alle Grundkenntnisse über das internationale Rote Kreuz bzw. Roten Halbmond

Onlinekurs zur Einführung in die Welt vom Roten Kreuz und Roten Halbmond

Einsatznahe Schulungen der Nothilfe-Systeme

Erlernen Sie in einsatznahen Trainings den Umgang mit dem ERU System


Trainings zu den aktuellen Verhaltens- und Sicherheitsregeln

Onlinekurs "Stay Safe" zum Thema Verhalten und Sicherheitsregeln im Einsatz

Praktische Schulungen für Erste Hilfe Maßnahmen in Notfällen

Praktische Vorbereitung auf Gefahren und Extremsituationen

Weitere mögliche Trainings für ERU-Delegierte:
  • ICRC Rapid Deployment Security Training
  • Basic Training - Highly Infectious Diseases
  • ERU WatSan M15
  • Basic Training - Water Treatment / TWA Grundlehrgang
  • ERU MSM20
  • ERU Health

4. Die Einsatzfrage

ERU-Delegierte können über die Noteinsatz-Anfrage selbst entscheiden
Sollte im Krisenfall eine Nothilfe-Einheit angefragt werden, kontaktiert das DRK die ERU-Delegierten, um ein Team in die betroffene Region zu senden. Sie entscheiden, ob der Einsatz für Sie in Frage kommt – oder nicht!

5. Der Einsatz

Vor dem Noteinsatz im Katastrophenfall erfolgt ein Briefing
Unmittelbar vor dem Einsatz werden Sie im Briefing mit allen nötigen Informationen versorgt.
Jeder Einsatz der Nothilfe-Einheiten wird vom DRK versichert und bezahlt
Versicherung und Vergütung während des Einsatzes werden vom DRK übernommen.
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DRK schickt erste Hilfsflüge und Personal nach Lesbos

Helfen, unterstützen, vorbeugen – das sind unsere Stärken. Die internationale Zusammenarbeit des DRK hat zum Ziel, in enger Partnerschaft mit nationalen Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften weltweit humanitäre Hilfe zu leisten, wo diese Hilfe am dringendsten benötigt wird. Die Anfälligkeit der betroffenen Menschen gegenüber Krisen und Katastrophen soll dabei verringert und ihre Widerstandsfähigkeit langfristig gestärkt werden.

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