Mund-zu-Mund-Beatmung um im Ernstfall Leben zu retten
Sie befinden sich hier:
  1. Hilfe in Deutschland
  2. Erste Hilfe
  3. Atmung

Mund-zu-Mund-Beatmung

Alle Rotkreuz-Angebote in Ihrer Umgebung kostenfrei auf einen Blick
- 26.000 mal Lebenshilfe vor Ort.

Ist die Nase verletzt oder beim Einblasen nicht durchlässig, können Sie als Ersthelfer auf die Beatmung Mund-zu-Mund übergehen:

Mund-zu-Mund-Beatmung durchführen

  • Überstrecken des Halses beibehalten.
  • Daumen und Zeigefinger der auf der Stirn liegenden Hand verschließen die Nase.
  • Mund des Betroffenen ein wenig öffnen. Den eigenen Mund weit öffnen und einatmen.
  • Den weitgeöffneten Mund um den Mund des Betroffenen herum fest aufsetzen.
  • Nach eigenem Rhythmus vorsichtig beatmen.
  • Kopf anheben und zur Seite drehen, dabei müssen Sie das Zurücksinken des Brustkorbes oder Oberbauches beobachten; evtl. gleichzeitig auf entweichende Luft horchen und die Beatmung fortsetzen.

Achtung: Beim Verfahren Mund-zu-Mund kann durch zu hohen Beatmungsdruck eher ein Teil der eingeblasenen Luft in den Magen gelangen als bei dem Verfahren Mund-zu-Nase. Dadurch ist ein Erbrechen mit der Gefahr der Aspiration für den Verletzten möglich.


Beenden der Mund-zu-Mund-Beatmung

Als Ersthelfer führen Sie die Beatmung so lange durch, bis die Atemspende erfolgreich ist, d. h. die Eigenatmung des Verletzten wieder eintritt, fachliche Hilfe zur Stelle ist oder der Arzt die Beendigung anordnet. Anzeichen für Ihre erfolgreiche Atemspende sind, wenn sich die Hautfarbe (insbesondere an Lippen, Fingern, Ohrläppchen) normalisiert und sich Bewegungen im Bereich des Halses oder andere Bewegungen zeigen.

Maßnahmen nach erfolgreicher Beatmung:

Unterbrechen Sie die Atemspende und beobachten Sie die Atemtätigkeitdes Verletzten. Ist die einsetzende Atemspende nicht regelrecht bzw. nicht ausreichend, z.B. bei Entstehen einer Blaufärbung (Zyanose), müssen Sie im Rhythmus des Betroffenen unterstützend weiter beatmen. Auch bei ausreichender Eigenatmung besteht nach wie vor Bewusstlosigkeit mit Aspirationsgefahr.

Weitere Maßnahmen nach der Atemspende:

  • Daher den Betroffenen nach eingetretener Atmung und weiterhin bestehender Bewusstlosigkeit in die stabile Seitenlage bringen.
  • Wiederholt Bewusstsein, Atmung und Puls kontrollieren.
  • Bei erneutem Aussetzen der Atmung sofort wieder mit der Atemspende beginnen; zuvor bringen Sie den Betroffenen wieder in die Rückenlage.
zum Anfang

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Erfahren Sie mehr

OK