
Das Deutsche Rote Kreuz bietet Veranstaltungen und Informationsangebote rund um das humanitäre Völkerrecht an. Erhalten Sie hier einen Überblick.

Seit nunmehr über 20 Jahren veranstaltet das Deutsche Rote Kreuz e.V - Generalsekretariat eine Sommerschule zum humanitären Völkerrecht. Sie findet als einwöchiges Blockseminar zu grundsätzlichen und aktuellen Themen des Rechts im bewaffneten Konflikt statt. Seit dem Jahr 2022 wird sie in Kooperation mit der Bundeswehr ausgerichtet.
Im Rahmen von Vorträgen, Diskussionen und Fallstudien setzen sich die Teilnehmenden mit vielfältigen Themen wie dem Anwendungsbereich des humanitären Völkerrechts, dem Rechtsregime zu Kriegsgefangenen oder neuen Technologien im Kriegsgeschehen auseinander. Dabei werden realistische Szenarien im bewaffneten Konflikt unter Einbeziehung militärischer und humanitärer Perspektiven völkerrechtlich analysiert.
Zu den Vortragenden zählen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Vertreterinnen und Vertreter relevanter Institutionen – in der Vergangenheit z.B. des Verteidigungsministeriums, des Auswärtigen Amtes, der Bundeswehr, der Bundesanwaltschaft und des Deutschen Roten Kreuzes. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmenden im Rahmen von Exkursionen Einblicke in die Arbeit relevanter Akteure.
Zielgruppe sind vorrangig Jurastudierende höherer Semester, Rechtsreferendarinnen und Rechtsreferendare sowie andere Juristinnen und Juristen, die ihre Kenntnisse im humanitären Völkerrecht vertiefen wollen. Auch Studierende und Absolventinnen und Absolventen anderer Fachbereiche sind bei ausreichendem Vorwissen willkommen.
Unterbringung in Einzelzimmern, Verpflegung und Durchführung der Sommerschule finden im Zentrum Informationsarbeit der Bundeswehr in Strausberg, bei Berlin, statt. Die Sommerschule wird in deutscher Sprache durchgeführt. Für Unterbringung, Verpflegung und Teilnahme an der Sommerschule werden keine Gebühren erhoben. Individuelle Kosten wie beispielsweise die Kosten für An- und Abreise müssen selbst getragen werden. Nach erfolgreicher Teilnahme an der Sommerschule wird ein Teilnahmezertifikat ausgestellt.
Bei Interesse senden Sie Ihre Bewerbung bitte per E-Mail an hvr(at)drk(dot)de. Wir bitten um Zusendung Ihres Lebenslaufes, relevanter Zeugnisse und eines kurzen Motivationsschreibens. Die Bewerbungsfrist endet am 17.05.2026. Spätere Bewerbungen können über eine Warteliste berücksichtigt werden.
Bitte beachten Sie: Im Rahmen der Sommerschule werden Themen behandelt, die sich mit bewaffneten Konflikten, Kriegsverbrechen, humanitären Krisen sowie den Auswirkungen von Gewalt befassen. Einige Inhalte – auch in Bild und Ton – können als verstörend oder belastend empfunden werden.
Wir empfehlen allen Teilnehmenden, sich dieses Umstands bewusst zu sein. Sollten Sie Fragen zu spezifischen Inhalten oder dem Umgang damit haben, steht das Organisationsteam gerne für Rückfragen oder unterstützende Hinweise zur Verfügung.

Seit mittlerweile mehr als 30 Jahren veranstalten das DRK-Generalsekretariat und der DRK-Landesverband Baden-Württemberg gemeinsam mit der Bundeswehr eine Tagung zum humanitären Völkerrecht. Der offene Gedankenaustausch zwischen Konventionsbeauftragten des DRK, Rechtslehrerinnen und Rechtslehrern der Bundeswehr und Angehörigen aus Politik und Wissenschaft schlägt dabei eine Brücke zwischen wissenschaftlicher Analyse, praktisch-politischer Tätigkeit und humanitärer Aufgabe.

Alle ein bis zwei Jahre veranstaltet das Generalsekretariat des Deutschen Roten Kreuzes ein Treffen der Konventionsbeauftragten. Diese zweitägige Veranstaltung richtet sich an alle DRK-Konventionsbeauftragten (Kreis-, Bezirks- und Landesebene) und dient unter anderem dem Austausch zwischen allen Ebenen des Konventionsbeauftragtensystems. Zudem werden diverse Vorträge zu humanitär-völkerrechtlichen Themen sowie Trainings, die die Konventionsbeauftragten bei Ihrer Arbeit unterstützen sollen, angeboten.
Das nächste Treffen der Konventionsbeauftragten wird in Kooperation mit dem Bayerischen Roten Kreuz (BRK) organisiert und wird am 29. und 30. Oktober in München stattfinden. Interessierte Konventionsbeauftragte können sich gerne über hvr@drk.de anmelden.
Langjährige Kooperationen verbinden das DRK mit den IHL Law Clinics Gießen und Bochum. Die Zusammenarbeit verläuft projektbasiert und über längere Zeiträume. Darunter befinden sich zum Beispiel Projekte zur Erstellung von Schulmaterialien zur Verbreitung des humanitären Völkerrechts oder wissenschaftliche Analysen zum aktuellen Stand des Völkergewohnheitsrechts in Deutschland basierend auf der Völkergewohnheitsrechtsstudie des IKRK (2005).