Rotkreuzlerinnen nehmen Blut von Spendern - 80er Jahre
Slomi/DRK

„Das ist auch immer, heute noch, eine tolle Stimmung hier im Ortsverein beim Blutspendetermin.“

Mitten im Krieg, im August 1944, wird Ursula König nicht im heimischen Hamburg, sondern in Bad Beversen geboren, wohin ihre Mutter wegen des Krieges evakuiert wurde.

Sie wächst bei ihren Großeltern an der Niederelbe auf, da die Eltern keine gemeinsame Wohnung besitzen. Nach dem Krieg zieht die Familie nach Blankenese, Ursula König macht hier ihren Realschulabschluss und wird Bankkauffrau. Zunächst, ab 1980, unterstützt sie das DRK finanziell, ehe sie, auf Anfrage einer Kollegin, beginnt beim Blutspendedienst auszuhelfen. Über viele Jahre unterstützt sie die Blutspendearbeit in ihrem Ortsverein Bargtheheide, 2003 wird sie schließlich Leiterin der Blutspende.

„Ach, bleiben Sie doch noch ein bisschen.“

Bereits 1993 kommt ein weiteres Betätigungsfeld hinzu: der Besuchsdienst. Gemeinsam mit anderen Rotkreuzlern unternimmt Ursula König seitdem in Bargteheide Besuche bei älteren Menschen, geht mit ihnen spazieren, spielt oder liest vor, je nach Wunsch und Möglichkeit. Diese Gespräche und kleine Hilfen geben den Menschen ein Stück ihrer Selbstständigkeit zurück und lassen sie am sozialen Leben teilhaben. Ursula König begleiten viele dieser Geschichten bis heute, auch wenn sie nach fast zwanzig Jahren ihre Mitarbeit im Besuchsdienst beendet hat.

Interview mit Ursula König

Das Gespräch mit Ursula König wurde im Februar 2019 in Bargteheide geführt.

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