DRK-Helferin legt Hand an die Schulter einer zivilen Person
Willing-Holtz/DRK

Sigrid Trierweiler

Sigrid Trierweiler wird 1955 in Rheydt, heute Mönchengladbach, geboren. 1970 beendet sie die Schule und beginnt eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin.

„Ich wohnte genau neben dem DRK, und wie das so im Roten Kreuz ist, irgendwann haben sie dich in den Fängen.“

Nach drei Jahren schließt sie die Ausbildung ab und holt auf dem zweiten Bildungsweg das Abitur nach. Über einen Erste-Hilfe-Kurs, den sie im Rahmen ihrer Arbeit absolviert, kommt sie mit dem DRK in Berührung. Sie tritt bald darauf, 1970, mit 15 Jahren, ins DRK, genauer ins Jugendrotkreuz ein.

„Wir waren im Umkreis gar nicht mal so verbreitet, weil, der Betreuungsdienst war immer und ist bis heute eigentlich das Stiefkind des Roten Kreuzes.“

Schon im Jugendrotkreuz engagiert sie sich im Betreuungsdienst, der erst als eigenständige Aufgabe etabliert werden muss. Für die Professionalisierung der Arbeit wird sie schließlich selbst Ausbilderin und lehrt in Fachfragen zu Verpflegung, Betreuung und Unterbringung von Menschen in Notsituationen. Dieses Wissen setzt sie in vielen Situationen ein, unter anderem als 1989 zahlreiche Flüchtlinge aus der DDR nach Düsseldorf kommen und betreut werden müssen. Für ehemalige Rotkreuzler ihres Kreisverbandes Rheydt baut sie, gemeinsam mit Kollegen, einen regelmäßigen Besuchsdienst auf.

In den 1990er Jahren wird sie schließlich Kreisbereitschaftsführerin und nach 2000 Landesfachdienstbeauftragte.

Interview mit Sigrid Trierweiler

Das Gespräch mit Sigrid Trierweiler wurde im Oktober 2020 in Mönchengladbach geführt.

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