Foto: Collage aus Hospitalschiff Helgoland und Heidemarie Diestelkamp mit Baby
Manfred Blum/DRK; privat

Im Einsatz von Bremen bis Da Nang

Heidemarie Diestelkamp wird während des Zweiten Weltkrieges, am 30. Mai 1942, in Bremen geboren. Nach dem Abschluss der 10. Klasse und der Absolvierung eines damals üblichen Haushaltsjahres und einem weiteren halben Jahr als Vorschülerin beginnt sie im Herbst 1960 eine Ausbildung als Krankenschwester.

Der gute Ruf der Ausbildung bei der Schwesternschaft des DRK lässt die Wahl der Ausbildungsstätte auf das Rotkreuz-Krankenhaus in Bremen fallen. 1962 legt sie dort ihr Examen ab und erhält ihr Diplom. Bereits zum Ende ihrer Ausbildung übernimmt sie die Vertretung einer Stationsleitung und anschließend den Bereich der Schwerkranken.

Helgoland: "Ich kannte die Instrumente, hatte aber sonst keine Ahnung."

Wenige Jahre später entschließt sie sich zu einem Auslandseinsatz in Vietnam, auf der MS Helgoland, dem Hospitalschiff des Deutschen Roten Kreuzes. Nach ihrer Rückkehr leitet sie zunächst eine interne Station, arbeitet als OP-Schwester und erhält ihre Anerkennung als OP-Fachkrankenschwester.

Den Versuch eines weiteren Auslandseinsatzes in Biafra muss sie aufgrund der politischen Situation vor Ort aufgeben. Stattdessen folgt eine Weiterbildung zur Unterrichtsschwester und Oberschwester in Göttingen, 1975 beginnt sie als Lehrerin für Pflegeberufe an der Krankenpflegeschule der Bremischen Schwesternschaft. Zur Unterstützung eines Projekts der Liga der Rotkreuzgesellschaften zur Senkung von Infektionskrankheiten reist sie 1978 für kurze Zeit nach Ghana.

1988 übernimmt sie die Leitung der Krankenpflegeschule und hat diese bis 2002 inne. Anschließend arbeitet sie wieder als Lehrerin und unterrichtet selbst noch einige Jahre nach ihrer Pensionierung.

Das Gespräch mit Heidemarie Diestelkamp wurde im Dezember 2018 in Bremen geführt.

Interview: Helgoland, Ghana und Deutschland

Erinnerungen in Bildern

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