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Testamentsspenden für das DRK – eine verantwortungsvolle Aufgabe

Interview mit Antje Brack

70 Menschen jährlich bedenken den DRK e.V. in ihrem Testament. Nicht alle sind persönlich bekannt. Aber sie waren dem DRK so verbunden, dass sie dem Bundesverband ihren Nachlass oder eine Testamentsspende anvertraut haben.

Dieser Vertrauensvorschuss ist ein Grund zur Freude und zugleich eine große Verantwortung. „Diese Verantwortung übernehme ich sehr gern,“ sagt Antje Brack, Ansprechpartnerin für Testamentsspenden beim DRK. „Damit der letzte Wille der Verstorbenen gewahrt und in etwas Gutes und Wertvolles umgewandelt wird. Etwas, was mir schon seit vielen Jahren am Herzen liegt: die humanitäre Hilfe für Menschen weltweit“.

Warum arbeiten Sie für das Deutsche Rote Kreuz?

In meiner Ausbildung zur Krankenschwester wurde ich relativ früh mit extremen Situationen konfrontiert. Oft konnten wir helfen, manchmal kam die Hilfe nicht mehr rechtzeitig. Später, während meines Studiums der Diplompädagogik habe ich gelernt, Entwicklungen anzustoßen und zu begleiten. Das spannendste an Menschen für mich ist, dass sie sich immer wieder neu ausrichten und auch unter schwierigen Umständen Wege suchen und finden zu überleben und idealerweise auch, um glücklich zu werden.

Vor diesem Hintergrund war der Weg zum Roten Kreuz eigentlich vorgezeichnet: Als größte humanitäre Bewegung der Welt kümmern wir uns in über 50 Ländern um Menschen in Not. Das DRK überzeugt mich seit vielen Jahren immer wieder von seiner Professionalität und begeistert mich mit engagierten Helferinnen und Helfern. Diese Erfahrungen gebe ich im Kontakt mit unseren Spenderinnen und Spendern gern weiter.

Was sind Ihre Aufgaben im Bereich Testamentsspenden?

Ich bin im DRK-Generalsekretariat die Ansprechperson für Menschen, die sich mit dem Gedanken tragen, ihr Vermögen oder Teile davon an uns zu vererben. Manche von Ihnen haben ganz konkrete Fragen, bei anderen geht es erst einmal darum, überhaupt mit jemandem über das Thema zu sprechen.

In der Regel können erste Fragen zu grundsätzlichen Themen am Telefon, per Brief oder E-Mail geklärt werden. Auf Wunsch sind auch persönliche Treffen möglich: Ich finde es interessant zu erfahren, was Menschen mit dem DRK verbindet. Gemeinsam kann man überlegen, wie das DRK bedacht werden soll. Es ist Zeit, mir direkte Fragen zu unserer Arbeit zu stellen und ich kann an Beispielen zeigen, wie wir Testamentsspenden einsetzen. Regelmäßig besuche ich auch Projekte, die wir auf diese Weise finanziert haben. Diese Erfahrungen sind mir persönlich sehr wertvoll. Sie motivieren mich, für neue Testamentsspenden zu werben.

Beraten Sie auch bei rechtlichen Fragen?

Wenn es erbrechtliche Fragen gibt oder Menschen den eigenen Testamentsentwurf mit einem Experten besprechen möchten, vermittele ich gern ein gebührenfreies Beratungsgespräch bei einem Fachanwalt. Der DRK Bundesverband ist Mitglied in der Deutschen Interessengemeinschaft für Erbrecht und Vorsorge e.V., deren Experten bundesweit vertreten sind.

Muss ich Sie informieren, wenn ich das DRK in meinem Testament berücksichtige, zum Beispiel, indem ich Ihnen eine Kopie sende?

Formal nein, aber ich freue mich über eine entsprechende Nachricht. Insbesondere, weil wir den Spendern dann danken können und eventuell erfahren, warum sie uns auf eine so besondere Weise unterstützen wollen. Aber was Menschen uns mitteilen möchten und auf welche Weise sie es tun, ist unterschiedlich und eine ganz persönliche Entscheidung, die ich grundsätzlich respektiere.

Was tun Sie, wenn meine Angehörigen nach meinem Tod nicht mit meiner Entscheidung einverstanden sind?

Als DRK ist es uns sehr wichtig, dass es im Zusammenhang mit Testamentsspenden nicht zu Unklarheiten - oder schlimmer noch - zu Auseinandersetzungen nach der Eröffnung eines Testaments kommt. Das offene und transparente Gespräch zu Lebzeiten ist hier die beste Vorsorge. Auch wenn es in unserer Gesellschaft als eines der größten Tabus gilt, über den eigenen Tod oder den eines Familienmitglieds zu sprechen, empfehlen wir darum grundsätzlich offen mit allen Beteiligten über Pläne bzw. Wünsche und Ideen zu sprechen.

Gibt es in einem Erbfall unterschiedliche Standpunkte, versuchen wir Lösungen zu finden, die möglichst alle beteiligten Parteien mittragen können. Für uns ist die Erfüllung eines letzten Willens oberstes Gebot. Wir orientieren uns dabei einzig daran, was der Verfasser eines Testaments zu Lebzeiten wollte.

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