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DRK Interview mit Influencerin Charlotte Weise

Agenda 2030 und die Maßnahmen zum Klimaschutz

1. Stelle dich gerne kurz vor!

"Ich bin Charlotte Weise, 28 Jahre alt, lebe in Spanien und lebe von Social Media und Modeljobs. Ich liebe gutes Essen, Strand, Musik, Tanzen und vieles mehr. Ich habe eine abgeschlossene Friseurausbildung und einen Bachelor in Berufsschullehramt."

@charlotte_weise

2. Du engagierst dich ja in vielen relevanten Bereichen - warum ist das für dich wichtig? Und wie findet deine Community das?

"Ich engagiere mich in super vielen Themen. Ich spreche seit 5 Jahren über Geflüchtete, über Rassismus, sozialkritische Themen, Bodyshaming, Umweltschutz, Kinderarmut, Mobbing und vieles mehr. Oft werden mir auch aktuelle wichtige Themen von meinen Follower*innen vorgeschlagen, die ich dann bei Instagram aufgreife. Ich habe auch einen extra Instagramaccount, um dort wichtige Aktionen und Petitionen zu teilen. Leider habe ich da noch keine 10.000 Follower und kann dann dort keine Swipe-Up Links teilen, sodass ich bei wirklich sehr wichtigen Dingen diese dann doch auf meinem Account teile. Mir ist es wichtig, da ich super viele Menschen erreiche und sich dadurch etwas bewegen kann. Mir schreiben täglich Menschen, dass sie sich durch mich positiv verändert haben in Themen wie Nachhaltigkeit, Bodylove, Veganismus und vielem mehr und danken mir. Das macht mich sehr fröhlich."

3. Kanntest du die Agenda 2030 mit den 17 nachhaltigen Entwicklungszielen bereits und wenn ja, welche der 17 Ziele liegen dir besonders am Herzen und warum?

"Ja die Agenda kenne ich bereits und ich finde es toll, dass auch immer mehr Firmen davon Punkte aufnehmen und ernst nehmen. Ich finde alle 17 Ziele super wichtig und finde es sehr schwierig davon wenige auszuwählen. Aber wenn ich mich festlegen muss, dann sind es diese 5. Meine Top 5: Armut(1) und Hunger (2) beenden, Sauberes Trinkwasser (6) , Maßnahmen zum Klimaschutz(13) und Leben unter Wasser (14)."

4. Das Sustainable Development Goal Nummer 13 zielt darauf ab, Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen zu ergreifen. Hast du Tipps, wie jeder seinen ökologischen Fußabdruck im Alltag so gering wie möglich halten kann?

"Weniger Lebensmittel einkaufen und alles verwenden, Lebensmittel retten (Foodsharing, To Good to go, Sirplus,..), Kosmetik und Waschmittel ohne Mikroplastik kaufen (am besten Ökoputz und Waschmittel und Naturkosmetik), Müll trennen, Rucksack mit zum Einkaufen nehmen, Regional/Saisonal auf dem Markt oder beim Landwirt einkaufen (unverpackt), Faire Mode oder Second Hand Mode kaufen, Kleidertauschparty´s, Fahrgemeinschaften bilden, fliegen vermeiden und sonst kompensieren, keine Süßstoffe verwenden, da die im Gewässer landen, Wasserfilter verwenden und somit Leitungswasser trinken, das meiste mit dem Fahrrad fahren, keine Kreuzfahrten machen,.."

5. Welches Problem in Bezug auf den Klimaschutz schätzt du am schwerwiegendsten ein? In welchen Bereichen sollte sich noch etwas ändern?

"Generell fehlt den meisten die Aufklärung. Das sollte bereits in der Schule vermittelt werden. Die meisten Menschen wissen einfach nicht welche Dinge schädlich für die Umwelt sind und können es somit auch nicht verändern."

6. Sind dir vielleicht bestimmte Situationen - z.B. auf Reisen - besonders im Kopf geblieben, die den Klimawandel betreffen oder bestimmte Probleme, die auf das Klima einzahlen, die dich schockieren?

"Auf jeden Fall fällt mir da sofort die Mülltrennung und Umweltverschmutzung ein. Viele Menschen haben kein Gefühl dafür, wie man mit dem eigenen Müll umgeht. Sie lassen ihn einfach am See oder am Strand liegen und er landet dann im Wasser und Tiere sterben daran. Kreuzfahrtschiffe und Fischer versenken ihren Müll auf dem offenen Meer und die ganze Gülle der Massentierhaltung gelangt auch noch ins Grundwasser und somit ins Trinkwasser. Wir vergiften uns alle selbst, wenn wir nichts verändern."

7. Was motiviert dich, dich für den Klimaschutz zu engagieren? Glaubst du, das Thema geht uns alle etwas an?

"Das Thema geht uns auf jeden Fall alle etwas an, da wir nur weiterhin auf der Erde leben können, wenn wir sie auch beschützen. Aktuell sieht es nicht gut aus und ich hoffe, dass ich auch in Zukunft noch weiterhin viele Menschen dazu bewegen kann, dass sie weniger Tierprodukte essen, Müllsammeln, den Müll trennen, ihre Kleidung gut behandelt, plastikfrei einkaufen gehen und vieles mehr."

8. Was macht das Projekt des DRK im Süden Afrikas für dich so wichtig? Worauf möchtest du aufmerksam machen?

"Ich finde das Projekt super, da wir den Ländern, die der Klimawandel bereits jetzt schon am meisten betrifft, helfen müssen. Dort wird es irgendwann so heiß sein, dass es kaum noch Trinkwasser geben wird und man nichts mehr anbauen kann. Die Menschen, die in Armut leben, müssen von dort flüchten und in Europa werden immer mehr Geflüchtete ankommen, die es hier nicht leicht haben werden. Und das ist erst der Anfang. Wir sollten jetzt anfangen allen Ländern zu helfen mit den Folgen der Klimakatastrophen zurecht zu kommen, damit sie mit genügend Nahrung und Wasser zuhause bleiben können."

9. Was wünschst du dir für die Zukunft unserer Welt?

"Ich hoffe sehr, dass wir die Erde noch retten können und auch meine Kinder ohne große Umweltkatastrophen ihr Leben genießen können."

10. Dein persönliches Statement zur Agenda 2030?

"Ich hoffe sehr, dass das nur ein Anfang ist und diese Ziele immer weiter ausgebaut und verfolgt werden. Außerdem hoffe ich, dass auch die Regierung, die in diesem Jahr gewählt wird, sich noch mehr mit diesem wichtigen Thema befasst und es noch mehr in den Fokus rückt. Ich denke, dass die Wahl sehr entscheidend sein kann, für alles was kommt."

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