Jahrestag der Explosion in Beirut am 4. August - DRK: Kein Ende der schweren Krise im Libanon in Sicht

Ein Jahr nach der verheerenden Explosion in Beirut am 4. August 2020 verschlechtert sich die Lage im Land zusehends. „Die anhaltende Wirtschafts- und Finanzkrise im Libanon könnte laut Prognosen der Weltbank global betrachtet eine der schwersten seit Mitte des 19. Jahrhunderts werden. Mindestens die Hälfte der libanesischen Bevölkerung lebt inzwischen unterhalb der Armutsgrenze, die Mittelschicht schwindet, unzählige Menschen haben infolge der Hyperinflation ihr gesamtes Erspartes verloren. Benzin, Medikamente, medizinische Versorgung und Grundnahrungsmittel werden für den Großteil der Bevölkerung zusehends unerschwinglich. Umso bedeutsamer ist es, lebenswichtige Infrastruktur wie den Rettungsdienst und das Blutbankwesen im Land aufrechtzuerhalten. Unsere Schwestergesellschaft, das Libanesische Rote Kreuz, deckt 80 Prozent des Rettungsdienstes ab. Wir als DRK unterstützen sie dabei seit Jahren und auch weiterhin“, sagt DRK-Generalsekretär Christian Reuter.

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