
Anlässlich des Welt-Erste-Hilfe-Tages fordern DRK und JRK, Erste Hilfe, Gesundheits- und Krisenkompetenz verbindlich in Schulen zu vermitteln – für mehr Sicherheit und Resilienz.
Was tun, wenn jemand plötzlich bewusstlos wird? Wie leiste ich Erste Hilfe? Wie verhalte ich mich bei einer Katastrophe oder einem anderen Notfall? Und was hilft mir, wenn eine Situation psychisch belastend wird?
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) und sein eigenverantwortlicher Jugendverband, das Jugendrotkreuz (JRK) sind überzeugt: Kinder und Jugendliche sollten auf solche Situationen vorbereitet sein – und zwar schon in der Schule. Denn Erste Hilfe, Wiederbelebung, Gesundheitswissen und der Umgang mit Krisen sind keine besonderen Zusatzkenntnisse, sondern wichtige Fähigkeiten für das Leben.

Deshalb fordern DRK und JRK in ihrem Positionspapier „Gemeinsam für starke Generationen“, diese Themen verbindlich in den Schulunterricht aufzunehmen. Vorgesehen sind mindestens 24 Unterrichtsstunden pro Schuljahr, verteilt auf bestehende Unterrichts- und Lernstrukturen. Ein neues Schulfach soll dafür nicht entstehen.
Gerade bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand können die ersten Minuten entscheidend sein. Wer weiß, was zu tun ist, kann helfen und möglicherweise ein Leben retten. Gleichzeitig geht es darum, Kinder und Jugendliche darin zu stärken, auch in Krisen ruhig zu bleiben, sich selbst zu schützen und Verantwortung für andere zu übernehmen.
Das JRK bringt hierfür bereits viel Erfahrung mit – etwa durch den Schulsanitätsdienst und seine Angebote rund um Erste Hilfe. Die gemeinsamen Ziele von DRK und JRK sind klar: Ängste und Hemmschwellen abbauen, Mut zum Helfen machen und Wissen vermitteln, um in Krisen sicher handeln zu können. Denn alle können im entscheidenden Moment einen Unterschied machen.