Vor einem Jahr begann die Flucht der Rohingya von Myanmar nach Bangladesch
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Zwei Jahre nach der Flucht: Humanitäre Hilfe in Bangladesch

Im bangladeschischen Cox's Bazar befindet sich das größte Flüchtlingscamp "Kutupalong" der Welt. Dicht aneinandergereiht stehen dort einfach errichtete Bambushütten, die nur mit Planen bedeckt sind. Seit August 2017 haben über 740.000 Menschen der Volksgruppe der Rohingya in der Grenzregion Zuflucht gefunden, nachdem sie vor Gewalt in Myanmar geflohen waren.

Gemeinsam mit Schutzsuchenden früherer Flüchtlingsbewegungen beherbergt Cox´s Bazar nun über 900.000 Menschen aus Myanmar. Mehr als die Hälfte sind Kinder und Jugendliche, die auf der Flucht meist Schreckliches erlebt haben.

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Grundlegende humanitäre Hilfe

Seit Beginn der Krise ist das DRK mit internationalem Personal vor Ort und hilft mit ärztlicher Versorgung, sauberem Wasser, der Verteilung von Hilfsgütern sowie dem Bau von Unterkünften und Sanitäranlagen.

Aktuell umfasst das DRK-Team:

  • 1 Programmkoordinator
  • 5 technische Mitarbeiter mit verschiedenen Profilen (z. B. Wasser- und Sanitärversorgung, Unterkünfte, Logistik, Finanzen, Katastrophenvorsorge)
  • 34 lokale Mitarbeiter
  • zahlreiche Freiwillige in den Camps und in den Gastgemeinden

Die Rückkehr in ihre Heimat ist für die Geflüchteten nach wie vor unklar. Auch ist es ihnen nicht möglich, eine neue Existenz in Bangladesch aufzubauen, denn sie dürfen nicht arbeiten. So harren sie weiter unter schwierigen Bedingungen aus.

Gesundheit und Hygiene

Gemeinsam mit dem Bangladeschischen Roten Halbmond und dem Finnischen Roten Kreuz unterhielt das DRK bis zu drei Gesundheitsstationen. Mittlerweile ist ein feste Gesundheitstation in Betrieb. Unterstützt durch medizinische Teams, bestehend aus Ärzten, Hebammen, Sanitätern und Freiwilligen, erhalten bedürftige Flüchtlinge - aber auch Menschen aus den Gastgemeinden - somit Zugang zu grundlegenden Gesundheitsleistungen. Auf diese Weise können bis zu 300 Menschen am Tag pro Team versorgt werden.

Der Bau von einem Primary Health Center mit durchgehenden Öffnungszeiten in Teknaf wird derzeit fertiggestellt und in Kürze in Betrieb genommen.

Helfer schulen die Menschen vor Ort rund um die Themen Hygiene und Gesundheitsvorsorge und verteilen Hygiene-Pakete an Tausende von Familien.

In den vergangenen zwei Jahren konnte schon sehr viel für die geflohenen Menschen aus Rakhine geleistet werden:

  • Versorgung von über 50.000 Patienten in den Gesundheitsstationen, davon 16.000 Patienten unter 5 Jahre
  • Gewährleistung einer sicheren Wasserversorgung für über 16.000 Menschen
  • Bau von 55 Brunnen (6 davon als Teil grösserer Wasserversorgungsnetzwerke)
  • Bau und Rehabilitierung von 444 sanitären Einrichtungen (2.220 Haushalten)
  • Bau von 35 Duschkabinen
  • Fortlaufende hygienefördernde und Krankeitspräventions-Maßnahmen für ca.15.000 Personen

Über die Hälfte der 900.000 im Camp Lebenden sind minderjährig. Insofern ist es wichtig, dass die Hilfe besonders auf Kinder ausgerichtet ist. Das DRK bietet beispielsweise psychosoziale Hilfe für Kinder an, damit diese ihre Fluchterfahrungen besser verarbeiten können.

Hilfsgüter und Unterkünfte

  • 10.000 Familien erhielten Decken
  • 147.500 Menschen wurden mit Hygiene- und Haushaltsartikeln ausgestattet
  • Unterstützung von 20.000 Menschen mit Shelter Upgrade Kits

Das Projekt

Region: Bangladesch,Cox’s Bazar
Projektvolumen: 4.000.000 Euro
Finanzierung: Auswärtiges Amt, European Commision Directorate-General for European Civil Protection and Humanitarian Aid Operations, Schweizerisches Rotes Kreuz, Belgisches Rotes Kreuz & Spenden
Partner: Bangladeschischer Roter Halbmond (BDRCS)

Video-Playlist: Flüchtlingshilfe in Bangladesch

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Rohingya, die im Regen stehen und sich Nahrung teilen Bangladesh Red Crescent Society

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