Geflüchtetes Mädchen beim Händewaschen in Bangladesch
Ibrahim Mollik/IFRC

Bangladesch: Hygiene und Katastrophenvorsorge für Geflüchtete

Mehr als eine Million Menschen aus Rakhine, Myanmar, leben auch drei Jahre nach der großen Fluchtbewegung 2017/18 in beengten Camps in der bangladeschischen Region Cox´s Bazar. Da sie keinen legalen Status in Bangladesch besitzen und nicht arbeiten dürfen, bleiben sie angewiesen auf humanitäre Hilfe. Das DRK unterstützt den Bangladeschischen Roten Halbmond dabei, die Grundversorgung der Betroffenen sicherzustellen und sie zudem vor Naturkatastrophen zu schützen.

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Kritische Hygienebedingungen und Katastrophenanfälligkeit

Viele der sanitären Einrichtungen in den Camps – häufig Nottoiletten ohne Handwascheinrichtungen – sind marode und hygienisch nicht vertretbar. Vielen Sanitäreinrichtungen fehlt es an Beleuchtung, sodass insbesondere Frauen und Kinder sich dort nicht sicher fühlen.

Da die Wasserversorgung in den Camps nicht flächendeckend ausgebaut ist, sind die Menschen dort häufig gezwungen, auf Wasser aus verunreinigten Quellen zurückzugreifen, was zu Durchfall und anderen Krankheiten führt. Auch die Wasseraufbereitung in den Haushalten ist unzureichend. Chlortabletten werden häufig nicht ordnungsgemäß genutzt und sind nicht nachhaltig. Es ist daher notwendig, alternative Formen der Aufbereitung zu testen und das Hygieneverhalten der Betroffenen langfristig zu verändern.

Während der Zyklon- und Monsunsaison verschärfen sich die kritischen Bedingungen in den Camps. Die Menschen leben in ständiger Gefahr, durch Erdrutsche, Überschwemmungen und Windböen Schäden zu erleiden. Eine schlechte Entwässerung in den Lagern trägt etwa zu Erdrutschen bei.

Hilfsmaßnahmen

Ein Schwerpunkt des Projekts ist der Ausbau der Hilfskapazitäten des Bangladeschischen Roten Halbmondes (BRH). Gemeinsam mit dem BRH unterstützt das DRK insgesamt mehr als 86.000 Menschen mit folgenden Aktivitäten:

Wasser- und Sanitärversorgung   

  • Pflege und Wartung der Wasseranlagen durch Instandhaltungsteams
  • Bau von 900 Handwaschgelegenheiten
  • Instandsetzung von 200 Latrinen
  • Ausrüstung von 350 Latrinen mit Handwascheinrichtungen für 7.000 Menschen
  • Personal und Materialaufstockung für ein Abwasserlabor
  • Abwasserentsorgung und Reinigung zusammen mit dem Schwedischen Roten Kreuz

Hygieneförderung

  • Hygienekampagnen und -Schulungen für 15.000 Menschen
  • 96.000 Hygienekits jährlich für 30.000 Menschen

Katastrophenvorsorge

  • Erweiterung des Wasserablaufsystems zur Vorbeugung von Erdrutschen und Bodenerosion; Bau eines 10km Drainagesystems
  • Bereitstellung von 20 Notlatrinen sowie Bau- und Schutzmaterial zur Vorbeugung von Überschwemmungs- und Erdrutschschäden an 20 Standorten
  • Workshops mit Experten und Gemeindemitgliedern zur Vorbereitung auf Wetterextreme

Das Projekt

Region: Cox´s Bazar
Projektvolumen:2.339.376 €
Laufzeit:1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2021
Finanzierung: Auswärtiges Amt, Deutsches Rotes Kreuz/Spenden
Partner: Bangladeschischer Roter Halbmond
Ziel: Humanitäre Hilfe für Menschen aus Rakhine durch grundlegende Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung und Katastrophenvorsorge


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