buehnenbild-bangladesch-ueberschwemmung-junge.jpg
Sie befinden sich hier:
  1. Hilfe weltweit
  2. Wo wir helfen
  3. Asien

Bangladesch: Hilfe in den Überschwemmungsgebieten

Heftige Regenfälle haben in Bangladesch Ende Juli 2016 zu schweren Überschwemmungen geführt. Mehr als 1,9 Millionen Menschen in 19 Distrikten sind betroffen, 14 Todesfälle wurden bisher bestätigt. Tausende Häuser sind ganz oder teilweise zerstört, Schulen sind geschlossen. Während viele Betroffene aufgrund des Wasserstandes ihre Häuser nicht verlassen können, haben sich andere Behelfsunterkünfte gebaut oder Unterschlupf in Schulen oder bei Verwandten gefunden. Der Bangladeschische Rote Halbmond hilft – unterstützt vom DRK und dem Internationalen Roten Kreuz.

Helfen Sie uns mit einer Spende!

Jede noch so kleine Spende hilft dem DRK bei der Unterstützung von hilfsbedürftigen Menschen.

Lebenswichtige Nothilfe: Nahrung, Wasser und Hygieneartikel

Als die Flüsse übertraten, waren die Helfer des Bangladeschischen Roten Halbmonds sofort im Einsatz, um Menschen zu warnen, Erste Hilfe zu leisten und Betroffene zu evakuieren. Zudem versorgen sie – mit Unterstützung der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung – Menschen mit Lebensmitteln wie Reis, Öl, Zucker und Babynahrung. Weil zahlreiche Wasserquellen durch die Überschwemmung verunreinigt sind und die hygienische Situation schlecht ist, stellen die Helfer lebensnotwendiges Trinkwasser und Hygieneartikel zur Verfügung.

Frühzeitige Bargeldzahlungen helfen Menschen, sich zu wappnen

Das Deutsche Rote Kreuz engagiert sich im Distrikt Bogra. Im Rahmen eines neuartigen Projektes zur Finanzierung vorbeugender Hilfsmaßnahmen, dem sogenannten Forecast-based Financing, haben wir die Bevölkerung aufgrund von präzisen Wettervorhersagen frühzeitig vor der Überschwemmung gewarnt und Hilfsmaßnahmen eingeleitet. Kern dieser Hilfe waren elektronisch per Handy übermittelte Bargeldzahlungen an 1.720 Familien, jeweils rund 50 Euro pro Haushalt. Diese ermöglichten es den Betroffenen, Dinge zu finanzieren, die ihnen helfen die Katastrophe zu überstehen und Schäden zu mindern – von Lebensmitteln über Tierfutter bis hin zu Transporten, um ihre Familien oder Besitz in Sicherheit zu bringen.

Durch die finanzielle Hilfe mussten die Betroffenen nicht wie üblich Kredite mit hohen Zinssätzen aufnehmen oder persönliche Güter verkaufen, die sie nach der Flut wieder beschaffen müssen. So können sie die Folgen der Überschwemmung besser überwinden. Das Projekt soll die Lücke zwischen Katastrophenvorsorge und Nothilfe schließen und wird gefördert vom Auswärtigen Amt.

Hintergrund: Maßnahmenpaket zur Anpassung an den Klimawandel

Bangladesch ist eines der Länder, in denen wir ein Maßnahmenpaket des Auswärtigen Amtes umsetzen, dass Menschen hilft, sich besser gegen mögliche Folgen des Klimawandels zu rüsten. Schon bevor ein Extremwetterereignis wie beispielsweise Hochwasser eintritt, wird ab einem zuvor bestimmten Schwellenwert Nothilfe finanziert und durchgeführt. Damit soll Schaden vermieden werden, die Hilfe rechtzeitig vor Ort ankommen und es werden knappe Mittel effizienter eingesetzt. Lesen Sie hier mehr zum sogenannten Forecast-based Financing und zum Maßnahmenpaket.

Das Projekt

Region: Bangladesch, 4 Dörfer der Region Bogra
Projektvolumen: 1,04 Millionen Euro
Finanzierung: Auswärtiges Amt und Spenden
Partner: Bangladeschischer Roter Halbmond

Helfen Sie mit!

Jede kleine Spende hilft den notleidenden Menschen dieser Welt!

Jetzt spenden!

zum Anfang