Uganda: Starthilfe für den Neuanfang
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Uganda: Starthilfe für den Neuanfang

Die Region Karamoja im Norden Ugandas war lange Zeit Schauplatz eines blutigen Bürgerkriegs sowie bewaffneter Stammeskonflikte. Viele Menschen mussten ihr Zuhause verlassen, kehren aber nach Ende des Krieges wieder in ihre Heimat zurück. Doch ihre einstigen Dörfer sind inzwischen verwildert.

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Karamoja ist eine der ärmsten und am wenigsten entwickelten Regionen in Uganda. Viele Menschen verließen infolge des Bürgerkriegs die Heimat, um in der Nähe wirtschaftlicher Zentren, die als sicherer galten, eine neue Zukunft aufzubauen. Nach dem Ende des Bürgerkriegs verbesserte sich die Sicherheitslage, sodass die Flüchtlinge langsam wieder zurückkamen. Dabei stellten sie fest, dass die grundlegende Infrastruktur, wie Gesundheitszentren und schulische Einrichtungen, nicht mehr vorhanden waren. Es besteht also die Gefahr, dass die Rückkehrer ihre Heimat ein zweites Mal verlassen. Um dem entgegenzuwirken, greift das DRK auf Erfahrungen und Errungenschaften aus Vorgängerprojekten zurück. Das DRK unterstützt die Bevölkerung in Karamoja beim Aufbau und der Sicherung wichtiger Lebensgrundlagen. Ziel ist es, die Selbsthilfekapazitäten der Menschen zu stärken. So existieren beispielsweise in Kotido und Abim bereits erste kleine Gemeinschaftsgebäude für Gemeindetreffen, die wieder instand gesetzt werden. In Kaabong wiederum unterstützen wir den Bau neuer Gemeinschaftshäuser.

Video: Bessere Wasserversorgung und Hygiene für Karamoja
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Infrastruktur schaffen, Selbsthilfe stärken

Außerdem hilft das Deutsche Rote Kreuz den Betroffenen dabei, neue Nutzungskonzepte für die Gebäude zu entwickeln - zum Beispiel selbst organisierte Kinderlernzentren, Getreidespeicher oder Räumlichkeiten für Gesundheitsteams. Um die Umsetzung der Konzepte langfristig absichern zu können, werden Freiwillige des Ugandischen Roten Kreuzes in der praktischen Anwendung geschult. Diese Entwicklungen und Maßnahmen sind eng mit den Gemeinden und lokalen Behörden abgestimmt. Und durch die Sanierung des Rotkreuzgebäudes können die Helfer in Kaabong ihre Gemeinden besser unterstützen.

Im Distrikt Kaabong fehlt es an Brunnen, sodass eine ganzjährige Wasserversorgung der Bevölkerung nicht möglich ist. Aus diesem Grund entstehen in den elf Gemeinden neue Wasserquellen, während verlassene Quellen wieder instand gesetzt werden. Zudem unterstützen wir Familien beim Bau eigener Latrinen, die für eine Verbesserung der sanitären Situation sorgen. Durch Sensibilisierungskampagnen, Schulungen und Theaterstücke erwerben die Rückkehrer wichtige Hygieneregeln. Neu gegründete Wasser-, Sanitär- und Hygienekomitees sorgen langfristig für die Pflege der Wasserquellen und vermitteln wertvolles Wissen über Hygiene und Krankheitsvorbeugung.

Rotkreuzhelfer und Bewohner vor Hütte

Die meisten Familien müssen nach der Rückkehr von vorn beginnen. Allerdings sind sie hierbei nicht allein. Die vor allem Ackerbau betreibende Bevölkerung in Kaabong wird von sogenannten Livelihood-Gruppen unterstützt. Deren Ziel ist es, durch Erfahrungsaustausch, gemeinsames Werkzeug und gegenseitige Hilfe ihren Lebensunterhalt zu verbessern. In Schulungen erfahren die Livelihood-Gruppen, wie sie ihre Ernte durch verbesserte Anbaumethoden erhöhen können. Dafür erhalten sie unter anderem Zugochsen und Pflüge für die Bearbeitung der gemeinschaftlichen Felder. Die Hauptzielgruppe des DRK sind aber Jugendliche und Frauen, die viele landwirtschaftliche Arbeiten erledigen müssen. An die Gruppen, aber auch an Familien verteilt das Deutsche Rote Kreuz zertifiziertes Saatgut sowie Spaten, Hacken und Eimer. Damit kann die landwirtschaftliche Produktion gesteigert oder ein eigener Garten anlegt werden, um die Ernährung zu sichern. 

Das Projekt:

Region: Distrikte Abim, Kaabong, Kotido in Nordwest-Karamoja
Projektvolumen: 650.000 Euro
Finanzierung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Partner: Ugandisches Rotes Kreuz

 

 


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