Uganda: Leben mit dem Klimawandel
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Uganda: Leben mit dem Klimawandel

Der in Zentralafrika gelegene Staat Uganda ist von Bürgerkriegsfolgen, Dürreperioden, Missernten und Epidemien gezeichnet. Das DRK unterstützt das Ugandische Rote Kreuz (URCS) in unterschiedlichen Aktionen, um die Folgen der Missstände besser abfangen zu können.

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Die Zusammenarbeit des DRK mit dem Ugandischen Roten Kreuz (URCS) ist sehr vertrauensvoll und beruht auf einer langjährigen Kooperation. Seit sechs Jahren unterstützt das DRK das URCS in der Realisierung seiner Projekte. So auch in den beiden Regionen Karamoja und Teso, die von mehreren Jahrzehnten bewaffneter Auseinandersetzungen geprägt sind. Etwa 50% der Bevölkerung sind gegenwärtig Binnenvertriebene, dazu dauert die Wiederansiedlung noch an. Infolge des Klimawandels kommt es regelmäßig zu Erdrutschen, Sturzfluten und Dürren sowie einer starken Abholzung der Wälder.

Umgang mit den Folgen von Flucht und Klimawandel

Weitere Herausforderungen in Karamoja sind die chronische Nahrungsmittelknappheit, unsauberes Wasser und schlechte Hygienebedingungen. So können Krankheiten wie Haut- und Durchfallerkrankungen, Cholera und auch Hepatitis häufiger auftreten. Bisher konnten die Krankheiten jedoch in Kooperation mit der WHO und zuständigen staatlichen Stellen rasch eingedämmt werden.

Aufklärung und Unterstützung beim Klimawandel

Setzlinge für bessere Ernten Thorsten Klose / DRK

Langfristige Projekte sollen als Übergangshilfe die von Ackerbau und Viehwirtschaft lebende Bevölkerung gezielt unterstützen, um besser mit den Folgen kriegerischer Auseinandersetzungen und des Klimawandels umgehen zu können. Innerhalb des Projektes werden die Gemeinden widerstandsfähiger gegenüber derartigen Auswirkungen.

Das Deutsche Rote Kreuz realisiert zusammen mit dem URCS in einem sechsjährigen Pilotprojekt folgende Maßnahmen:

  • Aufklärung der Bevölkerung über die Risiken des Klimawandels
  • zeitnahe Bekanntgabe von extremen Wetterereignissen
  • Analyse landwirtschaftlicher Methoden und bestehender Wasserverteilungssysteme
  • Entwicklung angepasster und verbesserter Techniken sowie Aufbau einer entsprechenden Infrastruktur
  • Unterstützung der Bauern sowie Steigerung und Diversifizierung der Ernte durch klimaangepassten Anbau und verbesserte landwirtschaftliche Produktion
  • Stopp von Bodenerosion und Verschlammung von Dämmen und Wasserstellen
  • Gewährleistung von Zugängen zu sauberem Wasser für den persönlichen Verbrauch und die landwirtschaftliche Produktion
  • Eindämmung von Abholzung und Bodenerosion mittels Einführung energiesparender Methoden
  • Bewusstseinsentwicklung für klimabedingte Katastrophen sowie Entwicklung entsprechender Frühwarnsysteme und Notfallpläne
  • Bau von 2.000 überschwemmungssicheren Unterkünften.

Drei konkrete Beispiele:

  1. Mehr Ernteerträge, weniger Wasserverbrauch
    Die Bauern erlernen, wie sie ihre Erträge durch Gemüseanbau in Pflanzsäcken effektiv steigern können. Mittlerweile bilden einige von ihnen sogar andere Bauern in dieser wasser- und platzsparenden Anbaumethode aus. Haushalte erhalten Saatgut und landwirtschaftliches Gerät.
  2. Wasserversorgung und Hygiene
    Das DRK erleichtert den Zugang zu sauberem Wasser, indem Brunnen instandgesetzt und Dämme repariert werden. Im Dorf Lopuyo im Bezirk Kotido konnte die Wasserversorgung für 130 Haushalte mit insgesamt 907 Menschen wieder hergestellt werden. Für den Bau von einfachen Latrinen erhalten die Dörfer vorgefertigte Abdeckplatten und Werkzeuge.
  3. Überschwemmungssichere Hütten
    Die zwei Kernfragen lauten: Wo ist die Gefahr einer Überschwemmung am größten und wie kann man sich am besten davor schützen? Familien erhalten daher eine Bauanleitung sowie eine stabile Kunststoffplane, mit der sie Lehmhütten selbst errichten können. Diese sind am Boden wasserundurchlässig und entsprechen weitgehend der traditionellen Bauweise.

Das Projekt

Region: Karamoja und Teso
Laufzeit: Januar 2013 bis Dezember 2018
Projektvolumen: 2,2 Millionen Euro
Finanzierung: Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
Partner: Ugandisches Rotes Kreuz (URCS), Rotkreuz-Klimazentrum


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