Mitarbeiter des Ugandischen Roten Kreuzes und des DRK
Sie befinden sich hier:
  1. Hilfe weltweit
  2. Wo wir helfen
  3. Afrika

Uganda: Bessere Lebensbedingungen für Flüchtlinge

Mehr als eine Million Flüchtlinge suchen Schutz in Uganda – so viele wie in keinem anderen Land Afrikas. Der Großteil stammt aus dem Südsudan, wo der bewaffnete Konflikt zu massiver Not führt. Täglich erreichen durchschnittlich über 3.000 Südsudanesen das Land, vor allem Frauen und Kinder. In Uganda sind sie – häufig völlig entkräftet von ihrer beschwerlichen Flucht – auf Hilfe angewiesen. Um den Geflüchteten ein menschenwürdiges Dasein zu ermöglichen und die Lebensbedingungen innerhalb der Flüchtlingssiedlungen und Gastgemeinden zu verbessern, unterstützt das DRK mit finanzieller Unterstützung des Auswärtigen Amtes das Ugandische Rote Kreuz bei der Nothilfe.

Deutsches Rotes Kreuz, Auslandshilfe, Auslandsarbeit, Arabische Halbinsel, German Humanitarian Assistance, humanitäre, Hilfe, Hilfspaket
Ihre Spende hilft!

Mit 80 € können für einen Monat Seife und Desinfektionsmittel für eine Schule gekauft werden. 

Bessere Gesundheit durch genug Wasser und Hygiene

Sowohl die südsudanesischen Flüchtlinge, als auch die lokale Bevölkerung in den Gastgemeinden leiden unter Trinkwassermangel. Um das zu ändern, stellen wir unter anderem eine mobile Trinkwasseraufbereitungsanlage bereit. . Zwei Regenwasserspeicher sollen außerdem die Versorgung in den Schulen und kommunalen Einrichtungen der beiden Siedlungen Mungula und Itirikwa Sub-County verbessern. Zudem setzen wir in Gastgemeinden sowie Flüchtlingssiedlungen Brunnen instand und ergänzen einen Teil davon um Waschplätze sowie Abflussrinnen. Neu ausgebildete Wasserkomitees kümmern sich um deren Betrieb und Wartung.

Aufgrund des enormen Bedarfs an Trinkwasser haben wir gemeinsam mit dem Schwedischen und Österreichischen Roten Kreuzes im Februar 2017 unsere bisherige Tätigkeit mit einer größeren Trinkwasseranlage, mit der bis zu 40.000 Menschen versorgt werden können, sowie eines Expertenteams zum Aufbau und Betreiben der Anlage erweitert. Über diese Trinkwasseranlage hinaus wird das DRK mit Unterstützung durch Lufthansa Cargo ebenfalls sechs Wasserpumpen sowie weiteres Equipment, zur Verbesserung der verschiedenen Trinkwasserversorgungsstandorten nach Norduganda senden.

Um die Gesundheit der Flüchtlinge darüber hinaus zu stärken, bauen wir gemeinsam mit den Betroffenen 850 Latrinen in den Distrikten Adjumani und Yumbe – einen Teil davon für besonders verwundbare Personen wie Menschen mit Behinderung. Ergänzend dazu führen wir Hygieneschulungen durch.

Friedensarbeit sowie Schutz von Frauen und Kindern

Wo viele Menschen aufeinandertreffen, gibt es auch Konflikte. Friedenskampagnen und Aufklärungsarbeit zur gewaltfreien Konfliktlösung sollen Spannungen innerhalb der Flüchtlingsgemeinden, aber auch zwischen Einheimischen und Schutzsuchenden vorbeugen. Dazu organisieren Freiwillige unter anderem Radiosendungen, Theaterstücke und Gesprächsrunden.

Mehr als 80 Prozent der Flüchtlinge sind Frauen und Kinder – als besonders verwundbare Gruppen werden sie häufiger Opfer von Gewalt und Missbrauch. Um Frauen und Kinder besser zu schützen, installieren wir Solarlampen an öffentlichen Orten, die wir gemeinsam mit den Betroffenen auswählen. Das sind zum Beispiel Plätze vor Wasserpumpen, Latrinen, Gesundheits- oder Registierungszentren. Auch Informationsplakate zum Schutz von Kindern sowie zur Vorbeugung sexueller Gewalt werden dort angebracht.

Die schwierigen sozialen und hygienischen Verhältnisse in den Flüchtlingslagern gefährden Frauen und Mädchen besonders. Sie erhalten deshalb sogenannte Dignity-Kits mit Seife, Handtüchern, wiederverwendbaren Einlagen und anderen Hilfsgütern, die ihnen helfen, ihre Würde zu behalten. An schwangere Frauen verteilen die Schwestern in den Gesundheitszentren Entbindungssets, unter anderem mit Watte, Handtüchern, Nabelschnurklemme und Taschenlampe. Sie dienen als Anreiz für Schwangere, sich in medizinische Betreuung zu begeben, so dass Mutter und Kind besser geschützt sind.

Hilfe, um das Leben zu bestreiten

Da die meisten Flüchtlinge nur das Hab und Gut besitzen, das sie tragen können, fangen sie in Uganda von Null an. Mit einem sogenannten Non-Food-Item-Kit, das unter anderem Wasserkanister, Decken, Geschirr und Kochutensilien umfasst, erhalten 1.000 Familien deshalb eine Grundausstattung, um zu überleben.

Mehr Personen benötigen mehr natürliche Ressourcen – nicht nur bei der Wasserversorgung, auch beim Brennholz. Damit die Menschen durch energieeffiziente Kochmethoden Brennholz sparen, bauen Freiwillige des Ugandischen Roten Kreuzes gemeinsam mit Flüchtlingen und Anwohnern energiesparende Öfen aus lokal verfügbaren Materialien.

Logistische Stärkung des Ugandischen Roten Kreuzes

Uganda ist ein sehr weitläufiges Land und die Flüchtlingsgemeinden liegen zumeist in abgelegen Gebieten. Um den Menschen gut beistehen zu können, ist eine angemessene Logistik erforderlich. Deshalb unterstützt das DRK seine Schwesterorganisation mit einem Projektfahrzeug, einem LKW und Motorädern. Neue Rettungswagen und Motorad-Dreiräder machen schnelle Kranken- und Patiententransporte möglich. Die neue Ausrüstung stärkt dank der Hilfe des DRK mit der finanziellen Unterstützung des Auswärtigen Amtes und Spenden das Ugandische Rote Kreuz langfristig, so dass die Helfer künftig besser auf Notlagen reagieren können .

Das Projekt

Region: Distrikte Adjumani und Yumbe
Projektvolumen: 1.026.260 Euro
Finanzierung: Auswärtiges Amt und Spenden
Partner: Ugandisches Rotes Kreuz

Helfen Sie mit!

Jede kleine Spende hilft den notleidenden Menschen dieser Welt!

Jetzt spenden!

zum Anfang

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte. Durch die Nutzung unserer Webseite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Erfahren Sie mehr

OK