DRK unterstützt im Süden von Madagaskar mit Ernährungshilfe während der Hungerkrise durch anhaltende Dürre

Hungerkrise: Soforthilfe für Madagaskar

Im Süden Madagaskars sind die Menschen aufgrund der schwersten Dürre seit 40 Jahren von einer akuten Hungerkrise betroffen: Rund 1,3 Millionen Menschen haben nicht genug zu essen. Viele leiden unter Hunger. Mit einem vom Auswärtigen Amt finanzierten Projekt unterstützt das DRK 5.700 betroffene Haushalte mit Bargeldhilfen sowie besonders gefährdete Regionen mit verbesserter Trinkwasser- und Gesundheitsversorgung.

Die anhaltende Dürre wirkt sich auf die vorwiegend von Landwirtschaft lebenden Menschen im Süden Madagaskars existenzgefährdend aus: Die Ernteerträge bleiben erneut aus, die Nahrungsreserven sind aufgebraucht, die Lebensmittelpreise steigen gleichzeitig. Der Zugang zu Trinkwasser wird knapp.

Laut Prognosen wird sich die Lage im ersten Halbjahr 2022 weiterhin verschlechtern. Dann könnten bis zu 1,6 Millionen Menschen von Ernährungsunsicherheit betroffen sein. Drei Viertel der Bevölkerung Madagaskars leidet ohnehin unter extremer Armut und ist derzeit zusätzlich durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie belastet.

Soforthilfe gegen die Dürre

Gemeinsam mit dem Madagassischen Roten Kreuz und der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften unterstützt das DRK die betroffenen Menschen in den Regionen Ambatoabe, Ankilivalo und Esira durch ein Soforthilfe-Projekt. 90 Prozent der Bevölkerung in der Region leben von eigenem landwirtschaftlichem Anbau und sind somit von der Dürre und folgenden Hungerkrise besonders betroffen.

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Verteilung von Bargeldhilfen

Um ihren Bedarf an Grundnahrungsmitteln decken zu können, erhalten 26.800 Menschen in Madagaskar Hilfe durch Bargeldleistungen. Dadurch sind sie in der Lage sowohl die durch die Dürre ausfallenden Ernten zu kompensieren als auch die steigenden Preise für Nahrungsmittel. Zudem werden im Rahmen des Projekts Bohrlöcher und Pumpen instandgesetzt, um den Zugang zu sauberem Wasser zu verbessern. Im Rahmen dessen finden ergänzend Trainings zur Pflege der Wasserquellen statt sowie Informations- und Aufklärungskampagnen zum Schutz vor Covid-19.

Zusätzlich werden eine lokale Gesundheitsstation sowie lokale „Nutrition Surveillance Komitees“ (Ernährungs-Überwachungskommittees) mit Ausrüstung zum Screening auf Mangelernährung und im Bereich Erste Hilfe ausgerüstet.

Das Projekt

Region

Madagaskar, Region Ambatoabe, Ankilivalo und Esira

Volumen

1.181.121,98 EUR

Finanzierung

Auswärtiges Amt, Deutsches Rotes Kreuz / Spenden

Partner

Madagassisches Rotes Kreuz

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