Dürre in Somalia: Ein Wassertankwagen bringt Wasser für notleidende Menschen und Tiere Jacob Hall / Danish Red Cross
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Die mobilen DRK-Nothilfe-Einheiten im Bereich WASH – Wasser-, Sanitärversorgung und Hygiene

In den ersten Stadien einer Katastrophe hat die Wasser- und Sanitärversorgung einen entscheidenden Einfluss auf das Überleben der Betroffenen. Wenn Menschen nach einer Katastrophe keinen Zugang zu Trinkwasser haben und keine hygienischen Lebensbedingungen möglich sind, droht der Ausbruch von Krankheiten. Das Deutsche Rote Kreuz verfügt über Nothilfe-Einheiten zum Aufbau der Trinkwasserversorgung, zur Bereitstellung von sanitären Einrichtungen und der Hygiene-Grundversorgung. Innerhalb von 72 Stunden können diese Einheiten in einem Katastrophengebiet eingesetzt werden. Einzelne Komponenten dieser Nothilfe-Einheiten stellen auch einen wesentlichen Teil der Infrastruktur für die mobile Gesundheitsstation oder das mobile Krankenhaus dar.

Ihre Spende hilft!

Mit 90 € kann ein Freiwilliger in Gesundheit und Hygiene geschult werden, der bis zu 3.000 Bewohner weiterbilden kann.

  • Sauberes Wasser rettet Leben
    Zwei Helfer bauen eine Trinkwasseranlage auf.
    Zwei Helfer bauen eine Trinkwasseranlage auf.

    Wasser ist das wichtigste Hilfsgut in Krisenregionen. Eine Verbesserung der Gesundheitsversorgung ist möglich, wenn ausreichend Trinkwasser verfügbar ist. Gleichzeitig ist es notwendig, für hygienische Verhältnisse zu sorgen, damit sich Krankheiten wie Durchfall nicht ausbreiten. Dabei ist es nicht nur wichtig, Toiletten zu bauen sondern auch die Hygiene-Grundversorgung – etwa durch Handwaschvorrichtungen, Hygieneartikel oder angemessene Wasserbehälter – sicherzustellen und Abfälle richtig zu entsorgen.

  • Wie wird Trinkwasser gewonnen?

    Trinkwasser wird überwiegend aus Oberflächenwasser – aus einem Fluss oder See – in mehreren Stufen aufbereitet. Zunächst werden die Schwebstoffe und Partikel entfernt, zum Beispiel durch einen Sandfilter. Dann werden chemische Verunreinigungen herausgefiltert. Nachdem die Krankheitserreger abgetötet wurden, ist das Wasser trinkbar. Ein kleine Menge Chlor bewirkt, dass das Trinkwasser frei von Krankheitserregern bleibt. Die Trinkwasserqualität wird regelmäßig mit einem mobilen Labor überprüft.

  • Mobile WASH-Einheiten: Stets die passende Lösung

    Das DRK unterhält unterschiedliche Module für die (Trink-)Wasser-, Sanitärversorgung und Hygiene-Grundversorgung, um je nach Situation die passende Lösung zu haben.

    Mit den mobilen WASH-Einheiten kann die Trinkwasserversorgung für bis zu 40.000 Menschen sichergestellt werden. Das entspricht einer Trinkwassermenge von etwa 600.000 Litern pro Tag. Die Versorgung mit Trinkwasser umfasst die Aufbereitung, die Lagerung, den Transport und die Verteilung. Die Wasseraufbereitungsanlagen können auch flexibel eingesetzt werden, um die Bevölkerung dezentral versorgen zu können.

    Parallel zur Trinkwasserversorgung ist es ein wichtiger Teilbereich der WASH-Nothilfe, gemeinsam mit der betroffenen Bevölkerung Programme zur Gesundheits- bzw. Hygieneaufklärung durchzuführen. Die Hygiene-Grundversorgung beinhaltet neben der Bereitstellung von Sanitäreinrichtungen wie Toiletten und Waschgelegenheiten sowie dem Abfallmanagement auch Schulungen zur Seuchenvorsorge.

    In der Regel werden Fachleuten der Bereiche Logistik, Umwelthygiene und Abwasser-/Trinkwassertechnik entsendet, die gemeinsam mit den Helfern vor Ort Nothilfe-Projekte umsetzen.

  • Mobile WASH-Einheiten des DRK im Einsatz:

    Seit 1996 wurden die WASH Module über 20 mal eingesetzt; u.a. in DR Kongo, Kenia, Sudan, Nicaragua, Mazedonien, Indien, Mosambik, Iran, Sri Lanka, Indonesien, Pakistan, Myanmar, Simbabwe, Haiti, Philippinen und Uganda.

  • Vorbereitet für die nächste Katastrophe

    Die Einheiten für die Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung gehören zu den mobilen Nothilfe-Einheiten (ERUs) des Roten Kreuzes. Die aus Modulen zusammengesetzten ERUs sind standardisiert und können mit den Anlagen anderer Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften kombiniert werden. Nach dem Einsatz bleiben sie in der Region, damit die Hilfe bei künftigen Katastrophen noch schneller eintrifft. Deshalb arbeiten die Wasser- und Hygiene-Experten stets eng mit den Helfern vor Ort zusammen. Bei künftigen Notsituationen sind es die Helfer vor Ort, die den Einsatz der Anlagen leiten.  

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