DRK, soziale Arbeit, Beratung, Mikration, Mettmann
Foto: A. Zelck / DRK e.V.

Migration und Integration

Angebote des DRK zum Thema Integration und Migration

Die Regelangebote des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), wie zum Beispiel für junge Menschen und für Familien, richten sich selbstverständlich auch an Geflüchtete und Menschen mit Migrationshintergrund. Hier gibt es weitere spezielle Angebote zum Thema

Migration und Integration bei Ihrem Kreisverband vor Ort

Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE)

Die Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) richtet sich an alle Migrantinnen und Migranten, die voraussichtlich auf Dauer in Deutschland leben. Damit ist sie auch für anerkannte Flüchtlinge zuständig.

Die MBE unterstützt in allen Angelegenheiten entweder durch eigene Expertise oder durch die Vermittlung an zuständige und kompetente Dienste und Einrichtungen.

Es geht dabei um Integration im umfassenden Sinne: Sprache, Bildung und Ausbildung, Arbeit und Beruf sowie Sozialleistungen. Die MBE vermittelt den Zugang zu Integrationskursen und nach Möglichkeit eine Kinderbetreuung während der Teilnahme.

Die Migrationsberatungsstellen verfügen aufgrund ihrer vielfältigen Aufgaben über ein umfangreiches Netzwerk und sind daher auch kompetenter Ansprechpartner zu den vielfältigen Fragen des Ankommens und Lebens in Deutschland.

Die nächste Migrationsberatungsstelle in Ihrer Nähe finden Sie unter: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge

Foto: Handy mit geöffneter mbeon-App
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Die mbeon-App zum Download

mbeon – Migrationsberatung online

In mbeon können sich Zugewanderte per App an Beraterinnen und Berater aus der Migrationsberatung für erwachsene Zuwanderer (MBE) wenden. Diese beraten sie von einer Beratungsplattform am PC in ihrer Beratungsstelle aus. Den Beratenden steht zusätzlich ein geschützter interner Bereich zur Verfügung, indem sie sich online fachlich austauschen und auf aktuelle Informationen zu Migrationsthemen zugreifen können. In mbeon wird auf 25 verschiedenen Sprachen beraten. Die App ist in den Sprachen Deutsch und Englisch, Arabisch und Russisch verfügbar. 

Zugänge erleichtern – erfolgreich beraten

Mit mbeon wird das bestehende Netz an Präsenz-Beratungsstellen um eine bundesweite Onlineberatungsstruktur erweitert. Ziel ist eine effizientere und serviceorientiertere Beratung. Das Onlineangebot eröffnet Ratsuchenden einen weiteren vertraulichen Kommunikationsraum. Sie können sich nun entweder nur in der Beratungssstelle, nur online oder im Blended Counseling sowohl von Angesicht zu Angesicht als auch online beraten und langfristig durch Migrationsberaterinnen und -berater begleiten lassen.

Gegenwärtig beraten in mbeon 360 Beratende aus den fünf Verbänden Deutsches Rotes Kreuz, Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband, Bund der Vertriebenen, Deutscher Caritasverband und Zentralwohlfahrtstelle der Juden in Deutschland.

Weiterführende Informationen

Die kostenlose App kann im Google Play Store oder im AppStore heruntergeladen werden. Weiterführende Informationen gibt es auf der mehrsprachigen Webseite www.mbeon.de und der Facebook-Seite facebook.com/mbeon.chat/. Gefördert wird mbeon aus Mittel des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI).

Beratung für Asylsuchende und Geflüchtete

Es gibt zahlreiche Beratungsstellen des DRK, deren Angebote sich an Asylsuchende und Geflüchtete richten. In der Regel ist hier zwischen der Asylverfahrensberatung und der Asylsozialberatung zu unterscheiden, in manchen Kommunen sind diese Beratungsangebote aber auch zusammengefasst. In der Asylverfahrensberatung erfahren Asylsuchende und Geflüchtete Unterstützung bei allen Fragen rund um das Asylverfahren. In der Asylsozialberatung erhalten Sie Rat und Orientierung zum Beispiel beim Zugang zu sozialen Leistungen und zu ärztlicher Behandlung, bei Fragen zum Schulbesuch, der Wohnungssuche, zum Arbeitsmarkt oder zu Sprachkursen. 

 

Hilfen für traumatisierte Flüchtlinge

Zahlreiche Flüchtlinge haben in ihrem Herkunftsland und/oder während ihrer Flucht viel Schlimmes wie z. B. Folter oder andere schwere Menschenrechtsverletzungen erlebt. Viele sind traumatisiert und brauchen effektive, bedarfsgerechte Hilfe und Unterstützung. In einigen DRK-Standorten werden Traumatisierungen diagnostiziert und auch therapeutisch behandelt. In der Regel vermitteln die vor Ort tätigen DRK-Mitarbeiterinnen zu Psychotherapeuten, organisieren Dolmetschende und medizinische Hilfe. Darüber hinaus gibt es weitere psychosoziale Angebote wie zum Beispiel Gesprächskreise und Kunsttherapie. Hierzu gehören aber auch ergänzend tagesstrukturierende Angebote, Angebote im Rahmen psychosozialer Notfallversorgung und andere Aktivitäten, die den Betroffenen Entlastung bringen.

Eine Auswahl von Angeboten des DRK und seiner Partner:

Suchdienst

Der DRK-Suchdienst unterstützt Menschen, die durch bewaffnete Konflikte, Katastrophen, Flucht, Vertreibung oder Migration von ihren Nächsten getrennt wurden.

Er hilft, Angehörige zu finden, sie wieder miteinander in Kontakt zu bringen und Familien zu vereinen.

Mehr Informationen zu den Angeboten des DRK-Suchdienstes finden Sie hier

  • Perspektivenberatung und Rückkehrunterstützung

    Die in den DRK-Beratungsstellen tätigen Mitarbeiterinnen prüfen mit den Ratsuchenden, ob eine Rückkehr in das Herkunftsland eine mögliche Option ist.

    Die Entscheidung für eine Rückkehr beruht dabei immer auf einem ergebnisoffenen Prozess, in den viele Informationen und Einschätzungen eingehen und bewertet werden. Entscheidend ist, dass der Ratsuchende zu jedem Zeitpunkt das Gefühl hat, seine Prioritäten ändern zu können.

    Rückkehr aus DRK-Sicht ist somit immer an das Prinzip der Freiwilligkeit gebunden. Das DRK wirkt niemals gegen den Willen des Ratsuchenden auf eine Rückkehr in das Herkunftsland hin.

  • Ehrenamtliche Unterstützung

    Projekt "Koordinierung, Qualifizierung und Förderung der ehrenamtlichen Unterstützung von Flüchtlingen"

    Projektlaufzeit 01.09.2015 bis 31.12.2016

    Im gesamten Bundesgebiet erbringt das DRK zurzeit unter großer Anstrengung Hilfeleistungen zur Unterstützung von Flüchtlingen. Es geht um Logistik, Notversorgung, Unterbringung, soziale Betreuung, Unterstützung bei der Suche nach Angehörigen und vieles mehr. Ohne die große Zahl von ehrenamtlichen Helfer*innen wären diese Leistungen schlicht unmöglich. Über das Projekt werden deshalb die Strukturen zur Ehrenamtskoordination vor Ort unterstützt und Schulungen für ehrenamtliche Kräfte durchgeführt. Das DRK führt das Projekt gemeinsam mit den weiteren Mitgliedern der Bundesarbeitsgemeinschaft für Freie Wohlfahrtspflege (BAG FW) durch.

    Das Projekt wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration.

     

  • Soziale Betreuung in Aufnahmeeinrichtungen

    Insbesondere die Versorgung von Asylsuchenden in Not- und Erstaufnahmeeinrichtungen sowie Gemeinschaftsunterkünften steht momentan in Anbetracht der aktuellen Ereignisse im Mittelpunkt der Unterstützung des DRK für Flüchtlinge.

    Gerade weil diese Form der Unterbringung unter oft schwierigen Bedingungen für die Betroffenen, die vor und während ihrer Flucht zahllose Stress- und Gefahrensituationen hinter sich gebracht haben, besonders spannungs- und stressbeladen ist, müssen umso größere Anstrengungen unternommen werden, den Asylsuchenden auch in dieser Ausnahmesituation ein Leben in Würde zu ermöglichen.

    Dies erfordert neben der reinen Unterbringung und Verpflegung v. a. Maßnahmen der gesundheitlich-medizinischen und psychosozialen Versorgung sowie soziokulturelle Angebote, welche das DRK in den eigenen Aufnahmeeinrichtungen, zum Teil jedoch auch in Aufnahmeeinrichtungen von Ländern oder Kommunen anbietet.

  • Unterstützung von Menschen ohne Aufenthaltsstatus

    In Deutschland leben viele Menschen ohne jeglichen Aufenthaltsstatus — zum Teil unter desolaten Bedingungen, ohne Zugang zu medizinischer Versorgung, Bildung und dem regulären Arbeitsmarkt.

    Sie gehören damit zu den Verletzlichsten unserer Gesellschaft. Das DRK hilft Menschen alleine nach dem Maß der Not, es unterscheidet dabei insbesondere nicht nach dem rechtlichen Status von Migrantinnen und Migranten.

    Die vielfältigen Unterstützungs- und Beratungsangebote des DRK, bspw. die Beratungsstellen für Familien, stehen daher auch Menschen in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität offen.

    Daneben bieten einige DRK-Landesverbände auch eine gezielte Unterstützung von Menschen in der aufenthaltsrechtlichen Illegalität, z. B. beim Zugang zur Gesundheitsversorgung, an.

    Erste wichtige Informationen finden Sie in dem Beratungshandbuch "Aufenthaltsrechtlichen Illegalität". 

  • Veröffentlichungen

    Gemeinsam mit Flüchtlingen- Angebote des DRK zum Mitmachen

    Diese Broschüre soll zum ehrenamtlichen Engagement in der Flüchtlingsarbeit ermuntern und die ersten Schritte durch Praxis-Tipps und Anregungen erleichtern. Außerdem informieren wir über Hintergründe zum Thema Flüchtlinge und die rechtlichen Rahmenbedingungen. 

    Format 210 x 210 mm
    Erscheinungsdatum September 2015
    Seitenzahl 36
    Sprache deutsch
    Herausgeber Deutsches Rotes Kreuz e.V.

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    Engagiert für Flüchtlinge- Empfehlungen für DRK-Gliederungen im Umfeld von Aufnahmeeinrichtungen

    Die Broschüre stellt wir Ihnen daher bestehende Angebote für die Unterstützungvon Flüchtlingen vor und gibt eine Auswahl an Empfehlungen, wie sich DRK-Verbandsmitgliederungen und Engagierte vor Ort für und mit Flüchtlingen sozial engagieren können.

    Format DIN A 4
    Erscheinungsdatum Januar 2016
    Seitenzahl 16
    Sprache deutsch
    Herausgeber Deutsche Rotes Kreuz e.V.

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    Menschen in den Mittelpunkt stellen! Beratung von Flüchtlingen und anderen Migrant_innen durch das DRK

    Mit dieser Broschüre stellen wir die DRK-Leistungen im Bereich soziale Beratung und Betreuung von Flüchtlingen vor. Die Broschüre ist in Deutsch und Englisch verfasst.

    Format DIN A 4
    Erscheinungsdatum Juli 2015
    Seitenzahl 27
    Sprache deutsch/englisch
    Herausgeber Deutsches Rotes Kreuz e.V.

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    Aufenthaltsrechtliche Illegalität- Beratungshandbuch 2013

    Zur Unterstützung von Beratungsstellen, Helfern und öffentlichen Einrichtungen, hat das DRK und der Caritasverband das Handbuch "Aufenthaltsrechtliche Illegalität" erarbeitet. Es bietet Kitas, Schulen, Kliniken, Ärzten. Arbeitgebern, Standesämtern und Beratungsstellen juristisch fundierte Empfehlungen für die Unterstützung von Menschen ohne Aufenthaltsstatus.

    Format DIN A 5
    Erscheinungsdatum Oktober 2012
    Seitenzahl 59
    Sprache deutsch
    Herausgeber Deutsches Rotes Kreuz e.V. und Deutscher Caritasverband e.V.

    Download der PDF-Version

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