Nach Coronavirus-Ausbreitung werden die deutschen Rückkehrer aus China betreut
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Coronavirus: Hilfe des DRK für China-Rückkehrer

Das DRK betreut im Auftrag der Bundesregierung die deutschen Staatsangehörigen und deren Familienangehörige, die aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus aus der chinesischen Stadt Wuhan zurückgeholt wurden.

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Für die mögliche Inkubationszeit von 14 Tagen waren über 122 Menschen in der Südpfalz-Kaserne in Germersheim untergebracht. 20 Menschen sind derzeit noch in einem Gebäude der DRK Kliniken Berlin Köpenick untergebracht. Die Unterbringung dient dem Ausschluss eines möglichen Restrisikos, dass die Personen mit dem Coronavirus in Kontakt gekommen sein könnten.

Die Rückkehrerinnen und Rückkehrer werden durch das Deutsche Rote Kreuz umfassend betreut. Neben der Versorgung und sozialen Betreuung führt das DRK regelmäßige Screenings und ggfs. erste medizinische Maßnahmen durch.

In Germersheim stellte das DRK zudem eine mobile Gesundheitsstation und einen speziell für den Infektionsschutz ausgerüsteten Krankenwagen zur Verfügung.

Aktuelle Situation in Berlin-Köpenick

09.02. Die 20 Rückkehrer, darunter zwei Familien mit insgesamt vier Kindern, zeigten sich erleichtert, wieder in Deutschland zu sein.

10.02. Das Testergebnis aus der Berliner Charite ergab, dass keiner der 20 China-Rückkehrer bisher mit dem Virus infiziert ist.

Für die Rückkehrer sind zwölf Zimmer in einem separierten Gebäude auf dem Gelände der DRK Kliniken Köpenick eingerichtet. Ihnen steht u. a. Fernsehen und Wlan zur Verfügung, für die Kinder gibt es Spielzeug.

Die Rückkehrer sind zur Sicherheit in kleine Gruppen aufgeteilt. Sie dürfen ihre Zimmer verlassen und einen für sie abgeschirmten Hof nutzen.

Das Deutsche Rote Kreuz stellt für die Rückkehrer die umfassende Betreuung während der 14 Tage, so stehen zum Beispiel speziell in psychosozialer Unterstützung geschulte Einsatzkräfte für das persönliche Gespräch zur Verfügung.

Einsatz in Germersheim

16.02.  Nach 14 Tagen wurde bei den 124 China-Rückkehrern und 22 DRK-Helfern kein Corona-Virus nachgewiesen. Die Quarantäne wurde aufgehoben und alle konnten die Kaserne verlassen. 

12.02. Bei den Bewohnerinnen und Bewohnern der Südpfalz-Kaserne gibt es weiterhin keine Anzeichen auf eine mögliche Erkrankung mit dem Coronavirus. Der Gesundheitszustand der über 120 Rückkehrer wird regelmäßig erfasst, sie werden täglich untersucht und Fieber wird gemessen. In der Einrichtung gelten strenge Hygienemaßnahmen. Die Bewohner sind angehalten, regelmäßig die Hände zu desinfizieren und beim Verlassen ihrer Zimmer einen Mundschutz zu tragen. Die Helferinnen und Helfer bieten u.a. ein Beschäftigungsprogramm an, geben z. B. Bücher oder Spiele aus, und leisten auch psychosoziale Betreuung. 

07.02. Um dem erhöhten Informationsbedarf der Bewohner gerecht zu werden, bietet das DRK als zusätzliche Kommunikationsmöglichkeiten nun Videokonferenz, "Sorgentelefon" und einen täglichen Newsletter an. Das Equipment zur Freizeitbeschäftigung wird erweitert durch Yogamatten, Kicker, Basketball, Tischtennis. Auch indivduelle Wünsche werden gerne erfüllt. 

06.02. Besuch in Germersheim: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und Christian Reuter waren vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu machen und insbesondere den ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden persönlich zu danken, die für die Betreuung der Rückkehrer zuständig sind. (zum Video)

Hilfseinsatz des DRK für die Rückkehrer aus China

In seiner auxiliaren Rolle als nationale Hilfsgesellschaft unterstützt das DRK die Bundesregierung in den Bereichen Bevölkerungs- und Katastrophenschutz.

Der DRK-Einsatz für die China-Heimkehrer erfolgt im Auftrag der Bundesregierung.

In Berlin-Köpenick sind an dem Einsatz unter der Leitung des DRK-Generalsekretariats der Verband der Schwesternschaften vom DRK, der Landesverband Berliner Rotes Kreuz, und der DRK Landesverband Brandenburg beteiligt. Die bezirksübergreifende Koordination übernimmt die Senatsgesundheitsverwaltung.

Der DRK-Einsatz in Germersheim erfolgte im Auftrag der Bundesregierung in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr unter Leitung des DRK-Bundesverbandes mit Beteiligung der DRK-Landesverbände Brandenburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und Saarland.

Rückholaktion aus China nach Ausbreitung des Coronavirus

Am 09. Februar waren 20 deutsche Staatsbürger aus der chinesischen Stadt Wuhan mit einer Bundeswehrmaschine auf dem militärischen Teil des Flughafens Tegel gelandet. Eine britische Chartermaschine hatte sie zunächst zu einem britischen Militärflughafen geflogen. Ein erstes Screening am Flughafen gab bei keinem der Rückkehrer Hinweise auf Symptome der Viruserkrankung. Den Transport in ein separates Gebäude der DRK Kliniken Köpenick übernahm das DRK.

Am 01. Februar wurden 126 Personen mit einem Flugzeug der Luftwaffe von Wuhan zurück nach Deutschland geflogen. Nach der Landung wurde bei allen Personen ein routinemäßiges Screening durchgeführt. Bei zwei Menschen wurde das Coronavirus nachgewiesen. Sie wurden daraufhin in das Universitätsklinikum Frankfurt überstellt. Den Transfer der Rückkehrer in die zentrale Einrichtung nach Germersheim übernahm das DRK. Die Versorgung und Betreuung vor Ort erfolgte durch Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes, von denen 22 dauerhaft für die 14 Tage mit in der zentralen Einrichtung untergebracht waren. Nachdem bei allen Rückkehrern und Hilfskräften das Virus nach 14 Tagen nicht nachgewiesen werden konnte, wurde die Quarantäne am 16.02. aufgehoben.

Im Dezember 2019 wurde erstmals in der chinesischen Großstadt Wuhan der Ausbruch des Coronavirus registriert. Um einer Ausbreitung entgegenzuwirken, rief die Weltgesundheitsorganisation am 30. Januar 2020 die internationale Gesundheitsnotlage aus.   

Häufige Fragen: DRK-Einsatz in Germersheim

  • Warum werden die Rückkehrerinnen und Rückkehrer aus China mindestens 14 Tage in der zentralen Einrichtung in Germersheim untergebracht?

    Die Unterbringung dient dem Ausschluss eines möglichen Restrisikos, dass die Personen mit dem Virus in Kontakt gekommen sein könnten. Experten gehen nach aktuellem Stand davon aus, dass im Fall des Coronavirus‘ bis zu 14 Tage zwischen der Ansteckung und dem Krankheitsausbruch vergehen können.

  • Welche Rolle übernimmt das DRK bei dem Einsatz?

    Das DRK war für den Transfer vom Frankfurter Flughafen in die Einrichtung auf dem Gelände der Südpfalz-Kaserne Germersheim zuständig. Vor Ort haben 22 DRK-Einsatzkräfte die soziale Betreuung sowie die Durchführung regelmäßiger medizinischer Screenings und eventuell anfallender erster medizinischer Maßnahmen übernommen. Dies geschieht nach einem sogenannten Zwei-Kreis-Modell. Die Bundeswehr stellt den Grundbetrieb.

    Das DRK stellt euch eine mobile Gesundheitsstation und einen speziell für den Infektionsschutz ausgerüsteten Krankenwagen zur Verfügung.

  • Warum wird der Einsatz von DRK-Freiwilligen geleistet?

    Die Unterstützung der Bundesregierung in dieser Sache entspricht der im DRK-Gesetz festgeschriebenen auxiliaren Rolle des Roten Kreuzes. Zudem stützt sich der Bevölkerungsschutz in Deutschland zum weitaus größten Teil auf ehrenamtliches Engagement.

  • Über welche Ausbildung verfügen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer?

    Unter den Einsatzkräften des Deutschen Roten Kreuzes, welche die Rückkehrerinnen und Rückkehrer betreuen, befindet sich medizinisches und Betreuungspersonal, auch speziell in psychosozialer und familientherapeutischer Betreuung ausgebildete Helferinnen und Helfer.

  • Wie gestalten sich die medizinische Betreuung und Überwachung der Evakuierten?

    Die Entscheidung hinsichtlich zu treffender medizinischer Maßnahmen obliegt gemäß des Infektionsschutzgesetzes dem örtlichen Gesundheitsamt und dem zuständigen Amtsarzt. In Rücksprache mit diesen kümmert sich ein DRK-Arzt, der sehr erfahren in der Behandlung von Infektionskrankheiten ist, um die medizinische Betreuung der in der Einrichtung Untergebrachten. Er führt mit Unterstützung weiterer DRK-Kräfte die regelmäßigen Kontrolluntersuchungen durch sowie eventuell anfallende medizinische Maßnahmen. Natürlich steht er darüber hinaus allen in der zentralen Einrichtung Untergebrachten als medizinischer Ansprechpartner zur Verfügung.

  • Wie sieht der Alltag in der zentralen Einrichtung aus?

    Es gibt drei reguläre Mahlzeiten am Tag. Zudem steht ein Kioskangebot zur Verfügung mit Snacks, Getränken und frischem Obst. Alle Rückkehrerinnen und Rückkehrer verfügen über Internetzugang und einen Fernseher. An die Kinder wurde Spielzeug verteilt, außerdem werden Bücher bereitgestellt. Besonderen Bedürfnissen und Anforderungen der Menschen wie zum Beispiel Spezialnahrung für Säuglinge, Vaporisatoren und Sterilisatoren, wird nachgekommen. Es wurde eine soziale Beratungsstelle und ein Spielbereich für die Kinder eingerichtet, die beide gut angenommen werden.

  • Hilft das DRK in China, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen?

    Das Deutsche Rote Kreuz steht in stetigem und engem Kontakt mit seiner nationalen Schwestergesellschaft, dem Chinesischen Roten Kreuz (CRK), um mögliche Unterstützungsmaßnahmen einzuleiten und abzustimmen.

  • Wie können Menschen von Deutschland aus helfen?

    Da die weiteren Entwicklungen im Zusammenhang mit der Ausbreitung des Coronavirus derzeit schwer absehbar sind, nimmt das Deutsche Rote Kreuz unter dem Stichwort „Gesundheit“ gerne Spenden entgegen, die wir in unsere weltweiten Projekte zu den Themen Epidemien, Prävention von Infektionskrankheiten und Hygienemaßnahmen einsetzen.

Häufige Fragen: DRK-Einsatz in Köpenick

  • Wie viele Menschen sind in Köpenick untergebracht?

    In Köpenick werden vom DRK 20 Personen betreut, darunter sowohl deutsche Staatsbürgerinnen und -bürger als auch chinesische Angehörige deutscher Staatsbürgerinnen und -bürger. Es handelt sich um Einzelpersonen und Familien (16 Erwachsene und 4 Kinder). Insgesamt gibt es 12 Zimmer, Familien sind zusammen untergebracht.

  • Tragen die Rückkehrerinnen und Rückkehrer das Coronavirus?

    Alle Personen, die in Köpenick untergebracht sind, waren bei der Aufnahme symptomfrei. Die ersten Testergebnisse nach der Untersuchung durch den zuständigen Amtsarzt waren ebenfalls negativ, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung am 10.02.2020 mitteilte. Die Quarantäne wird für die Dauer von 14 Tagen fortgesetzt. Dies ist notwendig, um festzustellen, ob sich Rückkehrerinnen und Rückkehrer doch infiziert haben, sich jedoch beim ersten Test noch in der 14-tägigen Inkubationszeit der Erkrankung befanden. Dabei handelt es sich um eine Vorsichtsmaßnahme. So wird ausgeschlossen, dass sie das Virus unerkannt weitergeben können.

  • Welche Maßnahmen werden ergriffen, damit sich möglicherweise Erkrankte im Quarantänebereich nicht gegenseitig infizieren?

    Sobald das Virus bei einer Person nachgewiesen wird, kann sie nicht länger im Quarantänebereich auf dem Gelände der DRK Kliniken Berlin Köpenick betreut werden. Sie benötigt dann eine besondere medizinische Versorgung und muss von den restlichen Rückkehrerinnen und Rückkehrern getrennt und in eine andere spezialisierte medizinische Einrichtung verlegt werden.

  • Was gibt es an Freizeitangeboten für die in Köpenick untergebrachten Rückkehrerinnen und Rückkehrer?

    Dank der guten technischen Ausstattung der DRK Kliniken konnte von Montag an WLAN für alle Gäste angeboten werden. Es gibt auch Fernseher und Spielzeug für die Kinder. In den kommenden Tagen werden die Bedarfe der Gäste abgefragt und diesen im Rahmen der Möglichkeiten nachgekommen (z. B. Playstation, Yoga-Matten).

  • Wie gestaltet sich die Verpflegung?

    Das Essen wird vom Krankenhaus täglich frisch angeliefert, auch hier wird auf die Wünsche/ Bedürfnisse der Gäste geachtet.

  • Wie viele DRK-Kräfte sind in Köpenick im Einsatz?

    Insgesamt sind 24 DRK-Kräfte im Einsatz, die in zwei Schichtsystemen arbeiten und eine Versorgung rund um die Uhr sicherstellen (pro Schicht: jeweils zwei ehrenamtliche Führungskräfte plus sechs ehrenamtliche und vier nicht-ehrenamtliche Einsatzkräfte, darunter zwei Ärzte). Damit sind pro Schicht jeweils 12 Personen mit der Versorgung der Gäste betraut.

    Die Ehrenamtlichen kommen aus dem DRK-Landesverband Berlin, die Hauptamtlichen aus dem DRK-Generalsekretariat.

  • Werden die Rückkehrerinnen und Rückkehrer auch durch Personal der DRK Kliniken Berlin versorgt?

    Nein, die DRK Kliniken Berlin stellen auf Wunsch der Bundesregierung lediglich die Räumlichkeiten für die Unterbringung zur Verfügung. Diese befinden sich in einem separaten, abgetrennten und bewachten Bereich in einem Nebengebäude der DRK Kliniken Berlin Köpenick. Die medizinische Betreuung obliegt dem zuständigen Amtsarzt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Roten Kreuz. Das Betreuungspersonal wird vom Deutschen Roten Kreuz gestellt.

  • Dürfen die Einsatzkräfte des DRK nach Dienstschluss „raus“?

    Entsprechend der Arbeit im Schichtsystem können die Einsatzkräfte nach ihrer jeweiligen Schicht nach Hause gehen. Bevor sie den Quarantänebereich verlassen, legen sie ihre Schutzkleidung ab und werden desinfiziert.

  • Welche Tätigkeiten übernehmen die Einsatzkräfte des DRK?

    Sie sind für die soziale Betreuung zuständig. Darunter fallen: Essen sowie Gegenstände des täglichen Bedarfs ausgeben, Spielsachen verteilen, Duschen und Toiletten desinfizieren, auf den notwendigen Abstand zwischen den Personen achten, Ansprechpartner für jegliche Bedarfe sein sowie allgemeine kommunikative Aufgaben und die Problemlösung nach außen.

  • Warum sind die Einsatzkräfte in Köpenick nicht wie in Germersheim mit in der Einrichtung untergebracht, sondern nur schichtweise im Krankenhaus?

    Zum einen ist im Vergleich zu Germersheim mit 122 Gästen die Anzahl der zu betreuenden Personen in Köpenick geringer, zum anderen hat der zuständige Amtsarzt in Köpenick das so festgelegt.

  • Welche Schutzmaßnahmen gelten für die im Einsatz befindlichen DRK-Kräfte?

    Der oberste Grundsatz für den DRK-Einsatz ist, dass die Von-Mensch-zu-Mensch-Übertragung effektiv unterbunden werden soll. Dafür sind im Infektionsschutz speziell ausgebildete und sehr erfahrene DRK-Kräfte im Einsatz. Die konkreten Schutzvorkehrungen für die DRK-Einsatzkräfte richten sich nach drei verschiedenen Risikoexpositionskategorien:

    • „Close Contact“: Einsatzkräfte, die Kontakt mit Rückkehrern in einem Abstand von weniger zwei Metern haben – Schutzvorkehrungen: FFP2-Maske (Einmalverwendung), Schutzbrille, Handschuhe (Einmalverwendung), Kasack (Einmalverwendung), OP-Kittel (Einmalverwendung), OP-Schuhe
    • „Contact“: alle anderen im Quarantäne-Bereiche, die nicht näher als zwei Meter in Kontakt mit Rückkehrern kommen – gleiches Schutzniveau wie Close Contact
    • „C“: Personen, die mit Desinfektions- und Reinigungsmitteln umgehen – Schutzvorkehrung: flüssigkeitsdichte Ganzkörperanzüge (Standardausstattung)
  • Wofür wurden neue Container auf dem Gelände aufgestellt?

    In den Containern befinden sich zusätzliche Duschen und Toiletten.

Weiterführende Informationen zum Coronavirus

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