Das Jugendrotkreuz mischt sich ein

Titelblatt der Broschüre "Armut: Schau nicht weg" im Zuge der Kampagne des Jugendrotkreuzes gegen Kinder- und Jugendarmut (DRK)
Titelblatt der Broschüre "Armut: Schau nicht weg" im Zuge der Kampagne des Jugendrotkreuzes gegen Kinder- und Jugendarmut (DRK)

"Armut: schau nicht weg" – unter diesem Motto startet das Deutsche Jungendrotkreuz im Jahr 2004 eine Kampagne gegen Kinder- und Jugendarmut. 

Deutschland ist eines der reichsten Länder der Erde; trotzdem ist hierzulande jedes siebte Kind arm. 37 Prozent der drei Millionen Sozialhilfeempfänger sind zur Zeit des Kampagnenstarts unter 18 Jahre. Ihre Aussichten auf schulische und berufliche Ausbildung sind schlechter, sie haben weniger Freunde und Kontakt, und sie leiden stärker unter körperlichen und seelischen Belastungen als Kinder aus wohlhabenden Familien.

Das Jugendrotkreuz setzt sich drei Jahre lang intensiv mit der Thematik auseinander. Mit 300 Aktionen und Projekten gelingt es den Mitgliedern, sich bei Politikern und bei der Bevölkerung Gehör zu verschaffen: Die Fotoausstellung: "Ich sehe was, was Du nicht siehst" gibt der Armut ein Gesicht – sie ist in zwanzig Städten zu sehen. Die beiden Unterrichtseinheiten "Ohne Moos nix los" und "Reiches Land – arme Kinder" gehen an 17.000 Schulen im gesamten Bundesgebiet. An einem Rotkreuz-Frühstück zum Thema Jugendarmut nehmen sechzig Bundestagsabgeordnete teil. Und nicht zuletzt arbeiten die Jugendrotkreuzler ein Positionspapier aus, das sie 2006 der damaligen Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen persönlich überreichen.

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