Neuanfang nach dem Zweiten Weltkrieg

Die Gründungsversammlung in Koblenz gestaltet den Neubeginn im Deutschen Roten Kreuz (DRK)
Die Gründungsversammlung in Koblenz gestaltet den Neubeginn im Deutschen Roten Kreuz (DRK)

Das Deutsche Rote Kreuz wird bei Koblenz neu gegründet. Bundespräsident Theodor Heuss gratuliert per Telegramm.

Das Deutsche Rote Kreuz ist im Sommer 1945 durch die Besatzungsbehörden aufgelöst worden. Trotzdem geben die Mitarbeiter der einzelnen Verbände ihre Tätigkeit nicht auf, wird ihre Hilfe doch dringend benötigt: Die Städte sind zerbombt, überall fehlt es an warmer Kleidung und Nahrung, und stetig kehren tausende Verwundete aus dem Krieg zurück. 

1950 beschließen die regionalen Vereine, sich wieder national zusammenzuschließen. Sie treffen sich auf dem Rittersturz bei Koblenz, einem hoch über dem Rhein gelegenen Hotel, in dem sich 1949 auch die Alliierten getroffen hatten, um den Zusammenschluss der Besatzungszonen zu vereinbaren.

Zunächst können sich die Delegierten der Rotkreuz-Vereine nicht einigen, ob sie sich wieder "Deutsches Rotes Kreuz" nennen wollen, wäre doch mit der Fortführung des Namens auch die Übernahme der im Nationalsozialismus verursachten Schulden verbunden. Sie beschließen dennoch, sich wieder DRK zu nennen, schließen allerdings durch die Satzung eine Rechtsnachfolge aus. Theodor Heuss schickt zur Neugründung ein Glückwunschtelegramm. Er ermutigt dazu, die "Kräfte der freien Mitverantwortung an der großen Aufgabe neu zu sammeln und zu stärken".

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