Die Olympischen Ringe im Zeichen des Hakenkreuzes

Krankenstation des Stützpunktes "Elsgrund" für skandinavische Olympia-Teilnehmerinnen bei Döberitz im Havelland (DRK)
Krankenstation des Stützpunktes "Elsgrund" für skandinavische Olympia-Teilnehmerinnen bei Döberitz im Havelland (DRK)

Im August 1936 finden in Berlin die Olympischen Sommerspiele statt. Das regimetreue DRK garantiert mit insgesamt 47.750 Einsatzstunden die Notfallversorgung.

Das NS-Regime inszeniert ein gigantisches Propaganda-Spektakel, um das Image des Dritten Reiches im In- und Ausland aufzupolieren. Großkundgebungen auf dem Maifeld des Olympiageländes versetzen die Massen in Euphorie. Die Fackelläufer, die das olympische Feuer vom Peloponnes über Budapest, Wien und Prag nach Berlin bringen, werden von 20.000 Hitlerjungen und 40.000 SA-Männern in einer "Weihestunde" in Empfang genommen. Kunstausstellungen, Theater- und Operninszenierungen flankieren das "Fest der Völker". Empfänge, Vorträge und Werbefeldzüge suggerieren, dass mit den Spielen "eine neue Epoche des wirklichen Friedens auf allen Gebieten" beginnt. Propagandaminister Goebbels wertet die Spiele als vollen Erfolg und bezeichnet die deutschen Athleten als "Kämpfer für die Idee unseres Führers".

Die ganze Stadt scheint wie im Rausch. Da aber alles gut organisiert und auch die medizinische Notfallversorgung logistisch ausgeklügelt ist, können die wenigen verletzten Sportler und kreislaufgeschwächten Zuschauer schnell betreut, verarztet und ins Krankenhaus transportiert werden. Allein auf dem Olympiagelände gibt es elf DRK-Rettungsstellen, die mit jeweils zwei Ärzten, acht Sanitätern und zwei weiblichen Hilfskräften ausgestattet sind. Insgesamt kommen mehr als 1.000 DRK-Kräfte zum Einsatz. Sie leisten auf Bahnhöfen, in Massenquartieren und auf den überfüllten Plätzen und Straßen Erste Hilfe und sorgen somit für einen reibungslosen Ablauf der Spiele, die später als die "größte Schaufensterdekoration des Dritten Reiches" in die Historie eingehen.

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