Ausbildung zum Gas- und Luftschutzdienst

Eine DRK-Helferin und der Bunkerverwalter des Luftschutzbunkers in Berlin-Tempelhof prüfen die Liste mit den Namen der Anwesenden, 1941 (Stenner / DRK)

Die Nationalsozialisten bereiten sich auf den Krieg vor. Die Wahrscheinlichkeit, dass es zu Giftgas- und Luftangriffen kommt, ist groß. Darum wird ab 1935 das DRK offiziell beauftragt, spezielle Ausbildungen durchzuführen.

Im Ersten Weltkrieg haben die Deutschen zum ersten Mal Chlorgas eingesetzt, um den langwierigen Stellungskrieg aufzubrechen. Zwischen den Weltkriegen wird weiter an dem tödlichen Nervengas Sarin geforscht, und bis 1945 werden insgesamt 70.000 Tonnen Giftgas produziert. Weil sich Hitler vor einer massiven Vergeltung der Gegner fürchtet, setzt er dieses nicht ein. Trotzdem rechnet er damit, dass es zum gefürchteten „Zukunftskrieg" kommt und läßt deshalb entsprechende Schutzvorbereitungen treffen.

Bereits 1932 hat das DRK in einer zentralen Gasschutzschule Lehrgänge für Sanitäter und Ärzte durchgeführt. Nach Einführung der allgemeinen Wehrpflicht im Juni 1935 wird es offiziell mit der Ausbildung für den Gas- und Luftschutz beauftragt. Unterrichtsbücher wie „Über Giftgaserkrankungen und Gasschutz. Anleitungen für die Sanitätskolonnen, Schwesternschaften und weiblichen Hilfskräfte des Deutschen Roten Kreuzes" werden in hoher Auflage gedruckt und auch den Schwestern zur Verfügung gestellt. Sie müssen sich jetzt auf den Ernstfall vorbereiten und lernen, wie man von Gas- und Luftangriffen betroffene Soldaten und Zivilisten versorgt.

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